Autostadt ausgezeichnet als Offizielle Maßnahme der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat am Mittwoch, 30. April 2014, in der Autostadt in Wolfsburg vorbildliche Bildungsinitiativen zu „Offiziellen Maßnahmen der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ernannt. Als eine von insgesamt zehn Initiativen wurde das Curriculum Mobilität in der Autostadt mit dem Siegel geehrt. Unter den ebenfalls ausgezeichneten Maßnahmen sind das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm ENSA der Gesellschaft Engagement Global aus Berlin, das Netzwerk Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern, die Initiative „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ des Vereins Umweltlernen in Frankfurt am Main und das partizipative Ökogroßprojekt Emscher-Umbau. Der Festakt im automobilen Themenpark war die letzte Auszeichnungsveranstaltung im Rahmen der in diesem Jahr endenden UN-Dekade.

„Dekade-Maßnahmen sind Leuchttürme der Bildung für nachhaltige Entwicklung“, erklärte Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade, der die Auszeichnungen überreichte. „Sie haben überregionale Strahlkraft und leisten einen ganz besonderen Beitrag zur systematischen Verankerung des Konzepts BNE im deutschen Bildungswesen.“ Diese Verankerung müsse in allen Bildungsbereichen weiter fortschreiten, erklärte Georg Weßling, Leiter des Referats für Schulpsychologie, Prävention, Mobilität, Gesundheitsförderung, Schulsport und Bildung für nachhaltige Entwicklung beim Niedersächsischen Kultusministerium: „Wir, die wir heute im Bereich der Bildung Verantwortung tragen – sei es für Schulen, für Universitäten, in der Erwachsenenbildung oder auch in der Ausstellungspädagogik – sind verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass diejenigen, welche künftig die Verantwortung für unsere Welt tragen sollen, dafür gerüstet sind.“ "Die Anerkennung als „Offizielle Maßnahme der UN-Dekade“ ist für uns eine besondere Auszeichnung. Sie würdigt die Arbeit, die wir vor über zehn Jahren in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium begonnen haben. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird in der Autostadt erlebbar gemacht und die Ernennung zur Dekade-Maßnahme unterstreicht, dass wir mit dem Curriculum Mobilität damals einen Ansatz gewählt haben, der beständig an Aktualität gewonnen hat" sagt Dr. Michael Pries, Leiter der Inszenierten Bildung der Autostadt.

Die Autostadt in Wolfsburg ist vom Niedersächsischen Kultusministerium als außerschulischer Lernort anerkannt und setzt als dessen Kooperationspartner das Curriculum Mobilität seit mehr als zehn Jahren in zahlreichen Workshops, Arbeitsmodulen, Führungen und Veranstaltungen um. Das Curriculum wurde 2002 in Niedersachsen eingeführt und löste die traditionelle Verkehrserziehung ab. Mit ihm wurde für Schulen eine Möglichkeit geschaffen, auf die Problematiken des gesellschaftlichen Schlüsselthemas Mobilität zu reagieren, die Einrichtungen konnten eigenverantwortlich und ganz individuell damit arbeiten. Der fächerintegrative Ansatz wendet sich an alle Schulformen und repräsentiert ein im deutschsprachigen Raum nach wie vor einmaliges pädagogisches Konzept. Der Katalog aller „Offiziellen Maßnahmen“, zu dem das Curriculum Mobilität in der Autostadt ab sofort zählt, ist ein wichtiger Bestandteil des Nationalen Aktionsplans und zeigt, welche Fortschritte und Ergebnisse die deutsche Dekade-Umsetzung erzielt. Maßnahmen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Teilziele des Nationalen Aktionsplans für Deutschland. Die Auszeichnung einer Maßnahme gilt auch über das Ende der Weltdekade hinaus, wird somit „auf Lebenszeit“ vergeben.

Quelle: TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN)

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