Auf ins Abenteuer

Ebenso viel Spaß wie die Strände des Landes bieten zahlreiche Veranstaltungen oder Touren im Nordosten. Die Geschichte von Wikingern, Germanen und Slawen erleben die kleinen Entdecker hautnah in Burgen oder Schlössern. Die Natur entdecken Wissensdurstige auf Erlebnispfaden in Natur- oder Nationalparks.

Auf Tuchfühlung mit der Natur – Entdeckungsreisen durch Rügener Schutzgebiete

Den Adlern ganz nah kommen kleine und große Gäste beispielsweise im „Naturerbe Zentrum Rügen“ in Prora. Ein 1250 Meter langer Baumwipfelpfad schlängelt sich durch den dichten Wald der Granitz. Vom so genannten Adlerhorst in 80 Metern Höhe, einem Aussichtsturm in Form eines riesigen Vogelnestes, können Besucher den Blick über große Teile Rügens schweifen lassen – von den Feuersteinfeldern bis zu den Welterbe-Buchenwäldern im Nationalpark Jasmund. Die kleinen und großen Besucher können dort eintauchen in die Entstehungsgeschichte der Insel Rügen. Darüber hinaus erfahren sie Wissenswertes über die einzigartige und schützenswerte Natur auf Deutschlands größter Insel.

Mit spannenden, überraschenden, kreativen und informativen Aktionen lockt zum Beispiel das „Naturerbe Zentrum Rügen“ ganzjährig Familien mit Kindern an. Regelmäßig wird zu Familienexkursionen bei den Feuersteinfeldern oder zu Touren unter dem Motto „Wer hat sich im Wald versteckt“ eingeladen. Auf Märchenwanderungen erfahren die kleinen Gäste alles über die Welt des Traumzauberbaumes. In den Naturwerkstätten bearbeiten kleine Künstler Bernsteine, das so genannte Gold der Ostsee, oder sie basteln aus Strandgut kleine Erinnerungsstücke. Wer keine Angst hat, nimmt an der Nachtwanderung am 30. August teil. Besonders gruselig wird sie allerdings nicht, denn es steht kein bedrohliches, sondern ein bedrohtes Wesen im Mittelpunkt: die Fledermaus. Zuvor können sich Interessierte im „Naturerbe Zentrum Rügen“ über die Tiere informieren oder beispielsweise Nisthilfen für die Fledermäuse gebaut werden.

Streifzug durch Rügens Entstehungsgeschichte

Ob Abenteurer, Forscher oder Romantiker – im Nationalparkzentrum Königsstuhl können die Gäste maßgeschneiderte Ausstellungen je nach Interesse besuchen. Auf vier Etagen streifen die Besucher durch die interaktive Erlebnisausstellung. Der Clou: Für jeden Zeitreisenden gibt es die passende Führung per Kopfhörer-System. Während die Großen zwischen Romantik, Neugier und Abenteuer wählen können, werden die Kleinen von Maus Mimi und Rabe Krax mit lustigen Geschichten durch die Erlebnis-Ausstellung begleitet. Darüber hinaus locken zahlreiche Aquarien, ein echter Eisberg oder das Multivisionskino mit dem Unesco-Welterbe-Film „Die Wanderung der Alten Buchenwälder“ von und mit Dirk Steffens die Gäste an.

Von Juli bis September ist im Außenbereich unweit des Königsstuhls das Forscherzelt aufgebaut, in dem die Kinder und Erwachsenen mit dem Maskottchen Krax das Unesco-Welterbe, die alten Buchenwälder, entdecken können. In diesem Zeitraum können sie auch an dem Familienquiz im Nationalparktheater oder bis Ende Oktober an der Erlebnisrallye teilnehmen. Weitere Informationen: www.ruegen.de, www.nezr.de, www.koenigsstuhl.com

Zapfenweitwurf und großes Krabbeln – Wandeln auf Erlebnispfaden

Die Natur- und Nationalparke des Landes bieten eine ganze Reihe thematischer Familienwanderungen an, auf denen einzigartige Aussichtspunkte angesteuert werden können oder Ranger Insidertipps verraten. Auf Exkursion zu „Waschbär, Biber & Co“ oder „Mit dem Eichhörnchen auf Spurensuche“ können sich Familien beispielsweise im Müritz-Nationalpark begeben. Darüber hinaus bieten Wege wie der Familien-Erlebnispfad Dargun tolle Wanderabenteuer. Auf dieser wahlweise eine oder zwei Stunden umfassenden Tour führt der Frischling „Scrofi“ Kinder zu 15 Stationen, an denen der Lebensraum Wald spielerisch und sportlich erlebt werden kann. Zu Entdeckungen des großen Krabbelns in der Bodenwelt mit ihren winzigen Bewohnern lädt eine Kriechröhre ein. Auf Spurensuche geht es bei den so genannten Trittsiegelpfützen, wo Tiere ihre Abdrücke hinterlassen, und Stimmen des Waldes gilt es bei den Vogelstimmenkästen zu erkennen. Ein Trimm-Dich-Pfad und eine Sinnesstrecke testen die Fitness kleiner Waldforscher. Hinweistafeln an jeder Station machen den Erlebnispfad darüber hinaus auch für Eltern zu einer Wissensfundgrube.

Auf der Rügeninsel Ummanz sind Familien auf eine spielerische Abenteuerreise auf den Erlebnispfad „Des Försters Wald“ eingeladen, wo sie beispielsweise Früchte des Waldes nicht nur an Infotafeln kennenlernen, sondern diese auch beim Zapfenweitwurf erproben können. Gleich mehrere Erlebnisstationen bergen Geheimnisse, die darauf warten gelüftet zu werden: Im Birkenwald können Eltern und Kinder auf einer Balancierstrecke zusammen ihre Geschicklichkeit testen und an einer interaktiven Drehscheibe viel Wissenswertes über den Kahlschlag im Birkenwald erfahren. An einem anderen Stopp wird das Geheimnis des schütteren Buchenwaldes gelüftet und wer gut zuhört, kann durch eine große Muschel die faszinierenden Waldgeräusche ganz nah hören. Auf einer lauschigen Insel laden übergroße Relax-Liegen, auf denen die ganze Familie Platz hat, zum gemeinsamen Träumen unterm Buchendach ein. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/familien-erlebnispfade

Fit wie die Großen: Ironkids auf Rügen

Etwas mehr Wettbewerbsatmosphäre als beim Zapfenweitwurf gibt es ganz in der Nähe der Rügeninsel Ummanz: beim Ironkids im Ostseebad Binz am 12. September 2015. Hier eifern Kinder den 1.200 Triathleten aus aller Welt nach: Am 12. September, einen Tag vor dem 2. Ironman 70.3 gehen die kleinen Sportler im Alter zwischen 6 und 14 Jahren an den Start. Sie schwimmen Distanzen von 25 bis 150 Metern in der Ostsee und erobern im Anschluss den Strand von Binz auf einer Laufstrecke von 200 bis 800 Metern. Der Start erfolgt nach Altersgruppen ab 14 Uhr an der Seebrücke Binz. Unterhalb des Kurplatzes laufen sie ins Ziel ein. Im Gegensatz zum tags darauf folgenden Wettkampf wird bei Ironkids jedoch keine Zeit gestoppt, sondern jedes Kind wird ein Sieger sein. Daher dürfen sich alle Kinder im Ziel über eine Medaille freuen. Leckere Verpflegung gibt es obendrein. Die Online-Anmeldung ist bis zum 10. September möglich. Weitere Informationen: www.ruegen.de

Schiffe entern, Schätze bergen – Piratenabenteuer im Nordosten

Rund um eisenharte Männer dreht sich auch alles beim Piraten Open Air in Grevesmühlen vom 26. Juni bis 5. September 2015. Der Abenteurer Capt’n Flint und seine Crew begeistern die ganze Familie mit atemberaubenden Stunts, unzähligen Spezialeffekten sowie einem allabendlichen Feuerwerk zwischen den Hansestädten Wismar und Lübeck. Die neue Episode trägt den Titel „Sturm über den Caymans“. Auch der legendäre Seeräuber Klaus Störtebeker erwartet hunderttausende Besucher auf der Insel Rügen. „Aller Welt Feind“ heißt die neue Aufführung bei den Störtebeker Festspielen, die vom 20. Juni bis zum 5. September auf der Naturbühne Ralswiek aufgeführt wird. Das größte Sommer-Open-Air-Schauspiel Deutschlands zieht jährlich mehr als 350.000 Zuschauer in den Bann. Weitere Informationen: www.piratenopenair.de, www.stoertebeker.de

Nicht nur zuschauen, sondern auch in See stechen, das können Kinder und Eltern zum Beispiel bei den Piratenfahrten mit der Reederei Adler-Schiffe. Die Hilfspiraten werden noch an Land vom Piratenkapitän eingekleidet und bewaffnet. Anschließend werden das Schiff geentert und die „Jolly Roger“-Fahne gehisst. Nun kann das Abenteuer starten. Auf großer Fahrt entspinnt sich mit Hilfe der Crew und jeder Menge Seemannsgarn ein herrliches Piratenspektakel mit Piratenmutproben, Meuterei, Gefangenen, Schatzsuche und einem zünftigen Bordschluck. Zum Abschluss lassen es die Seemänner noch mal richtig aus unserer Kanone knallen. Mama und Papa, Oma und Opa, Onkel und Tante müssen mitspielen – ob sie wollen oder nicht. Auch von Rostock aus können kleine Urlauber beispielsweise mit einem Piraten-Kutter in See stechen. Weitere Informationen: www.adler-schiffe.de, www.rostock.de

Abenteuer im magischen Recknitztal

Kinder, denen eine Medaille als Urlaubstrophäe nicht genug ist, können darüber hinaus im Recknitztal auf Schatzsuche gehen. In der Vogelparkregion bietet eine im Flusstal der Recknitz verortete Geschichte für Kinder Anlässe, die Gegend zu erkunden, Abenteuer zu erleben und dabei Zutaten und Zaubersprüche zu sammeln für das so genannte magische Amulett, das Eintritt in das Reich der Feen und Zauberer verspricht. Tizi Toll und Fiete Marlow sind die Hauptakteure, die Kinder auf ihrer Rundreise begleiten. Zusammengefasst sind ihre Abenteuer in einem 40-seitigen Büchlein, das die Gäste an allen touristischen Attraktionen im Recknitztal bekommen. Es regt beispielsweise an, selbst auf Rundreise zu gehen, eine Flugshow im Vogelpark Marlow zu erleben, sich auf die Spuren der jahrhundertealten Tradition der Salzherstellung in Bad Sülze zu begeben, den Zauber der Salztürme in Trinwillershagen zu spüren, regionale Köstlichkeiten zu probieren oder mit den Kranichen zu tanzen sowie zu wandern, zu radeln, zu reiten oder auf der Recknitz zu paddeln. Weitere Informationen: www.vogelparkregion-recknitztal.de

Per Rad zu Adlerhorst und Unterwasserwelt

Mecklenburg-Vorpommern gehört laut Radreiseanalyse 2015 des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) zu den drei beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands. Ganz besonders für Familien mit Kindern bietet die reizvolle Natur mit wenigen Steigungen und einem gut ausgebauten Wegenetz ideale Bedingungen für eine Tour mit dem Drahtesel. Pausen an Badestellen, Pferdekoppeln und Rastplätzen locken kleine und große Pedalritter. Radtouren führen kreuz und quer durchs Land: vorbei an glitzernden Seen und rauschenden Flüssen, durch den urigen Wald, über Wiesen und Felder und bis an die Ostseeküste – ein aktiver Urlaubsspaß für die ganze Familie. In vielen Orten gibt es Verleihstationen, die auch spontane Fahrten für Familien ermöglichen. Rastplätze am Wegesrand laden dabei immer wieder zum Picknicken ein und regelmäßige Stopps an Spielplätzen, Pferdekoppeln, Badebuchten oder Waldlichtungen sind willkommene Etappenziele für Mini-Biker und ihre Begleiter. Bei einer insgesamt 84 Kilometer langen Rundtour um Deutschlands größten Binnensee, die Müritz, wechseln sich beispielsweise maritimes Treiben in den Hafenorten und stille, urwüchsige Natur im nahegelegenen Müritz-Nationalpark ab.

Unterwegs laden reichlich Badestellen und Picknickplätze zum Rasten ein. Abenteuerlustige Kinder staunen und lernen etwa im Müritzeum, das unter anderem die Unterwasserwelt der Mecklenburgischen Seenplatte erlebbar macht, oder in der Adlerbeobachtungsstation Federow, die einen Einblick in den Horst einer Fischadlerfamilie ermöglicht. Und wer mit der ganzen Familie gleichzeitig in die Pedale treten möchte, kommt bei einer Draisinentour so richtig in Fahrt. Hier kann die ganze Familie Platz nehmen und auf Schienen durch die unberührte Natur Mecklenburg-Vorpommerns fahren. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/familienradwandern

Quelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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