LWL-Museum für Naturkunde Münster
LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Tel. 0251 - 591-05
LWL-Museum für Naturkunde Münster
Ein Besuch im einzigen deutschen Naturkundemuseum mit seinem Großplanetarium lohnt sich immer! Verbringen Sie einen entspannten Tag mit Sternenreisen, Natur und Kultur. Hier ist alles unter einem Dach – daher ist das LWL-Museum für Naturkunde ein ideales Ausflugsziel. Direkt am idyllischen Aasee in Münster gelegen, bietet das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit seinen grandiosen Ausstellungen und dem Zeiss-Planetarium, mit seiner derzeit schärfsten digitalen Bildtechnik Europas, faszinierende Ausflüge in fremde Welten und zu unbekannten Kulturen.
Unendlich viel zu entdecken gibt es in diesem unvergleichlichen Sternenraum. Bereits im Eingang wartet das deutschlandweit einmalige Porträt der Milchstraße und ermöglicht eine erste (Traum-)Reise ins Universum. Im klimatisierten Planetarium geht es auf faszinierende Ausflüge ins All.
Wandeln durch die Zeiten und entdecken der einzigartigen Objekte wie den weltweit größten Ammoniten oder die lebensechte Rekonstruktion eines Mammuts, das ist im Museum möglich. Spannende Ausstellungen von Indianern oder dem Wandel Westfalens beeindrucken die Besucher nachhaltig. Neu ist derzeit das vielfältige und zukunftsträchtige Forschungsgebiet „Bionik“, dem eine große Sonderausstellung gewidmet ist.
Was haben ein Oberschenkelknochen und der Eiffelturm gemeinsam? Wie beeinflusst der Kofferfisch den Automobilbau und wie tragen Ameisen zum effizienten Transport von Gütern und Haie zu olympischen Rekorden bei? Die neue Sonderausstellung „Bionik – Patente der Natur“ beantwortet vom 01.07.11 – 17.06.12 diese und weitere Fragen in der größten Sonderausstellung Deutschlands, mit über 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche.
Die Natur hat in Millionen Jahren zahlreiche Erfindungen hervorgebracht und die Ausstellung zeigt auf anschauliche Weise, wie wir Menschen diese „Patente der Natur“ in Technik umgesetzt haben: Geckos kleben an Wänden, ohne herunterzufallen (Klebebänder), Präriehunde bauen Erdbauten mit Belüftungssystem (Klimatechnik), Käfer riechen Feuer (Löschroboter), Pflanzen lassen Wasser und Schmutz abperlen (Lotuseffekt, Fassadenfarben und Autolacke). Highlights der Ausstellung sind die vielen Mitmach-Stationen und die besonderen Objekte, wie das aerodynamische Auto „Bionic Car“ der Daimler AG, dessen Vorbild der Kofferfisch war oder der humanoide Roboter ASIMO und der Löschroboter OLE, der nach dem Vorbild eines Insekts konstruiert wurde. Der Storch und andere Vögel wiederum standen Pate bei der Entwicklung erster Flugapparate, wie die zahlreichen Modelle im Museum anschaulich zeigen. Alle diese Erfindungen und ihre Vorbilder stellt die Ausstellung in den Bereichen Architektur, Oberflächen, Mechanik-Welt und Robotik, Medizin oder Bewegung unter Wasser, an Land und in der Luft, Sensorik, Kommunikation und Evolutionsstrategien mit grandiosen Exponaten vor. Lebende Ameisen und lebende bionische Pflanzen bieten letztlich den unmittelbaren Kontakt zur Gegenwart.
Angebote zur Sonderaustellung
- Audioguide mit Familienprogramm
- Audioguide mit Gebärdensprache
- Kostenlose Sonntagsführungen
- Führung für Erwachsenengruppen
- museumspädagogische Angebote
- Vorträge und Thementage
- Kindergeburtstag
- Literarische Rundgänge
Geöffnet Di–So, 9–18 Uhr
VERANSTALTUNGEN
Sonderausstellung Bionik - Patente der Natur
Was haben ein Oberschenkelknochen und der Eiffelturm gemeinsam? Wie beeinflusst der Kofferfisch den Automobilbau? Warum helfen Vögel beim Flugzeugbau? In wenigen Tagen, endet die beliebte Ausstellung „Bionik - Patente der Natur“ im LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Wer sich also noch Antworten auf diese und weitere Fragen holen möchte, hat nur noch bis zum 17. Juni Gelegenheit dazu. Über 150.000 Menschen haben die Ausstellung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bereits gesehen und damit zum Publikumsmagneten erklärt. Da es sich um die größte Bionik-Schau Deutschlands, mit über 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche und den Originalvorbildern aus der Natur handelt, bieten sich nicht mehr viele Gelegenheiten, die seltenen und ungewöhnlichen Erfindungen der Natur und der Technik zu bestaunen.
Drei Bionik-Sonderveranstaltungsthemen finden noch bis zum Ausstellungsende statt: Für die letzten, besonderen Angebote sind noch Plätze frei. So findet bis zum 17. Juni noch jeden Sonntag (14.30 Uhr) eine öffentliche, kostenlos Führung durch die Bionik-Ausstellung statt (nur Museumseintritt ist zu entrichten). Einen literarischen Rundgang unter dem Motto „Pflanzen, Tiere, Konstruktionen - literarischer Besuch bei den Spezialisten der Natur“ bietet Schauspielerin Beate Reker letztmalig am 15. Juni (19.00 Uhr) an. Und ein letzter Werkstattnachmittag „Bionik aus der Wüste“, mit dem Vorstellen der bionischen Strategien von Tieren und Pflanzen aus der Wüste, findet am 2. Juni (14.30 Uhr) statt.
In die Tiefe des Kosmos reisen
Es gibt für Familien mit Kindern ab 10 Jahre und für Erwachsene etwas Neues im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde zu sehen. Die Produktion des Planetariums Münster und des Mediendoms der FH Kiel „In der Tiefe des Kosmos“ begeistert im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde mittwochs & freitags um 11.30 Uhr, dienstags & donnerstags um 15.00 Uhr sowie sonntags um 14.00 Uhr mit einer emotionalen Reise in die unendlichen Weiten des Alls.
Für die Zuschauer geht es in rund 45 Minuten vorbei an der Sonne, den Planeten, den Sternen bis zu Supernovae und Schwarzen Löchern in eine geheimnisvolle wie wunderbare Welt. Das Programm entführt ins faszinierende Weltall. Es zeigt, wie wir Menschen versuchen, das Unfassbare zu fassen, denn was uns im Weltall begegnet, ist faszinierend und geheimnisvoll zugleich. Die unermesslichen Dimensionen, die Gewalt der Naturerscheinungen und das Wunder der Oase des Lebens – unsere Erde, wird in dem neuen Programm angesprochen. Umrahmt wird der Programminhalt von Zitaten von Menschen, die immer wieder versuchten, die Wunder des Weltalls zu erfassen.
Die Show soll Wissen und Gefühle zugleich anzusprechen. Durch eine einfühlsame Verbindung von bewegtem Bild, Musik und Sprache wurde eine besondere anmutige Wirkung erzielt. Frank Wolff hat den Text der Veranstaltung sprachlich bearbeitet und war auch als Komponist und Sprecher tätig. Dr. Björn Voss, Leiter des LWL-Planetariums Münster, zeichnete sich für die wissenschaftliche Aktualität der Visualisierungen verantwortlich.
Zu wechselnden Veranstaltungszeiten ist das neue Programm im Planetarium Münster zu sehen: mittwochs & freitags um 11.30 Uhr, dienstags & donnerstags um 15.00 Uhr sowie sonntags um 14.00 Uhr und zu wechselnden Uhrzeiten an speziellen Terminen.
Eintritt: Erwachsenen 5,50 Euro, Kinder 3,00 Euro
Die Physik des Nichts. Warum beschleunigt sich die Ausdehnung des Universums? Astronomischer Vortrag im Planetarium
Zum letzten Vortrag vor der Sommerpause hat das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde nochmals einen ganz besonderen Referenten für einen Vortrag zur Physik des Nichts gewinnen können. Am Dienstag, 5. Juni, spricht um 19.30 Uhr Prof. Dr. Jens Niemeyer vom Astrophysikalischen Institut der Georg-August-Universität Göttingen im Sternensaal des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
In seinem ca. einstündigen Vortrag mit dem Titel " Die Physik des Nichts. Warum beschleunigt sich die Ausdehnung des Universums?" berichtet der Astrophysiker über die Rekonstruktion der Expansionsgeschichte unseres Universums durch kosmologische Beobachtungen. Das Universum dehnt sich heute beschleunigt aus, anstatt wie man früher dachte abzubremsen. Völlig unabhängig hiervon nimmt die erfolgreichste Theorie für das extrem frühe Universum, die Inflationstheorie, ebenfalls eine Phase beschleunigter Expansion an. Eine Form der Energie, die beide Phasen verursachen kann, ist das Nichts, alias Vakuum. Im Vortrag werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden von der Vakuumenergie dominierten Epochen des Universums erläutert und die Physik des Nichts veranschaulicht.
Prof. Dr. Jens Niemeyer bekam bereits einige herausragende Auszeichnungen für seine Forschungen, wie 2003 den Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und bereits 1995 die Otto-Hahn-Medaille, den Dieter-Rampacher-Preis der Max-Planck-Gesellschaft. Heute beschäftigt er sich u.a. mit der Bildung supermassiver Schwarzer Löcher und den hydrodynamischen Wechselwirkungen junger Galaxien mit dem interstellaren Medium.
Eintritt: Erwachsenen 5,50 Euro, Kinder 3,00 Euro
Letzter literarischer Besuch bei den Spezialisten der Natur Ende für Rundgang durch die Bionik-Ausstellung
Die Welt der Bionik durch unterhaltsame, nachdenkliche, romantische Literatur in der Ausstellung kennen lernen und die Ausstellung durch die Literatur besser verstehen lernen – das war im LWL-Museum für Naturkunde in Münster möglich. Alle bisherigen Führungen waren schnell ausgebucht. Doch jetzt endet die Sonderausstellung „Bionik – Patente der Natur“ im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Letztmalig wird daher am Freitag, 15.06.2012, 19.00 Uhr, ein literarischer Rundgang mit der Schauspielerin Beate Reker zu den Spezialisten der Natur angeboten. Zwei Tage später schließt die Bionik-Schau ihre Tore.
Die bekannte Münsteranerin Reker geht mit ihren Zuhörern in rund 70 Minuten auf eine faszinierende, literarische Reise und wandert auf ihrem Rundgang zu vier ausgewählten Stationen der Sonderausstellung. Hier präsentiert die Schauspielerin Wissenswertes, Kurioses, Nachdenkliches und Lustiges rund um das Thema „Pflanzen, Tiere, Konstruktionen“. Zum Rundgang gehören ebenso theatralische Elemente wie unterhaltsame und interessante Informationen und Anekdoten. Der literarische Besuch beginnt im Patentamt der Tiere. Der zuständige Sekretärvogel hat hier gerade die Patentanmeldungen von Katze, Wüstenfuchs und Pinguin akzeptiert, musste aber den Bären, der nun wirklich auch eine gute Idee hatte, ablehnen. Wie konnte das geschehen? Die Aufklärung erfolgt mit Hilfe von Elke Heidenreich, Eugen Roth und Robert Gernhardt. Die zweite Station führt nach Paris zum Eiffelturm. Hier erfahren die Zuhörer, welcher menschliche Körperteil bei seiner Konstruktion Pate gestanden hat und warum die Pariser ihn nicht mochten. Aus dem 19. Jahrhundert stammt auch das „Loblied auf die Ingenieure“, das durch den Leitspruch des erfolgreichen Entenhausener Erfinders Daniel Düsentrieb bekannt wurde. Nach diesem Ausflug in die Architektur dreht sich bei der dritten Station alles um Falten, Verpacken und Verwandeln: um Schmetterlinge und ihren Beitrag zur weiblichen Schönheit, um die Einsichten eines Fächers in die Tugendhaftigkeit seiner Besitzerin und um den Zusammenhang zwischen Insektenflügeln und Sitzmöbeln. Die vierte und letzte Station führt in die - nicht mehr zukünftige - Welt der Roboter. Einen davon werden die Teilnehmern des Rundgangs persönlich kennenlernen.
Eintrittskarten sind für Vorverkauf 10 € / Abendkasse 12 € beim LWL-Museum für Naturkunde oder bei Münster Information erhältlich.
Abendlesung im Planetarium - Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown
Am Dienstag, 19 Juni, denkt ein kleiner, alter Bär im LWL-Planetarium Münster über sein Leben nach. Im Sternensaal des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) stellt Beate Reker für Erwachsene das Buch „Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown“ von Anne Helene Bubenzer um 19.30 Uhr vor.
Ein kleiner, inzwischen 80jähriger Bär mit einem großen Herzen lässt sein Leben Revue passieren. Der Bär zeigt, dass Liebe eine Sprache ist, in der ohne Worte alles gesagt werden kann. Henry N. Brown wird am 16. Juli 1921 in Bath als Teddybär geboren. Er erblickt das Licht der Welt, als ihm das zweite Auge angenäht wird und beginnt damit ein Leben, wie es turbulenter nicht sein könnte. Eine Odyssee durch Europa, durch England, Frankreich und Deutschland, Norwegen, Italien und Ungarn, durch das zwanzigste Jahrhundert, durch Krieg und Frieden, Angst und Hoffnung, Sehnsucht und Glück beginnt - gesehen durch die Augen und erlebt mit dem Herzen eines Teddybären. Auch Augenblicke höchster Gefahr bleiben Henry nicht erspart: Immer wieder geht er verloren, verliert er die Menschen, denen er Trost und Liebe schenkt, erlebt er Flucht und Rettung. In einem Paket kommt er ins Beaujolais, wo er beinahe in einem Weinfaß ertrinkt und fast bei einem Waldbrand von den Flammen erfaßt wird. Er verbringt lange Jahre als Hotelteddy in Florenz, doch immer wieder ist er auch Augenzeuge großer historischer Ereignisse. Bis er nach Wien gelangt und kurz vor dem Jahrtausendwechsel in einem Bären- und Puppenladen ein letztes Mal den Besitzer wechselt. Wie jeder Teddy ist auch Henry sprach- und bewegungslos. Er verbringt sein Leben als Zuhörer. Er ist den Menschen ein Spiegel. Er gibt ihnen all das, was sie nirgendwo anders finden. Er macht ihnen ihr Herz leichter. Henry N. Brown hat vieles erlebt und alles kennengelernt: Angst und Hoffnung, Einsamkeit und Trost, Sehnsucht und Glück. Doch während all der Jahre hat niemand entdeckt, daß Henry einen kleinen Gegenstand in der Brust trägt, den er für sich immer nur "Die Liebe" nennt. Ein Geheimnis, das er sein ganzes Leben lang bewahrt und das nicht einmal er selbst kennt. Ein Geheimnis, das ihn von allen anderen Bären unterscheidet ...inspirierende Lektüre für alle, die über ihr Leben nachdenken wollen und auf der Suche nach Erkenntnis und spiritueller Erfahrung sind.
Eintritt 4,50 €



