Barrierefrei durch Siegerland-Wittgenstein

Der Anfang ist gemacht. Mit dem Hotel Pfeffermühle, Siegen, dem Museum Wilnsdorf, dem Haus des Gastes Bad Laasphe mit seinen Veranstaltungsräumlichkeiten und der Touristinformation der Tourismus, Kur und Stadtentwicklungs GmbH und der Geschäftsstelle des Touristikverbandes Siegerland- Wittgenstein im Kreishaus in Siegen beweisen vier ganz unterschiedlich angesiedelte Leistungsträger, dass Barrierefreiheit machbar ist. Ein immer wichtiger werdendes Kriterium – angesichts der Tatsache, dass Barrierefreiheit für etwa 10 % der Bevölkerung unentbehrlich, für 40 % hilfreich und für 100 % komfortabel ist. Doch was genau verlangt das Thema Barrierefreiheit im Detail, wenn es nicht – wie oft vermutet – allein um Rollstuhl- und Rollatorfahrer geht, sondern auch um Erleichterungen für große Teile der Bevölkerung? Welche Hürden gilt es für Menschen mit mehr oder weniger stark ausgeprägten Einschränkungen beim Sehen, Hören, Laufen oder Wahrnehmen im Alltag zu meistern? Und auf welche fundamentalen, aber auch kleinen Dinge kommt es an, will man sich als barrierefreier Betrieb, Ort oder gar Urlaubsdestination profilieren?

Mit dieser Thematik haben sich die vier Vorreiter in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. In einer eintägigen Sensibilisierungsschulung haben sie gelernt, Ausstattung und Service ihres Hauses aus Sicht von seh-, hör- oder gehbehinderten Menschen zu sehen. In einem 5 bzw. 9 Module umfassenden Online-Seminar haben sie die Grundlagen des barrierefreien Bauens und Gestaltens kennengerlernt, Tipps und Hinweise für Servicequalität und Marketing erhalten und sich mit den Zusatzthemen Führungen, Verkehr, Vernetzung und Umgang mit den Gästen auseinandergesetzt.

Danach ging es an die Umsetzung im eigenen Betrieb, an die sich die Überprüfung durch externe, speziell geschulte Erheber anschloss. Denn: Die Basis für die Auszeichnung als Barrierefreier bildet nicht die Selbsteinschätzung des Betriebes, sondern eine objektive Begehung.

„Ein Weg, der kein leichter ist, wohl aber ein lohnender“, resümiert Bürgermeisterin Christa Schuppler, die sich über das gute Abschneiden des Museums Wilnsdorf freut: „denn Anzahl aktivitäts- und mobilitätsbehinderter Menschen nimmt Demographie bedingt beträchtlich zu.“ Darauf gilt es mit neuen Angeboten in Sachen Service, Bewegungsfreiheit und Aufenthaltsqualität zu reagieren, das hat auch der Touristikverband erkannt und hofft nun auch darauf, dass viele Anbieter der schon bestehenden barrierefreien Angebote bereit sind, sich zertifizieren zu lassen. „Nur so können wir die großen Wachstumspotenziale des Segments Barrierefreier Tourismus nutzen und damit in die landesweite Vermarktung gehen.“ ergänzt Roswitha Still „An eine Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport ist nur zu denken, wenn die Orte auch barrierefrei zugänglich sind. Die ersten Zertifizierungen sind ein vielversprechender Startschuss für eine hoffentlich kreisweite Entwicklung.“ sagt Reiner Jakobs, der für den Kreis Siegen-Wittgenstein mit der Entwicklung des Inklusionsprozesses beauftragt ist.

Darüber hinaus sieht der Touristikverband neben der Aufwertung und Auszeichnung der Produktqualität auch klare Wettbewerbs- und Marketingvorteile für die vier erfolgreichen Probanden: „Die Nachfrage nach barrierefreien Angeboten ist da und will bedient werden. Außerdem wird das Thema Barrierefreies Reisen unter dem Titel „Reisen für Alle“ NRW- und bundesweit durch die touristischen Institutionen gefördert und beworben. Wer mitmacht, wird über Broschüren Einträge in entsprechenden Internetportalen kostenlos vermarktet.“

Interessierte Betriebe sollten sich beim Touristikverband melden. Nicht zuletzt, weil es inzwischen zu Wartezeiten kommt, da die Zahl interessierter Leistungsträger bundesweit sehr groß ist und alle Ergebnisse zentral in Berlin erfasst und ausgewertet werden müssen.

Quelle: Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e. V.

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