Bad Mergentheim feiert 2026 200 Jahre Quellen und 100 Jahre Bad
Am 13. Oktober 1826 machte der Schäfer Franz Gehrig das, was er immer zu tun pflegte: Er weidete seine Herde am Ufer der Tauber. Doch an diesem Tag war etwas anders: Gehrigs Blick fiel auf ein kleines, klar fließendes Rinnsal, zu dem die Tiere immer wieder traten. Er kostete von dem Wasser; es schmeckte bitter und salzig.
Was der Schäfer in diesem Moment nicht ahnt: Dieser Tag sollte die Geschichte verändern. Denn Franz Gehrig hatte soeben die Wilhelmsquelle entdeckt – ein Wasser, das bald als heilkräftig beschrieben wurde und zum Ausgangspunkt für eine neue wirtschaftliche und kulturelle Identität wurde. Der Fund wurde zum Ausgangspunkt einer Entwicklung, die bis heute Menschen an diesen Ort führt, die Gesundheit und Entspannung suchen oder die heilenden Kräfte der Quellen in ihren Alltag integrieren wollen.
2026 feiert die Gesundheitsstadt Bad Mergentheim im Lieblichen Taubertal und im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern, Hessen zwei prägende Meilensteine: die Entdeckung der heilenden Quellen vor 200 Jahren und die Ernennung der Stadt zum „Bad“ vor genau 100 Jahren. Nach gesicherten Erkenntnissen waren die Bittersalzquellen sogar schon in der Bronzezeit bekannt. Vermutlich wurden die Quellen durch Naturereignisse verschüttet und gerieten für 3.000 Jahre in Vergessenheit, bis Gehrig sie wiederentdeckte.
Heute zählt Bad Mergentheim mit jährlich knapp 700.000 Gästeübernachtungen zu den Top 15 der Urlaubsdestinationen in Baden-Württemberg. Mit elf renommierten Kliniken, darunter die Kliniken Dr. Vötisch, die Fachklinik Schwaben, die Kitzberg-Klinik und das Diabetes Zentrum Bad Mergentheim, gehört die Stadt heute zu den führenden Gesundheitskompetenzzentren Süddeutschlands.
Zu Gast in Bad Mergentheim
Liebliches Taubertal | Baden-Württemberg | Deutschland
Gesund kuren in Bad Mergentheim, dem internationalen Stoffwechselheilbad und Gesundheitskompetenz-Zentrum an der Romantischen Straße. Baden-Württembergs größte Kurstadt mit den 4 berühmten Quellen ist bekannt für die einzigartige Vielfalt moderner Kurhäuser, Sanatorien und Kurkliniken und ihre Gastfreundschaft.
Die Kur- und Stadtverwaltung Bad Mergentheim gestalten das Jubiläumsjahr 2026 gemeinsam. Während die Stadtverwaltung überregionale Großveranstaltungen und stadtweite Formate verantwortet, setzt die Kurverwaltung eigene Akzente mit kurbezogenen Veranstaltungen, Inszenierungen und kulturellen Höhepunkten rund um die Themen Gesundheit, Geschichte und Kurtradition.
Der bemerkenswerte Aufstieg der Stadt bildet 2026 den Rahmen für ein ganzes Jahr voller Veranstaltungen, kultureller Höhepunkte und besonderer Inszenierungen und rückt zugleich die Entwicklung Bad Mergentheims zur Gesundheitsstadt von überregionaler Bedeutung in den Fokus. Aus dem Quellfund entwickelte sich über die Jahrzehnte ein anerkannter Kur- und Gesundheitsstandort. Heute verfügt die Stadt über vier Heilquellen – die Wilhelms-, Karls-, Albert- und Paulsquelle – und verbindet gewachsene Kurtradition mit einzigartiger Gesundheitskompetenz.
„Wir wollen 2026 diese Entwicklung sichtbar und erlebbar machen”, sagt Julia Krupka, Marketingleiterin der Kurverwaltung Bad Mergentheim. Das Ziel des Jubiläumsjahres ist es, die Herkunft und die Zukunft der Stadt miteinander zu verbinden: die historische Bedeutung der Quellen, den Aufstieg zur Kurstadt und die Rolle Bad Mergentheims als Gesundheitsstandort im Süden Deutschlands. „Das Jubiläumsjahr lädt Gäste und Einheimische gleichermaßen dazu ein, diese Geschichte neu zu entdecken – im Kurpark, bei Veranstaltungen, in Ausstellungen und beim gemeinsamen Feiern eines besonderen Kapitels der Bädergeschichte“, so Krupka.
Ein zentraler Schauplatz der Feierlichkeiten ist der Kurpark. Über das Jahr hinweg wird er zur Bühne des Jubiläums – mit analogen und digitalen Elementen, künstlerischen Installationen und immer neuen Überraschungen.
Geplant ist unter anderem ein interaktiver Geschichtspfad, der die Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise durch 200 Jahre Kurgeschichte mitnimmt. Symbolische Installationen wie eine florale „1826“, eine Schäferfigur mit Schafherde aus Cortenstahl, Illuminationen und digitale Highlights greifen den Ursprung der Quellenentdeckung auf und interpretieren ihn zeitgemäß.
Bereits ab April lädt die Ausstellung „Park-Art – Kunst trifft Kurpark” dazu ein, Kunst im Spannungsfeld von Natur, Geschichte und Gegenwart zu erleben. Ergänzt wird das Jubiläumsbild durch wechselnde Inszenierungen im Park, die den Jahresverlauf begleiten und immer wieder neue Blickwinkel auf Geschichte, Natur und Kurtradition eröffnen.
Ein weiterer Höhepunkt ist der offizielle Festakt im Oktober 2026. Zu den weiteren Event-Höhepunkten zählen der 21. Regionale Bauernmarkt am 14. Juni, das große Kurparkfest mit Illumination am 18. Juli sowie das Taubertäler Weindorf am 7. und 8. August. Im Herbst folgt mit dem eigens entwickelten Theaterstück „Die Quellen von Bad Mergentheim” ein kultureller Höhepunkt, der die Kurgeschichte der Stadt szenisch beleuchtet. Die Aufführungen finden am 25., 26. und 27. September statt.
Ein besonderer historischer Bezugspunkt ist das Jubiläumswochenende am 16. und 17. Oktober. Rund um den Jahrestag der Quellenentdeckung erinnern ein offizieller Festakt und ein Jubiläumsball an die Anfänge des Kurwesens. Den Abschluss des Jahres bildet der Weihnachtsmarkt im Kurhaus vom 27. bis 29. November. Begleitend dazu erscheinen weitere Formate, darunter eine Chronik zum Jubiläum aus der Geschichtswerkstatt Bad Mergentheim.
Darüber hinaus bereichern auch von der Stadtverwaltung organisierte, überregionale Veranstaltungen das Jubiläumsjahr, darunter die Baden-Württembergischen Literaturtage vom 11. September bis zum 11. Oktober sowie das Stadtfest mit Regionaltag am 26. bis 28. Juni 2026.
Mehr zum Jubiläumsjahr gibt es unter www.visit.bad-mergentheim.de.
Quelle: Kurverwaltung Bad Mergentheim GmbH
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