Dinosaurier, Römer & der Planet Pluto sind die Stars beim 111. Deutschen Wandertag im Osnabrücker Land

Als ein wahres Paradies bezeichnen Wanderer das Osnabrücker Land. Dafür sprechen nicht nur die reizvollen Landschaften, die sich vom Wiehengebirge und dem Teutoburger Waldes bis in die norddeutsche Tiefebene und zu den einzigartigen Moorflächen erstrecken. Auch mit einem gepflegten Wegweiser-System hat sich das Osnabrücker Land bei Wanderfreunden bereits einen Namen gemacht. Kein Wunder, dass im August 2011 der diesjährige Wandertag in Melle stattfindet, ein idealer Startpunkt für Wanderungen durch das Osnabrücker Land.

Wundervolle Aussichten von den Höhenzügen des Teutoburger Waldes genießen, entspannt auf den Spuren mystischer Steine wandern, unterwegs sein auf dem „DiVa Walk“ oder Schritt für Schritt von Mühle zu Mühle spazieren. Auf zahlreichen markierten Wanderwegen könnte man wochenlang durch das Osnabrücker Land laufen, ohne dass es einem langweilig wird. Allein 2.000 Kilometer Wanderwege verknüpfen das Osnabrücker Land und gleich vier spezielle Themenwege mit ganz unterschiedlichen Charakteren erfreuen das Wanderherz. Dabei wechseln sich ebene Strecken mit sanft geschwungenen Passagen ab, dichte Wälder werden abgelöst von hügeligen Landschaften oder weiten parkähnlichen Niederungen. Allein auf dem DiVa Walk liegen gleich zwei geschichtliche Höhepunkte der Varus-Region. Zum einen trifft man in Bad Essen auf die Spuren von Dinosauriern, die sich hier vor 150 Millionen Jahren mit ihren Trittsiegeln verewigt haben und zum anderen macht man Bekanntschaft mit Bramsche-Kalkriese, dem Ort der legendären Varusschlacht von 9 n. Chr. Daneben begleiten außergewöhnliche Landschaften und faszinierende Aussichten den Wanderer auf dem 105 Kilometer langen Trail.

Wer bei seiner Reise ins Osnabrücker Land eher an technischen Denkmälern interessiert ist und mehr über das Müllerhandwerk erfahren möchte, der hat auf dem Mühlenweg mehr als ausreichend Gelegenheit. Durch schattige Wälder, über sattgrüne Wiesen und über die Höhen des Wiehengebirges geht es zu neun Wassermühlen und zwei Windmühlen, die noch regelmäßig in Betrieb sind. Gleich mit fünf Aussichtstürmen darf man auf dem Ahornweg Bekanntschaft machen. Herrliche Rundblicke über die facettenreiche Landschaft des Teutoburger Waldes belohnen die Aktiven. In Form einer großen Schleife führt der 100 Kilometer lange Themenweg zu den bekannten VitalBädern Bad Rothenfelde, Bad Laer und Bad Iburg. Ein erholsamer Zwischenstopp in den hiesigen Kurgärten oder Gradierwerken kann wahre Wunder bewirken, bevor es mit neuer Energie weiter „auf Strecke geht.“ Auch das hübsche Örtchen Hagen a.T.W. sollte man nicht am Wegesrand liegen lassen. Vom Frühjahr bis in den Sommer hinein erfreuen die über 3.000 Süßkirschen - Bäume mit ihrer Blütenpracht das Auge und verwöhnen im August mit ihren leckeren Früchten - einfach lecker!

Man muss nicht gleich ein Hüne sein, um den 208 Kilometer langen Themenweg von Osnabrück bis in die Schiffbauerstadt Papenburg zu erlaufen, doch ein wenig Kondition gehört schon dazu. Dafür entschädigt eine faszinierende Kultur- und Naturlandschaft entlang des Hünenweges. Manche sagen auch, es wäre die unvergleichliche Naturvielfalt, die den Reiz der Route durch den Natur- und Geopark TERRA.vita mit seinen Heideflächen, Mooren und urtümlichen Flussauen ausmacht. Auf jeden Fall aber sind es die sagenumwobenen mächtigen Hünengräber entlang des Weges, die dem Weg ihren Namen gegeben haben. Grenzenloses Vergnügen bereitet auch die Verbindung in die Niederlande. Wer weiter entlang der Großsteingräber gehen will, folgt einfach dem 75 Kilometer langen Weg von Haselünne nach Emmen.

111. Deutscher Wandertag im August 2011 in Melle
Mehr als Zehntausend Gäste erwartet die Stadt Melle im August. Dann findet hier vom 08. bis 15. August der 111. Deutsche Wandertag unter dem Motto „Wandern ist Begegnung!“ statt. Veranstalter ist der Deutsche Wanderverband, Ausrichter sind diesmal zusammen mit dem Tourismusverband Osnabrücker Land die Stadt Melle sowie der Wiehengebirgsverband Weser-Ems. Mehr als 90 Wanderungen können an diesen Tagen präsentiert werden. Einer der kürzesten führt dabei von der Sonne zum Pluto: Entlang des Weges hinauf auf den Oldendorfer Berg sind in maßstabsgetreuem Abstand die Planeten des Sonnensystems verteilt. Ziel sind der Planetoid Pluto und die Sternwarte des Osnabrücker Naturwissenschaftlichen Vereins gleich nebenan. Außerdem gibt es beim Wandertag ein abwechslungsreiches Rahmen-Programm auf drei Bühnen und zahlreiche Info-Stände.

Detailbeschreibung der Wanderwege im Osnabrücker Land

DiVa Walk
Der DiVa Walk versetzt den Wanderer immer wieder in Erstaunen: Auf 105 Kilometern führt er von den Spuren der Dinosaurier zum Schauplatz der Varusschlacht. So sind zum Beispiel bei Bad Essen die Fußabdrücke von verschiedenen Sauriern im Sandstein erhalten geblieben. Vor 150 Millionen Jahren nämlich war dieser Felsenhang noch ein Strand, über den die Wellen plätscherten. Nachdem die Fährten später fest und von anderem Material überlagert wurden, kamen sie durch Steinbrucharbeiten endgültig wieder zu Tage. Heute ist dieses Naturdenkmal das wohl bekannteste des Naturparks TERRA.vita. Weiter führt der DiVa-Walk zu der berühmtesten Ausstellung des Osnabrücker Landes: dem „Museum und Park Kalkriese“. Hier geht es um Römer, um Germanen und natürlich um die Varusschlacht. Wem der Name des DiVa-Walks noch rätselhaft ist: Dinosaurier und Varusschlacht machen ihn zum Star unter den Wanderwegen der Region.

Mühlenweg
Geheimnisvolle Spuren zeigt die lange Historie der Mühlen im Osnabrücker Land. Wer mehr über das Müllerhandwerk erfahren und die klappernden Flügel in Aktion erleben möchte, der besichtigt die technischen Denkmäler auf dem Mühlenweg. Die 97 Kilometer lange Tour führt die Wanderer zu neun Wassermühlen und zwei Windmühlen. Einige davon sind noch voll funktionstüchtig und regelmäßig in Betrieb. Besichtigen kann man sie übrigens alle. Und an jeder Mühle gibt es etwas anderes zu entdecken oder zu genießen: Das frisch gebackene Mühlenbrot im Nettetal, die gemütliche Einkehr auf der Museumsinsel im Mühlenteich von Venne - und an der Mühle Sommer wird sogar noch Holz gesägt. Schattige Wälder, sattgrüne Wiesen und die Höhen des Wiehengebirges mit herrlichem Weitblick sind die Begleiter auf diesem wunderschönen Weg. Immerhin 57 Prozent des Mühlenwegs führen über naturbelassene, nicht asphaltierte Wege. Der Rundwanderweg verläuft auf leichten Anhöhen und ist für weniger geübte Wanderer gut zu bewältigen.

Ahornweg
Immer dem gezackten Blatt nach geht es auf dem Ahornweg. Mit seinen 104 Kilometern ist er ein Geschenk für Natur-Genießer. Der Rundkurs beginnt am 220 Meter hohen Beutling, auf dessen Gipfel einer der fünf Aussichtstürme des Ahornwegs steht. Weiter führt das Ahornblatt auf die Höhen von Wiehengebirge und Teutoburger Wald durch schattigen Laubwald und immer wieder in historische Ortskerne und zu den bekannten VitalBädern Bad Rothenfelde, Bad Laer und Bad Iburg. Ein ganz besonderes Etappen-Ziel am Ahornweg sind im Spätsommer die Streuobstwiesen rund um Hagen am Teutoburger Wald. Dann tragen mehr als 3000 Süßkirschen-Bäume ihre Früchte. Erst vor wenigen Jahren knüpfte man hier an diese alte Obstbau-Tradition an. Beinahe 300 alte Kirsch-Sorten, einige davon waren fast ausgestorben, gedeihen inzwischen wieder in Hagen a.T.W..

Hünenweg
Eine faszinierende Kultur- und Naturlandschaft erschließt sich Wanderfreunden auf dem Hünenweg. Auf seiner 108 Kilometer langen Strecke von Osnabrück bis in die Schiffbauerstadt Papenburg reihen sich zahlreiche, über 4.000 Jahre alte, Megalithgräber aneinander. Unterwegs überquert der Wanderweg das Wiehengebirge, führt durch Heide- und Moorlandschaften, urtümlichen Flussauen und immer wieder zu den rätselhaften Großsteingräbern, die zum Teil älter sind als die Pyramiden von Gizeh. Noch heute sind sie mystische Orte, deren Zauber man sich kaum entziehen kann. „Grenzenloses“ Vergnügen bereitet die Verbindung in die Niederlande. Wer weiter auf Spuren der Hünengräber gehen möchte, folgt einfach dem 75 Kilometer langen Weg von Haselünne nach Emmen.

Hintergrundinformationen zur Stadt Melle
Steinzeitliche Hünengräber und versteinerte Dinosaurier-Fährten, der Schauplatz der Varusschlacht und ein Weg durchs ganze Sonnensystem - Wanderer im Osnabrücker Land können eine Menge erleben. Vor allem in Melle, vom 8. bis 15. August Stadt des Deutschen Wandertages 2011, wo sich zwei Flüsse eine Quelle teilen.

Melle hat 46.000 Einwohner, die Fläche ist aber um rund ein Viertel größer als die der Landeshauptstadt Hannover. Fünf Wasserburgen verteilen sich aufs Stadtgebiet, das zauberhaft in einem weiten Tal zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge liegt. Zwei Sternwarten hat das Städtchen und eines der größten werks-unabhängigen Automuseen Deutschlands, das in den denkmalgeschützten Hallen einer früheren Möbelfabrik untergebracht ist. Im Ortsteil Gesmold findet sich eine von nur zwei „Bifurkationen“, die es in Deutschland gibt: Der Ems-Nebenfluss Hase teilt sich hier, und so entsteht ohne eigene Quelle das Flüsschen Else, das in entgegen gesetzter Richtung der Weser zustrebt.

Kurz: Die Wanderhauptstadt 2011 ist ein bemerkenswerter Ort. Außerdem ist Melle ein guter Ausgangspunkt für Dutzende von Wanderungen: Rund 100 markierte Wege führen durch das Osnabrücker Land zu unzähligen spannenden Zielen.

Quelle: Tourismusverband Osnabrücker Land e.V.

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