Drei auf einen Streich

von li nach re: Nikolaos Stavridis, Kay Tenge, Winfried Steinmacher, Andrea Engelmann, Horst Wenzel - Drei auf einen Streich

Nun ist es offiziell. Acht der 14 Tourismusorte in Hessen liegen im Rheingau. Mit Oestrich-Winkel, Kiedrich und Walluf reihen sich drei weitere Kommunen in den Kreis der anerkannten Tourismusorte im Rheingau ein. Bereits 2018 wurde als 2. Stadt in Hessen Rüdesheim am Rhein, das Prädikat verliehen, 2019 folgten Geisenheim und Lorch am Rhein und im letzten Jahr, Eltville am Rhein und Hochheim am Main. Damit sind die Voraussetzungen offiziell erreicht, die es möglich machen, den von der Tourismusbranche schon lange als notwendig erachtenden Tourismusbeitrag erheben zu können. Die Vorbereitungen zur Einführung laufen derzeit auf Hochtouren. Bis der Beitrag erhoben werden kann, was noch in diesem Jahr geplant ist, müssen Kalkulationen erstellt und Satzungen angepasst werden. Aber all das läuft seit geraumer Zeit im Hintergrund und liegt sehr gut im Plan, so Andrea Engelmann, Geschäftsführerin der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH.

Rheingau hat mit Bravour die Kriterien erfüllt

So war Horst Wenzel vom Regierungspräsidium Kassel sichtlich erfreut, dass er stellvertretend für Minister Al-Wazir, der normalerweise die Verleihung der Urkunden übernimmt, das Prädikat verleihen durfte. In seiner Ansprache machte der deutlich, wie wertvoll der Rheingau als touristische Region ist mit all seinen Wanderangeboten, Sehenswürdigkeiten, der Fluss- und Rebenlandschaft, seinem kulinarischen wie auch vielfältigem, kulturellen Angebot. Der Rheingau sei über all dies hinaus eine Weinregion mit Weltruf. Es sei keine Frage für die Fachkommission gewesen, dass die Kommunen im Rheingau als Tourismusort anerkannt würden. Das Kriterium der landschaftlich wertvollen und reizvollen Lage stand außer Frage, aber es gebe auch ein K.O. Kriterium. Eine Kommune darf nur dann Tourismusort anerkannt werden, wenn die Übernachtungszahlen das Zweifache der Einwohnerzahl übersteigen. Aber auch diese Vorgabe konnte von allen erfüllt werden und so traf man sich am 11. März 2021 im Haus der Region – jenem Sitz, wo Tourismus- und Weinmarketing eng miteinander verknüpft arbeiten, um in einer kleinen Zeremonie die Urkunden an die Bürgermeister Steinmacher, Tenge und Stavridis zu überreichen.

Bürgermeister Tenge, Stavridis und Steinmacher nehmen Urkunden entgegen

„Wir sind stolz darauf, dass die kleine Gemeinde Kiedrich als erste Kommune im Rheingau den Tourismusbeitrag beschlossen hat. Und wir sind sehr froh darüber, dass nun alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen sind, um den Tourismusbeitrag einführen zu können“, ergriff Winfried Steinmacher stellvertretend das Wort, „denn es sei wichtig, die Region stetig und nachhaltig in Wert zu setzen. Es müssen Investitionen in Infrastruktur und das Tourismusmarketing getätigt werden, um die Aufenthaltsqualität für unsere Gäste und die Lebensqualität für uns Rheingauerinnen und Rheingauer zu steigern.“ Andrea Engelmann ergänzte, dass dieser Beitrag essentiell für die Region sei, um sie, nicht nur, aber gerade auch in diesen besonderen Zeiten, auf ein festes Fundament für die Zukunft zu stellen und sie wettbewerbsfähig zu halten. Horst Wenzel gratulierte den anwesenden Bürgermeistern zur Verleihung des Prädikates „Anerkannter Tourismusort“, das die Kommunen nun 10 Jahre tragen dürfen und ist schon jetzt überzeugt, dass auch die Re-Prädikatisierung 2031 mit Bravour gemeistert würde.

Quelle: Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH