Binz aktiv - Biken und Wandern in drei Naturschutzgebieten

Ab September hat man den kilometerlangen Sandstrand von Binz wieder fast für sich allein. Ideal für ausgedehnte Spaziergänge oder um ungestört zu joggen oder zu walken. Jetzt ist das Ostseebad auch der perfekte Ausgangspunkt, um die Natur ganz beschaulich beim Wandern oder bei einer Radtour in einem der drei Naturschutzgebiete zu erleben: Bunt leuchtet das Laub in den Buchenwäldern der Granitz, in der Schmalen Heide blüht das Heidekraut, und am Naturschutzgebiet Schmachter See – nur wenige Schritte entfernt von der Binzer Hauptstraße – segelt mit etwas Glück ein See- oder Fischadler vorbei.

Die Granitz – Wandern im Wald und gleichzeitig am Meer
Die Granitz ist ein fast 1000 Hektar umfassender bewaldeter Höhenrücken und wird im Nordwesten vom Ostseebad Binz begrenzt. Das Naturschutzgebiet gehört zum Biosphärenreservat Südost-Rügen und ist durch einen reichen Bestand an Buchen und Traubeneichen sowie die hügelige Landschaft gekennzeichnet. Die wichtigsten Wanderwege in der Granitz sind ausgeschildert und führen über das Ostseebad Sellin weiter hinein ins Biosphärenreservat. Viele Tierarten fühlen sich hier wohl und können mit etwas Glück gesichtet werden. Der etwa sechs Kilometer lange Hochuferweg oberhalb der Steilküste bietet fantastische Ausblicke in die Binzer Bucht, die Prorer Wiek, und nach Sassnitz zur Kreideküste. Der Nordweg führt etwa sieben Kilometer durch die Granitz, vorbei an der Teufelsschlucht, dem Kesselmoor „Große Wiese“, dem Schwarzen See und der Kreuzeiche.

Ein schönes Ausflugsziel mitten im Granitzer Wald, nur eine kurze Wanderung oder Fahrradfahrt von Binz entfernt, ist das „Jagdschloß Granitz“. Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ließ es sich von 1837 bis 1851 erbauen. Im Erd- und Obergeschoss befinden sich Ausstellungsräume, die den Fürsten, das Schloss und die Geschichte Rügens lebendig werden lassen. Der 38 Meter hohe Turm bietet einen traumhaften Ausblick über die Insel, denn das Schloss steht auf dem 106 Meter hohen Tempelberg, der höchsten Erhebung Rügens.

Apropos Ausblick, mutige Wanderer gelangen im Jagdschloss über eine filigrane Wendeltreppe mit 154 Stufen zu einer der schönsten Aussichtsplattformen der Insel. Jeden Donnerstag wird eine geführte Wanderung in das Naturschutzgebiet Granitz und zum Jagdschloss, dem meist besuchten Schloss Mecklenburg-Vorpommerns, angeboten. Von Mai bis September organisiert die Kurverwaltung Ostseebad Binz bei Vollmond Nachtwanderungen. Die Anfahrt zum Schloss ist auch mit der beliebten Rügener Schmalspurbahn „Rasender Roland“ möglich.

Der Schmachter See und die Feuersteinfelder
Der Schmachter See liegt nur wenige Schritte entfernt von der Binzer Hauptstraße und ist Bestandteil des gleichnamigen Naturschutzgebietes. Damit die Natur nicht gestört wird, führen Rad- und Wanderwege weiträumig um den See – mit Blick auf Schilfgürtel, artenreiche Wiesen und Bruchwälder. Mit etwas Glück schwebt ein See- oder Fischadler vorbei. Am und im Gewässer lebt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, 40 davon stehen auf der Roten Liste. Etwa sieben Kilometer nördlich von Binz erstrecken sich die Feuersteinfelder, grau-weiß schimmernde Geröllwälle. Sie entstanden vor ca. 3.500 bis 4.000 Jahren. Durch eine Serie von Sturmfluten wurden im Naturschutzgebiet Schmale Heide zwei bis vier Meter mächtige Wälle von Feuersteinen aufgespült. Besonders Kinder halten bei einer Wanderung immer Ausschau nach sogenannten „Hühnergöttern", Feuersteinen mit einem Loch darin, denen man nachsagt, dass sie dem Finder Glück bringen.

Mit dem Rad unterwegs
Ab Binz führen einige der schönsten Radwanderwege über die Insel Rügen. Auf ihnen kann man auf eigene Faust oder geführt z.B. entlang der beliebten Bäderküste in Richtung Göhren fahren. Geführte Radtouren in Richtung Prora, Mukran und Feuersteinfelder finden von April bis Oktober jeden Dienstag statt. Das passende Fahrrad gibt es in mehreren Verleihstationen sowie in vielen Hotels im Ostseebad Binz. Die Busse auf Rügen und die Schmalspurbahn „Rasender Roland“ bieten Mitnahmemöglichkeiten für die Drahtesel an. Seit 2010 ist Rügen zudem die nördlichste movelo-Region Deutschlands. Hinter dieser Marke verbirgt sich ein flächendeckendes Verleihsystem für Elektrofahrräder und Akku-Wechselstationen.

Quelle: Kurverwaltung Ostseebad Binz

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