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19.08.2010

Weserbergland startet Qualitätsoffensive zum Weser-Radweg

3. Platz bei den beliebtesten deutschen Radfernwegen

Die aktuelle Radreiseanalyse des ADFC zeigt, dass sich der Fahrradtourismus trotz Wirtschaftskrise steigender Beliebtheit erfreut. Während die touristischen Übernachtungen in Deutschland generell zurückgingen, verzeichneten Beherbergungsbetriebe in radtouristischen Regionen und entlang von Radfernwegen im letzten Jahr deutliche Zuwächse. Auf Initiative des Weserbergland Tourismus e.V. wurde eine Bestandsanalyse auf der gesamten Strecke des Weser-Radweges von Hann Muenden bis Cuxhaven durchgeführt.

„Der Weser-Radweg liegt zur Zeit auf Platz 3 bei den beliebtesten deutschen Radfernwegen“, erläutert Richter, „aber Sie sollten sich auf diesem dritten Platz nicht ausruhen, denn mittlerweile wird die Konkurrenz durch viele neue und sehr gut ausgebaute Radwege immer größer“.

Dabei zeigt die aktuelle Radreiseanalyse des ADFC, dass sich der Fahrradtourismus trotz Wirtschaftskrise steigender Beliebtheit erfreut. Während die touristischen Übernachtungen in Deutschland generell zurückgingen, verzeichneten Beherbergungsbetriebe in radtouristischen Regionen und entlang von Radfernwegen im letzten Jahr deutliche Zuwächse.

„Die Kunden sind auf der Suche nach Qualität“, versichert Richter, „und dabei ist die ADFC-Klassifizierung von Radwegen mit Sternen eine immer wichtiger werdende Entscheidungshilfe bei der Urlaubsplanung“. Klassifizierte Wege wie der Main-Radweg, der die höchste Auszeichnung von fünf Sternen erhalten hat, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Auf Initiative des Weserbergland Tourismus e.V. wurde eine Bestandsanalyse auf der gesamten Strecke von Hann Muenden bis Cuxhaven durchgeführt. Das Ergebnis dieser ADFC-Untersuchung liegt nun vor und wurde auf der Sitzung von Frau Mandy Schwalbe, Radrouteninspekteurin vom ADFC präsentiert.

Die Radrouteninspekteurin lobte die gute touristische Infrastruktur entlang des Weges und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Ein deutlicher Schwachpunkt des Weser-Radweges sei aber laut Schwalbe die uneinheitliche Beschilderung.

„Hier besteht dringend Handlungsbedarf“, so Schwalbe, „die veralteten Schilder sollten abgenommen und durch eine einheitliche Wegweisung über Bundesländergrenzen hinweg ersetzt werden, dabei können bestehende Systeme integriert und ergänzt werden.“

Auch die Oberflächenbeschaffenheit und die damit verbundene komfortable Befahrbarkeit konnten die Inspekteurin nicht überzeugen. Hier müsste deutlich nachgebessert werden, wenn der Weser-Radweg zu einem Premium-Radweg entwickelt werden sollte. Weiterhin fordert die Routeninspekteurin die Optimierung der Routenführung im nördlichen Bereich sowie die Beseitigung von ungesicherten Querungen und Gefahrenstellen.

„Das Ergebnis trifft uns natürlich“, bestätigt Petra Wegener, „aber wir sind froh, mit der vorgelegten Untersuchung endlich eine detaillierte Bestandsanalyse und fachlich fundierte Handlungsempfehlungen an die Hand zu bekommen“.

Doch neben der Verbesserung der Infrastruktur plant der Weserbergland Tourismus e.V. noch weitere Qualitätsmaßnahmen für den Weser-Radweg. So ist auch die Einrichtung von solarbetriebenen Zählstationen geplant, um Aussagen zum tatsächlichen Verkehrsaufkommen auf dem Weser-Radweg treffen zu können. Parallel soll außerdem an den Zählstationen eine Gästebefragung durchgeführt werden.

„Mit dieser Kombination aus Zählung und Befragung können Sie optimal zwischen Alltagsverkehr, Tagesausflugsverkehr und Radreiseverkehr unterscheiden“, erklärt Andrea Tiffe von der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, die die Zählstationen in Brandenburg bereits erfolgreich einsetzt.

„Diese Daten sind für uns enorm wichtig“, so Wegener, „denn wir können aus ihnen sowohl Marketing-Maßnahmen ableiten als auch Investitions- und Instandhaltungs-Entscheidungen.“

Dr. Richter begrüßte die Initiative des Weserbergland Tourismus e.V., nicht nur das Teilstück des Radweges durch das Weserbergland in den Fokus der Betrachtung zu ziehen sondern den gesamten Weser-Radweg. „Letztlich kann der Weser-Radweg nur dann ein Premium-Produkt werden, wenn alle Anrainer gemeinsam an diesem Ziel arbeiten“, ist Richter überzeugt. „Die Untersuchung war nur der erste Schritt, das nächste Ziel sollte die Zertifizierung des Radweges sein“.

Der Vorsitzende des Weserbergland Tourismus e.V. Rüdiger Butte erklärt „die Region Weserbergland spricht sich definitiv für die Zertifizierung des Weser-Radweges aus. In unserem Zukunftskonzept ist der Weser-Radweg fest verankert und wir werden bis Ende des Monats einen Antrag zur Förderung der notwendigen Maßnahmen an das Land Niedersachsen stellen“.

Bei der abschließenden Diskussion waren sich alle Anwesenden einig, dass sich der Ausbau des Weser-Radweges zu einem Premium-Radweg für die Anrainer lohnen würde und eine Zertifizierung als gemeinsames Ziel angestrebt wird.




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