UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Hochofengruppe der Völklinger Hütte / Foto: © Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Oliver Dietze
Raumfoto Spiegelungen Aufzug / Foto: © Ralf Beil
Bild Drei Grazien auf der 6. Urban Art Biennale im Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Foto: © Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Oliver Dietze
Mentalgassi II / Foto: © Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Carl Veith
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Mentalgassi II

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das erste Industriedenkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung, das in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Es ist das einzige Eisenwerk dieser Zeit, das vollständig erhalten ist.

Nach der Stilllegung der Roheisenproduktion im Jahr 1986 wurde die Völklinger Hütte 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anfänge der Völklinger Hütte reichen bis zum Jahr 1873 zurück. Der erste Hochofen wurde 1883 angeblasen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt international herausragende Ausstellungen und ist Ort für außergewöhnliche Konzerte und Festivals.

Zu den Pionierleistungen der Völklinger Hütte zählen der Erzschrägaufzug und die Sinteranlage. Über den Erzschrägaufzug wurden die Rohstoffe mit einer Hängebahn zur Gichtbühne in 32 Meter Höhe transportiert. Die Gichtbühne verbindet die sechs Hochöfen der Völklinger Hütte. Dieses Transportsystem ist eine der Besonderheiten des Völklinger Eisenwerks. Die Sinteranlage bot die Chance, Reststoffe des Verhüttungsprozesses wie Feinerz und Gichtstaub zu recyceln. In Völklingen entstand eine der modernsten und zur damaligen Zeit auch größten Sinteranlagen Europas.

Ein Besuch im Weltkulturerbe Völklinger Hütte beginnt mit einer multimedialen Einführungsshow, die den ehemaligen Arbeitsalltag skizziert. Das größte Abenteuer ist der Aufstieg auf die Aussichtsplattform am Hochofen in 45 Metern Höhe. Von dort kann man die Industrielandschaft des Weltkulturerbes überblicken.

In der Völklinger Hütte, wo ab dem späten 19. Jahrhundert bis 1986 Schornsteine qualmten und ohrenbetäubender Lärm den Arbeitsalltag bestimmte, finden heute Konzerte und hochkarätige Ausstellungen statt. Industrie und Kultur verbinden sich auf einer Gesamtfläche von über 600.000 Quadratmetern zu einem einzigartigen Erlebnis.

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Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Städte Saarland | Saarland | Deutschland

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist eine von derzeit 39 Welterbestätten der UNESCO in Deutschland. In seiner Bedeutung steht es gleichberechtigt neben den ägyptischen Pyramiden, der Großen Mauer Chinas, dem Kölner Dom oder dem Great Barrier Reef in Australien. Ein Besuch im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist ein Abenteuer: tief hinein geht es in die dunklen Gänge der Möllerhalle, hoch hinauf führt der Anstieg in luftige Höhe auf die Aussichtsplattform am Hochofen.

Neben den wechselnden Ausstellungen können das ScienceCenter Ferrodrom® (Frühjahr bis Winteranfang) und der Industrielandschaftsgarten „Das Paradies“ besucht werden. Das ScienceCenter Ferrodrom® ist eine Erlebniswelt zum Thema Eisen und Stahl, die in spektakulärer Weise die Geschichte des Eisens mit der Geschichte der Völklinger Hütte verbindet. An Experimentier- und Mitmachstationen können Kinder und Erwachsene den Prozess der Eisengewinnung spielerisch nachvollziehen.

„Das Paradies“ ist der ‚wilde‘ Landschaftsgarten im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Das Gelände zwischen der ehemaligen Kokerei und der Saar wurde mehr als 20 Jahre lang sich selbst überlassen. Hier konnten sich Tiere und Pflanzen – wie im Garten Eden – frei entfalten und haben Stück für Stück das Gelände zurückerobert. Nach den Plänen von Catherina Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau entstand ein Landschaftsgarten von 33.000 m², der die Symbiose von Industrie und Natur in zwölf Gartenräumen inszeniert.

In der Erzhalle lagerten einst riesige Mengen von Erz. Heute ist sie ein Ort für Kunstausstellungen und ScienceCenter-Ausstellungen.

Die rostbraunen Staubwände und die begehbaren Silotaschen geben der Möllerhalle einen rauen Charme. Dies macht sie zu einem Ort für ungewöhnliche Kunstausstellungen, die bewusst Industriekultur für ihre Inszenierung nutzen. Alle zwei Jahre wird die Möllerhalle zum kongenialen Ausstellungsraum für die „UrbanArt Biennale®“ des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Sie zeigt bedeutende Positionen dieser Kunst des 21. Jahrhunderts.

Die größten Ausstellungen im Weltkulturerbe Völklinger Hütte haben ihren Platz in der Gebläsehalle mit den weltweit einmaligen Gebläsemaschinen.

Ausstellung THE WORLD OF MUSIC VIDEO

Raumfoto Spiegelungen Aufzug / Foto: © Ralf Beil

Die Großausstellung THE WORLD OF MUSIC VIDEO nimmt bis zum 16. Oktober 2022 die Geschichte und Gegenwart des Musikvideos in den Blick. Es geht um musikalische wie filmkünstlerische Qualität und um brennende Inhalte: KI, Klimawandel oder Genderfragen. Großleinwände scheinen zwischen den riesigen Gebläsemaschinen ebenso auf wie Monitore in intimeren Nischen.

Gültig von 22.01.2022 bis 16.10.2022

7. UrbanArt Biennale® 2022

Bild Drei Grazien auf der 6. Urban Art Biennale im Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Foto: © Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Oliver Dietze

Die Urban Art Biennale, eine der größten Werkschauen weltweit, zeigt bis zum 6. November 2022 internationale Positionen der Kunst, die sich aus Street Art und Graffiti entwickelt hat. Mehr Arbeiten als je zuvor sind in situ direkt für ihren Präsentationsort entstanden und erstmals führt der Urban Art-Parcours konsequent in die Stadt Völklingen hinein.

Gültig von 01.05.2022 bis 06.11.2022
Weltkulturerbe Völklinger Hütte I Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur
Rathausstr. 75-79, 66333 Völklingen zur Routenplanung

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