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Tambiente
06.09.2010

Die Kölner Brauhäuser

Kulinarik in Deutschland

Die über die Stadt hinaus bekannten Brauhäuser strahlen etwas von der Tradition und Eigenart kölscher Gastlichkeit aus. Essen und Trinken ist für die Kölner ein zutiefst sozialisierter Vorgang, was sich auch darin ausdrückt, dass es in den Brauhäusern nicht eben ruhig und gediegen, sondern eher fröhlich und geräuschvoll zugeht. Da gibt es etwa das seit 1511 bestehende Brauhaus Sion an der Straße „Unter Taschenmacher“ oder den Cölner Hofbräu P. Josef Früh gleich hinter dem Heinzelmännchenbrunnen, die heimelige Brauerei der Gebrüder Päffgen an der Friesenstraße, dann auch die vor zehn Jahren von US-Präsident Bill Clinton besuchte „Malzmühle“ von 1858 am südlichen Ende des Heumarktes oder die gastfreundliche und nun schon über 500 Jahre alte „Schreckenskammer“ in unmittelbarer Nähe zur romanischen Kirche St. Ursula.

Im Mittelpunkt eines jeden Kölner Brauhauses steht das süffige Kölsch. Die Ober in solchen Lokalen heißen Köbes. Sie tragen die Tracht der alten Brauknechte und tragen das Bier im Kranz. Das sind Tabletts mit Stiel für die nur in Köln verwendeten 0,2 Liter fassenden Stangenbiergläser. Die meisten Köbesse sind kölsche Originale. Einen besonderen Rang hat der „Zappes“, der Zapfkellner zwischen Theke und den „Pittermännchen“, wie man die kleinere Sorte der Kölschfässer nennt. Sie sind meist sehr schnell geleert, und deshalb ist das Bier auch immer sehr frisch und kühl. Dazu kommt ein Köln spezifisches Speiseangebot, das als bodenständig, deftig und sogar als ein wenig eigenwillig charakterisiert werden kann. So steht auf der „Foderkaat“ (Speisekarte) der „halve Hahn“ obenan. Das ist ein „Röggelchen mit Kies“ oder ins Hochdeutsche übersetzt: ein halbes Roggenbrötchen mit einer dicken Scheibe Holländer Käse.




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