Durchgehen bis zum Morgen - Das 3. Wander-Festival im Berchtesgadener Land lockt mit drei 24-Stunden-Touren

Eins ist klar: Der nächste Morgen kommt bestimmt. Und bis dahin haben viele ihre Krisen längst vergessen und mobilisieren mit dem Ziel vor Augen konsequent und voller Stolz die letzten Kräfte. „24-Stunden-Wanderungen üben eine unbeschreibliche Faszination aus – auch deshalb, weil viele Teilnehmer dabei persönliche Grenzen überwinden und die motivationsstärkende Kraft der Gruppe erleben“, weiß Stephan Köhl, der Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Aufgrund der großen Resonanz der Vorjahre sind beim „3. Berchtesgadener Land Wander-Festival“ von 30. August bis 1. September 2013 daher gleich drei 24-Stunden-Wanderungen im Angebot. Die leichte Variante führt quer durch den gesamten Landkreis, die mittlere bis hinauf zum Watzmannhaus und die schwere sogar bis zum Hocheck, einem markanten Gipfel im Watzmann-Massiv. Wer’s gemütlicher mag, lernt die Bilderbuchlandschaft im südöstlichsten Zipfel Deutschlands auf einer geführten Themenwanderung kennen. Das Festival-Arrangement gibt‘s ab 89 Euro mit zwei Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Frühstück, Rahmenprogramm und Begrüßungsgeschenk. Die Touren werden extra gebucht und kosten zwischen 69 und 119 Euro pro Person.

Neben der abwechslungsreichen Landschaft mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna, mit Seen und Klammen und den zahlreichen Gebirgsstöcken rund um König Watzmann ist es nicht zuletzt die perfekte Organisation, die das „Berchtesgadener Land Wander-Festival“ zum Spitzen-Event macht. Veranstalter ist Outdoor-Experte Toni Grassl, der die Strecken ausarbeitet und gemeinsam mit der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH für die Highlights am Wegesrand sorgt. Auf allen 24-Stunden-Wanderungen können sich die Teilnehmer an Erlebnis- und Verpflegungsstationen zwischendurch ausruhen. Durch überraschende Lichteffekte in der Nacht, Lagerfeuer und die Morgenmesse unter freiem Himmel, bei der Weisenbläser den neuen Tag begrüßen, werden besondere Akzente gesetzt. Höhepunkt für die meisten ist die euphorische Stimmung beim gemeinsamen Abschlussfrühstück.

Wer ins Langzeit-Wandern einsteigen möchte, ist bei der 24-Stunden-Genusstour richtig, die in Teisendorf beginnt und sich über 60 Kilometer und 1500 Höhenmeter quer durchs Berchtesgadener Land schlängelt. Auf einem Teilabschnitt werden die Teilnehmer von Salzsäumern begleitet, die in traditioneller Tracht und mit Karren, Pferden und Wagen an die längst vergangenen Zeiten erinnern, in denen das „weiße Gold“ über die historischen Pfade in alle Welt transportiert wurde. Von 27. bis 29. August können Neulinge übrigens am Vorbereitungs-Camp teilnehmen und sich aufs Durchlaufen konditionell und mental vorbereiten.

Landschaftlich besonders reizvoll ist die „Classik“-Tour, die von Berchtesgaden über Schönau am Königssee und die Kühroint-Alm zum Watzmannhaus (1930 m) führt. Zauberwald, Hintersee und Mordaualm sind weitere Highlights, bevor der Anstieg zum Toten Mann beginnt und man nach 2600 Höhenmetern und 56 Streckenkilometern den Ausgangspunkt wieder erreicht. „Wirklich einzigartig sind die Streckenabschnitte auf den Soleleitungswegen und durch unseren Nationalpark“, hebt Stephan Köhl hervor.

Richtig kernig wird’s bei der „Alpin Spezial“-Tour. 3050 Höhenmeter sprechen für sich, die Felskletterstellen auf dem Weg zum Hocheck im Watzmann-Massiv ebenfalls. Stephan Köhl geht davon aus, dass auch dieses Jahr wieder viele Einheimische unter den Teilnehmern sein werden, denn „auch jemand, der sich auskennt, würde die Bergwelt nicht einfach so bei Dunkelheit durchstreifen“, weiß er. „Um so etwas zu machen, braucht’s einfach die Infrastruktur mit Verpflegung und Begleitung, die wir bei solchen Veranstaltungen gewährleisten.“

Aber es muss ja nicht immer gleich 24-Stunden-Wandern sein. Wer’s gemütlich angeht, hat die Auswahl zwischen drei exklusiven Themenwanderungen. Ganz neu im Programm ist die kulinarische Bier-Wanderung mit Führung durch die Brauerei Wieninger in Teisendorf inklusive Verkostung, Vorspeise in Kloster Höglwörth, Zwischengang auf dem Dorfplatz in Anger, Hauptspeise und Dessert auf der Stroblalm – und insgesamt nur 430 Höhenmetern. Auch für Jugendliche geeignet ist die Salz-Erlebnis-Wanderung, die neben den öffentlichen Bereichen des Salzbergwerks Berchtesgaden durch nicht-öffentliche Stollensysteme führt und nur zum Wander-Festival so erlebt werden kann. Für Singles dagegen ist in diesem Jahr die Kührointalm mit Blick auf Watzmann und Königssee das Tagesziel. Noch einmal kernig wird es bei der neuen Nationalparkwanderung zur Reiteralm, die ein Ranger begleitet, der über Adler und Zirbenwälder ebenso informiert wie über die charakteristischen Karstgebilde. Und vielleicht verabredet man sich unterwegs ja zum abwechslungsreichen Rahmenprogramm am Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden, das mit Musik, Schmankerln und Sponsoren-Ausstellung lockt.

Über das Berchtesgadener Land
Hochalpine Gebirgslandschaften, urwüchsige Täler und wilde Natur, malerische Dörfer, tief verwurzeltes Brauchtum und Kultur von Weltrang: Das Berchtesgadener Land, das schon für Alexander von Humboldt zu den „schönsten Fleckerln auf der Erde“ gehörte, besticht durch Einzigartigkeit und Vielfalt. Während die voralpine Idylle des Rupertiwinkel im Norden mit seinen sanften Hügeln und Seen als Familienparadies gilt, haben sich Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain als Gesundheits- und Erholungsoasen einen Namen gemacht. Im Süden des Berchtesgadener Landes warten mit Königssee und Kehlstein weltberühmte Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten. Der Nationalpark, aus dem der 2713 Meter hohe Watzmann als imposantester Berg Deutschlands steil aufragt, führt auf beschaulichen Wegen in die Einsamkeit und lässt gleichzeitig die Herzen erfahrener Alpinisten höher schlagen.

Quelle: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH

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