Dresden Elbland startet ins Lutherjahr 2017

Stadtführerin Silvia Meinel -2vl- als Katharina von Bora - beim Fotoshooting zum Thema Luther in Torgau - Dresden Elbland startet ins Lutherjahr 2017

Deutschland hat das Lutherjahr eingeläutet. Dresden Elbland beteiligt sich mit einem vielfältigen Kultur- und Festprogramm an teils originalen Schauplätzen der Reformationsbewegung.

Torgau: auf Luthers Spuren

Torgau war eine der wichtigsten Wirkungsstätten Martin Luthers und politisches Zentrum der Reformation. Hier wurde die erste Taufe nach evangelischem Ritus vollzogen, die erste Predigt in deutscher Sprache gehalten und Luther weihte den weltweit ersten evangelischen Kirchenneubau: die Torgauer Schlosskapelle auf Schloss Hartenfels. Vom 19. Mai bis 31. Oktober lädt die Ausstellung „Torgau – Residenz der Renaissance und Reformation“ in den Schlossräumen zum Streifzug durch die Geschichte. Vom 5. bis 8. Oktober erinnern Festtage mit Konzerten, Theater und historischen Vorführungen an die Weihe der Schlosskirche.

Weitere Höhepunkte in Torgau sind das Stadtfest „Reformer’s Day – Auf dem Weg nach Wittenberg“ am 27. Mai, die Torgauer Festwoche der Kirchenmusik vom 18. bis 25. Juni und der Katharina-Tag am 24. Juni. In der Alten Superintendentur, in der einst die Torgauer Artikel verfasst wurden, können Besucher Vers für Vers die Bibel abschreiben. Eine multimediale Ausstellung zur Reformationsgeschichte rundet das Erlebnis ab.

Meißen: Streifzüge durch Reformation und Gegenreformation

1539 hielt die Reformation in Meißen Einzug. Symbolisch dafür steht die Zerstörung des Heiligengrabes von Bischof Benno im Meißner Dom. 2017 zeigt die Albrechtsburg eine Ausstellung über das Leben und Wirken des Geistlichen. „Ein Schatz nicht von Gold. Benno von Meißen – Sachsens erster Heiliger“ erzählt vom 12. Mai bis 5. November seine Geschichte im Kontext von Macht, Glaube, Streit, Politik und nicht zuletzt von Reformation und Gegenreformation.

Vom 8. April bis 5. November 2017 widmet sich das Stadtmuseum Meißen in der Sonderausstellung „Luther, Lieder und Kanzlei“ unter anderem der Meißnischen Kanzleisprache, Luthers Liedern im Gesangbuch, dem Meißner Franziskanerkloster nach 1539 und dem Thema „Gelebte Frömmigkeit“. Gezeigt werden wertvolle eigene Bestände aus Malerei, Grafik, Plastik und Kunsthandwerk sowie exklusive Leihgaben.

Auch im Veranstaltungskalender der Evangelischen Akademie Meißen nimmt das Reformationsjubiläum einen festen Platz ein. Bei Gesprächsrunden, Lesungen, Tagungen und Ausstellungen erörtert sie Fragen zum Christsein und regt zum kritischen Nachdenken an. Künstlerische Höhepunkte sind die Meißener Chorwoche vom 22. bis 30. Juli mit Chorliteratur zum Thema Reformation und die Künstlerwoche im Klosterhof vom 23. bis 30. Juli mit offenem Atelier am 27. Juli von 15 bis 18 Uhr.

Coswig: Luthers Leben in Zinn

Die Wanderausstellung „Martin Luther – Sein Leben und Wirken in Zinnfiguren-Dioramen“ vom Städtischen Museum Halberstadt und Zinngießer Arnfried Müller ist während der Lutherdekade an verschiedenen Orten in Deutschland zu sehen. Vom 23. Juni bis 23. Juli kommt sie ins Karrasburg Museum Coswig. Die Ausstellung zeichnet anhand von 27 Schaukästen mit bemaltem Hintergrund und Figuren aus Zinn mit viel Liebe zum Detail ein Bild vom Leben und Wirken Martin Luthers.

Brockwitz: Apfelfest am Hoffnungsbaum

„Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Dieses Zitat wird Martin Luther zugesprochen. Die Christin Catrin Just aus Burgstädt nahm es wörtlich und startete ein Projekt, bei dem sie bis zum 31. Oktober 2017 fünfhundert Apfelbäume der vom Aussterben bedrohten Sorte Burgstädter Renette pflanzen will. Hoffnungsbäume nennt sie diese. Am 17. September 2017 erhält die Kirchgemeine Brockwitz ihren Hoffnungsbaum. Die Pflanzung feiert die Gemeinde mit einem Apfelfest im Pfarrgarten Brockwitz. Und am 31. Oktober 2017 findet in der Barockkirche ein feierliches Orgelkonzert statt.

Weinböhla: zu Gast bei Luthers Hochzeit

Weinböhla gestaltet am 13. Mai 2017 die Hochzeitsfeier von Martin Luther und Katharina von Bora musikalisch nach. Die Heirat, die unter Zeitgenossen für Entsetzen sorgte, war am 13. Juni 1525 in der Stadtkirche Wittenberg. In Weinböhla wird das Ereignis als Wandelkonzert zelebriert: mit geistlicher Hochzeitsmusik des Berliner Ensembles „Capella de la Torre“ in der St. Martinskirche, Renaissancetanz der Nürnberger Tanzkünstler „Les Apricots“ im Zentralgasthof und festlichem Ausklang im historischen Weinböhlaer Weingut Peterkeller. Eintrittskarten sind in der Touristinformation Weinböhla und im Pfarramt Weinböhla erhältlich.

Dresden: neue Dauerausstellungen zur Reformation

Zwei Mal war Martin Luther in Dresden. Das Lutherjahr feiert die Landeshauptstadt mit Gottesdiensten, Konzerten, Festen und Ausstellungen. In der Frauenkirche bringt das ganzjährige Konzertprogramm „re|formation“ Meisterwerke aus 500 Jahren Musikgeschichte zu Gehör. In der Rüstkammer im Residenzschloss vermitteln ab 9. April 2017 zwei neue Dauerausstellungen ein Gespür für Kultur und Geist der Reformationszeit: „Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht“ präsentiert den weltweit größten Schatz an Prunkwaffen und Gewändern der Epoche. Und die Ausstellung „Kurfürstliche Garderobe“ zeigt mehr als zwei Dutzend originale und aufwendig restaurierte Prunkkleider aus dem Zeitraum 1550 bis 1650.

Eine Übersicht über diese und weitere Veranstaltungen sowie Sonderausstellungen im Lutherjahr 2017 liefert der Tourismusverband Sächsisches Elbland im Internet unter www.elbland.de.

Quelle: Tourismusverband Sächsisches Elbland e.V.

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