Auf den Brettern übers Wasser

Für einen kurzen Moment könnte man meinen, am Picadilly Circus zu sein. So sehr ähnelt der rote Doppelstockbus den legendären Wahrzeichen des Londoner Nahverkehrs. Doch dann schweift der Blick und sieht Wasser, das definitiv nichts mit Themse zu tun hat. Es ist viel Wasser. Flaches Wasser. Ruhiges Wasser. Weites Wasser. Es ist das Wasser des Saaler Boddens zwischen Ribnitz-Damgarten und Barth, zwischen Festland und der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Und es ist Wasser, das Kitesurfer magisch anzieht: Flippige Jungs und Mädels, die verrückte Sprünge und tollkühne Manöver lieben und gezogen von prall geblähten Windschirmen auf kurzen Brettern übers Wasser jagen.

Für sie alle ist der rote Doppeldecker doppelt wichtig. Zum einen, weil sein Fahrplan die Saison markiert. Sie beginnt, wenn er am 18. April aus dem Winterschlaf kommt und unübersehbar Stellung in Saal bezieht; und sie endet im Herbst, wenn er sich wieder trollt ins Depot. Zum zweiten, weil seine geballte Ladung an Top-Material und Sportkompetenz das Kite- und Windsurfen auch für all jene attraktiv macht, die keine eigene Ausrüstung haben oder den Umgang mit Brettern und Schirmen erst lernen wollen. Denn bevor die Lenkdrachensegelmeister spektakulär vom Himmel gleiten und ihre Show abziehen können, braucht es wie überall eine Menge Training und geeignete Reviere.

Diesbezüglich ist der Saaler Bodden eine exzellente Wahl. Der rund drei Quadratkilometer große hüfttiefe Stehbereich hat einen sandigen Untergrund und kann bei fast jeder Windrichtung befahren werden. In zweitägigen Kursen lernen Einsteiger hier zum Beispiel nicht nur die ersten Meter selbst zu kiten, sondern auch den Wasserstart, die Kite-Kontrolle und den Bodydrag – ein wichtiges Manöver, bei dem der Surfer vom Segel oder Drachen über beziehungsweise durch das Wasser gezogen wird. Bei allen Kite-Kursen sowie den mehrtätigen Kite-Camps der Supremsurf Surfschule in Saal ist sämtliches Material (Kites, Boards, Westen, Trapeze, Neoprenanzüge, Surfschuhe, Zubehör) übrigens ebenso inklusive wie ein Shuttle-Service von Rostock zum Surfbus auf die Saaler Wiese.

Wo es darüber hinaus so richtig zur Sache geht, weiß die eingefleischte Kite-Gemeinde natürlich ganz genau. Im Trend-Jargon und auf den ihr eigenen Infokanälen liest sich das dann zum Beispiel so: „Spots mit ultimativem Kite´n Thrill-Faktor findet ihr in Karlshagen – dort stören weder Buhnen noch Seebrücke den Kite-Spaß auf bis zu drei Meter hohen Wellen bei starken Ostwinden. Ückeritz – da gibt´s tricky Sprungschanzen weiter draußen. Gahlkow – richtig kabbelig bei 180° fahrbarer Windrange und herausfordernden Böen bei Wind WSW. Pritzwald – kleine Sprungschanzen und charakteristische Inselthermik für Leute, die ihre Freeride-Kompetenzen stärken möchten. Dranske – mauer Aufrigg-Platz, aber verstärkte O-Winde durch Inselprofil. Neu Mukran – actionlastig mit extrem großer Fetch-Welle trotz beachbrake bei Wind NO. Wustrow – hier tummelt sich die Szene vor allem zum "Jump and Style" und den "German Kitesurf Open". Warnemünde – Hot Spot mit eigenem Kite-Einstieg an Aufgang 13 und viel Beachlife.“ Und so weiter, und so fort.

Der Weg zu den schönsten Kite- und Windsurfrevieren in Mecklenburg-Vorpommern ist übrigens auch für Nicht-Insider kinderleicht zu finden – mit der Surfmap, einer speziellen Karte, die 55 Spots an der Ostseeküste und im Binnenland präsentiert. Überall dort finden Kite- und Windsurfer hervorragende Bedingungen vor; die Surfmap verrät aber auch, um welche Art von Revier es sich handelt, wie die Strände beschaffen sind oder wie es mit Wellen und Brandung aussieht. Darüber hinaus bietet sie Informationen für Wakeboarder und andere Wassersportler, zu Übernachtungsmöglichkeiten sowie Events im Land.

Standhaft bis zum Horizont

Neben dem Kitesurfen hat sich in den letzten Jahren überall und ziemlich erfolgreich eine zweite Trendsportart durchgesetzt, die Spaß und Fitness auf dem Wasser vereint. Wie der Name bereits verrät, steht Stand Up Paddling, kurz SUP, für aufrechtes Stehen auf speziellen Brettern, die mit einem langen Paddel bewegt werden. Früher ein Zeitvertreib für Surfer bei Flaute, ist SUP inzwischen zu einem populären Freizeitsport avanciert.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Stand Up Paddling erfordert keine besonderen Bedingungen und kein kompliziertes Equipment. Es ist leicht zu lernen, das Material einfach zu leihen. Man braucht natürlich Wasser, aber keinen Wind. Die eigenen Muskeln sorgen für Antrieb – das macht SUP zum exzellenten Fitnesstraining – einer tollen Kombination aus Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht. Jeder bestimmt selbst Tempo und Intensität – das macht SUP auch für Ungeübte attraktiv. Und nicht zuletzt: Ausrüstung und Kurse für dieses perfekte Workout an der frischen Luft gibt es in fast allen Surfschulen.

Ein weiteres Plus: Stand Up Paddling verbindet Bewegung und Naturerlebnis auf höchst angenehme Weise und ist überall problemlos machbar, wo wenigstens ein paar Zentimeter Wasser unterm Board fließen oder stehen. Natürlich führt kein Weg an der Ostsee vorbei, wo Könner auch Wellen problemlos meistern; aber auch und gerade im Binnenland spielt SUP seine Stärken aus – man gleitet lautlos übern See, hat praktisch keinen Tiefgang und paddelt in verschwiegene Winkel und versteckte Buchten, die für Boote nicht erreichbar sind. Und auch hier sei zum Schluss ein kurzer Abstecher in die Trendsportsprache gestattet – „Du kommst von A nach B oder chillst auf leicht plätscherndem Wasser dem Sonnenuntergang entgegen – ein Bild wie aus einem Film, in dem Du die Hauptrolle spielen kannst.“ Na dann!

Quelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Foto: © David Haller, LRA Donau-Ries
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