BRÜCKE-Besuch aus der Schweiz - Erich Heckel, E.L. Kirchner,Otto Mueller, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff

Mit einem aus rund 40 Papierarbeiten bestehenden Sammlungs-Ausschnitt von Werken der BRÜCKE-Mitglieder Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff erweitert der Verein nach der Ausstellungspremiere im vergangenen Herbst sein Ausstellungsspektrum um die maßgeblichen Künstler im Umfeld von E. L. Kirchner, und zwar im Wesentlichen im Zeitraum zwischen der Gründung der BRÜCKE 1905 und dem Ersten Weltkrieg.

Ernst Ludwig Kirchner lebte bereits acht Jahre in der Schweiz, als er nach der Rückkehr von seinem einzigen Deutschland-Besuch das monumentale und hintergründige Gemälde „Eine Künstlergruppe“ schuf. Er stellt sich dort selbst neben den Mitbegründern der BRÜCKE, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff, dar, während vor ihm das Brücke - Mitglied Otto Mueller kauert, dem Kirchner sehr verbunden war.

Das 1926 entstandene Gemälde, welches eindrucksvoll die komplizierten psychologischen Beziehungen der Künstler untereinander auslotet, ist ein Zeugnis dafür, dass sich Kirchner noch in der Schweiz intensiv mit seiner ehemaligen Kunst- und Lebensgemeinschaft BRÜCKE auseinandersetzte, und dass seine Biographie und sein Werk von jenem der ehemaligen Freunde nicht zu trennen sind.

Als nach Kirchners Tod der größte Teil seines Nachlasses in der Schweiz verblieb, gelangten dort einzelne Teile daraus zu verschiedenen Privatsammlern, die ihr Kirchner-Konvolut mit Arbeiten der Brücke-Künstler zu ergänzen suchten. Daher wurde die Schweiz geradezu ein Hort für Privatsammlungen der BRÜCKE.

So erhält nun auch das Kirchnerhaus in Aschaffenburg seinen „BRÜCKE-Besuch aus der Schweiz“. Neben einem kleinen Bereich von Zeichnungen sind die Exponate überwiegend in den graphischen Techniken des von den BRÜCKE-Künstlern wiederbelebten Holzschnitts, aber auch der Lithographie und der Radierung gearbeitet.

Sie wurden von ihnen nicht als Mittel der Vervielfältigung genutzt, sondern als individuelle künstlerische Ausdrucksformen betrachtet und in meist sehr kleinen Auflagen gedruckt, die oftmals in verschiedenen „Zuständen“ nochmals variiert wurden. Das gibt ihnen heute einen besonderen Seltenheitswert.

Die Arbeiten der BRÜCKE-Künstler wurden dem KirchnerHAUS Aschaffenburg e.V. von einem Schweizer Sammler-Ehepaar zur Präsentation in Kirchners Geburtshaus zur Verfügung gestellt. Die Durchführung des Projektes wurde besonders durch eine großzügige Spende der RNK Stiftung Vaduz ermöglicht.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.info-aschaffenburg.de

Quelle: Kongress- und Touristikbetriebe der Stadt Aschaffenburg

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