Die schönsten Märchenschlösser und Ritterburgen im Süden
Prunkvolle Gemächer, geheime Gänge, finstere Verliese und prachtvolle Gärten: In den Burgen und Schlössern in Baden-Württemberg können Gäste den Zauber vergangener Zeiten spüren, märchenhafte Momente erleben und selbst Teil ihrer Geschichte werden. Ob auf Götz von Berlichingens Burg Hornberg im Odenwald, im Romanschloss Lichtenstein auf der Schwäbischen Alb oder bei einem Besuch der geschichtsträchtigen Meersburg am Bodensee – überall können sie sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt fühlen.
Feiern wie Götz von Berlichingen: Burg Hornberg
Ihre malerische Lage auf einem Bergsporn über dem Neckartal, die vielen Türme und die wehrhaften Mauern machen sie zum Inbegriff einer mittelalterlichen Adelsburg. Bewohnt und betrieben wird sie von der Baronsfamilie von Gemmingen-Hornberg. Als berühmtester Bewohner gilt jedoch der Ritter Götz von Berlichingen. Das historische Vorbild für Goethes gleichnamiges Drama lebte und starb auf der Burg im Odenwald. Dort kann man nicht nur seine Originalrüstung bestaunen, sondern auch fürstlich schlemmen, feiern und übernachten.
Nostalgischer Sehnsuchtsort: Schloss Heidelberg
Baden-Württembergs wohl berühmteste Schlossanlage ging aus einer ehemaligen Burg hervor und erhielt ihre heutige Gestalt während der Renaissance. Bereits am Ende des 17. Jahrhunderts fiel das Schloss den Zerstörungen des Pfälzischen Erbfolgekriegs zum Opfer. Während der Romantik wurde die Ruine schließlich wiederentdeckt, was Heidelberg zum Sehnsuchtsort vieler Maler und Dichter machte. Heute gehört das Schloss zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Land. Bei launigen Kostüm- und Dialektführungen können seine Geheimnisse entdeckt werden.
Gartenkunst und Pferdestärken: Schloss Langenburg
Mit dem Ende des Mittelalters ging auch die Zeit der Ritter und ihrer Burgen zu Ende. Die Angehörigen des Adels errichteten sich komfortable Schlösser, die ihre wehrhafte Funktion weitgehend aufgaben. Schloss Langenburg, bis heute Residenz der fürstlichen Familie zu Hohenlohe-Langenburg, wurde zwischen 1610 und 1616 entsprechend umgestaltet. Jährlich am ersten Septemberwochenende bieten die Fürstlichen Gartentage Blumenfreunden und Hobbygärtner:innen ein Fest für die Sinne. Und das Deutsche Automuseum im ehemaligen Marstall eröffnet Autofans und Nostalgikern eine Welt voller Innovation und Erfindergeist.
Barocke Blüte: Schloss Ludwigsburg
Vor den Toren Stuttgarts ließ sich Herzog Eberhard Ludwig Anfang des 18. Jahrhunderts eine Residenz nach dem Vorbild von Versailles errichten. Das nach dem Herzog benannte Schloss Ludwigsburg, das schon bald von der gleichnamigen Residenzstadt Ludwigsburg umgeben war, ist eine der größten erhaltenen barocken Schlossanlagen. Es veranschaulicht seinen Gästen das Leben bei Hofe wie kaum ein anderes Schloss. Im Märchengarten des „Blühenden Barock” entführen Froschkönig, Dornröschen, Rapunzel und Co. große und kleine Gäste außerdem in ihre fantastische Welt.
Wahrzeichen mit Weitblick: Burg Hohenzollern
Mit ihrer charakteristischen Silhouette und einzigartigen Lage ist die Burg am Rande der Schwäbischen Alb das Wahrzeichen einer ganzen Region. Ab 1850 ließ das hochadlige Geschlecht der Hohenzollern die Anlage auf dem Areal ihrer Stammburg neu errichten. Die Burg ist bis heute im Besitz der Familie und bietet das ganze Jahr über spannende Führungen und stimmungsvolle Veranstaltungen: vom Open-Air-Kino im Burghof im Sommer bis zum Königlichen Winterzauber mit Lichterglanz, Glühwein und Waffeln im Winter.
Märchenhafte Kulisse: Hohenzollernschloss Sigmaringen
Stolz und prächtig erhebt sich der Stammsitz der Sigmaringer Linie der Hohenzollern über der Donau. Mit seinen vielen Türmchen, Erkern und Toren weckt das Schloss unwillkürlich Erinnerungen an schlafende Prinzessinnen und mutige Recken. Dieses Potenzial erkannten auch schon nationale und internationale Filmcrews, die das Schloss als Kulisse für diverse Märchen- und Historienfilme wählten. Bei der als Gruppentour angebotenen Ritterführung erobern Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren, die als Ritter und Burgdame verkleidet sind, das Schloss und tauchen in seine Geschichte ein.
Romanschloss der Romantik: Schloss Lichtenstein
Hoch auf einem steilen Felsen gelegen, ist das Hauptgebäude mit dem runden Bergfried und einer Zugbrücke schon von weitem zu erkennen. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die einstige Burg dem Dichter Wilhelm Hauff. Seine Beschreibung im 1826 erschienenen Roman „Lichtenstein” faszinierte den Grafen von Württemberg so sehr, dass er den Felsen mit der Ruine kaufte und ab 1840 eine neue Festung nach dem beschriebenen Vorbild erbauen ließ. Wer nach dem Besuch des Romanschlosses noch aktiv werden möchte, kann sich in den elf Kletterparcours im angrenzenden Abenteuerpark in luftige Höhen wagen.
Ritterburg trifft Jugendherberge: Burg Wildenstein
Die Bauzeit von Burg Wildenstein liegt weit zurück im 13. Jahrhundert. Heute empfängt sie ihre Gäste als frühneuzeitliche Festung, zu der sie im 16. Jahrhundert umgebaut wurde. Aus dieser Zeit stammen auch die großflächigen Wandmalereien im Speisesaal der heute als Jugendherberge genutzten Anlage. Aufgrund der ausladenden Burggräben ist ihr Inneres nur über Brücken erreichbar. Der grandiose Ausblick von der Spornburg diente den Burgherren einst als Frühwarnsystem, heute macht er vor allem Lust auf Ausflüge ins Donautal, das sich zu Füßen der Burg erstreckt.
Geliebte Geschichte: Schloss Waldburg
Erhaben auf einem Hügel im Landkreis Ravensburg gelegen, blickt die Waldburg auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück und bietet eine überragende Aussicht auf die Region Oberschwaben, den Bodensee und die Alpen. Doch auch in ihrem Inneren gibt es einiges zu sehen. Mit einem angestaubten Museum hat das Stammhaus der Waldburger nämlich nicht viel gemein: In der digitalisierten Burg gibt es sprechende Porträts berühmter Persönlichkeiten. Man kann sich per App durch die Räume führen lassen und sich im Foto-Shooting-Raum oder am Insta-Selfie-Point auf dem Dach verewigen. Dazu finden das ganze Jahr über besondere Events statt.
Wehrhafte Festung am See: Burg Meersburg
Hinter den Mauern der Meersburg am Bodensee verbergen sich mehr als 1.000 Jahre Geschichte. Einer alten Sage nach legte der Merowingerkönig Dagobert im 7. Jahrhundert den Grundstein für den strategisch günstig auf einem Molassefelsen errichteten Stützpunkt. Über die Jahrhunderte lebten und wirkten hier viele Könige, Kaiser und Fürstbischöfe. Die Festung wurde angegriffen und belagert, aber nie bezwungen oder zerstört – ein Alleinstellungsmerkmal, das eine Zeitreise durch verschiedene Epochen ermöglicht. Für Kinder gibt es ein Quiz mit Fragen zum Leben auf der Burg.
Quelle: TMBW Tourismus-Marketing Baden-Würrtemberg
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