EifelSchleife Kaller Sagen zum beliebtesten Wanderweg 2026 in der Nordeifel gewählt
Mit den „Kaller Sagen” hat erstmals eine EifelSchleife die Wahl zum beliebtesten Wanderweg in der Nordeifel gewonnen. Insgesamt 1.475 Wanderinteressierte haben in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 bei der von der Nordeifel Tourismus GmbH durchgeführten Online-Wahl ihrer Lieblings-EifelSchleife oder -EifelSpur ihre Stimme gegeben.
Die EifelSchleife „Kaller Sagen“ wurde mit 8,5 % der abgegebenen Stimmen zum beliebtesten Wanderweg in der Nordeifel gewählt. Knapp dahinter landete die EifelSchleife „Zittergras und Orchideen“ in Hellenthal mit 7,72 %. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen die EifelSpur „Kneippwanderweg“, die EifelSpur „Münstereifeler Steig“ – beide im Stadtgebiet von Bad Münstereifel – und mit identischer Stimmenzahl die EifelSpuren „Wo die Ahr entspringt“ in Blankenheim und „Ritter, Römer, Rüben“ in Zülpich.
Für die EifelSchleife „Kaller Sagen“ erhielt die zuständige Ortsgruppe des Eifelvereins Kall um ihre Vorsitzenden Dr. Karl-Heinz Linne von Berg und Wolfgang Röhrig aus den Händen von Landrat Markus Ramers, dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Nordeifel Tourismus GmbH, und dem Bürgermeister der Gemeinde Kall, Emanuel Kunz, einen Sieger-Award, eine Wanderbank aus der Serie der „EifelSchleifen & EifelSpuren“ sowie eine Geldprämie in Höhe von 300 € für die Vereinskasse.
Die feierliche Würdigung fand in den Räumlichkeiten der ausrichtenden Nordeifel Tourismus GmbH in unmittelbarer Nähe des Startpunkts der EifelSchleife statt.
Ehre, wem Ehre gebührt. Deshalb wird die EifelSchleife „Kaller Sagen” im weiteren Saisonverlauf von der Nordeifel Tourismus GmbH ins Schaufenster gestellt und erhält damit besondere Aufmerksamkeit. Passend dazu hat die Ortsgruppe Kall des Eifelvereins den Weg mit zusätzlichen Informationstafeln ausgestattet, um den Wandergästen die Kaller Sagen näherzubringen.
Mit ihrer Stimme hatten die Fans der EifelSchleifen und EifelSpuren auch wieder die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge oder Kommentare zu den insgesamt 113 Wegen abzugeben. Dabei dominierte der Wunsch nach weiteren Bänken, Waldsofas und Rastplätzen. Einige Wanderer wünschten sich eine bessere Markierung und Beschilderung an bestimmten Stellen. Auch zusätzliche Gastronomie oder Versorgungsautomaten am Wegesrand wurden von einigen Wanderfreund:innen genannt. Neben Anregungen gab es auch wieder viel Lob für die Wege und Dankbarkeit für das Angebot. Der Kommentar „Alles super, vielen Dank für all die Arbeit. Übrigens gibt es nicht die schönste, es sind alle schön“ steht stellvertretend für zahlreiche Nennungen dieser Art. Auch der Wunsch nach einer Erweiterung der EifelSchleifen und EifelSpuren wurde mehrfach geäußert.
Die Verantwortlichen der Nordeifel Tourismus GmbH und des Kreises Euskirchen sehen sich auf Basis der Rückmeldungen darin bestärkt, die EifelSchleifen und EifelSpuren in den kommenden Jahren weiter zu attraktivieren. Bis zum Sommer 2026 wird ein Konzept mit umfangreichen Maßnahmen fertiggestellt, um die EifelSchleifen und EifelSpuren mit zusätzlicher Infrastruktur auszustatten und thematisch aufzuwerten. Mit dem zusätzlichen Mobiliar sollen Wanderer:innen in Zukunft auch mehr Schutz und Komfort angesichts der Folgen des Klimawandels im Wald geboten werden. Die Erarbeitung des Konzepts erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden sowie den Ortsgruppen des Eifelvereins. Auf Basis des Konzepts soll in einem weiteren Schritt der Ausbau erfolgen, für den eine Förderung erforderlich ist. Um diese Förderung bemühen sich die Verantwortlichen aktuell.
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Mit der Attraktivierung einher geht die Motivation, das Qualitäts- und Serviceniveau in der Aktivregion Nordeifel weiter zu schärfen, auftretende Versorgungslücken infolge fehlender Einkehrmöglichkeiten zu kompensieren und die Erlebnis- und Aufenthaltsqualität im Gelände zu erhöhen. Insgesamt möchte sich die Nordeifel als Wanderregion weiter profilieren. Diese Ausrichtung ist angesichts der Ergebnisse der groß angelegten, eifelweiten Gästebefragung sinnvoll: 73 % der Befragten gaben an, während ihres Aufenthalts in der Eifel gewandert zu sein. Im Vergleich dazu fällt der kumulierte Wert aller deutschen Mittelgebirgsregionen mit 41 % deutlich geringer aus. Dies zeigt, wie etabliert die Eifel inzwischen als Wanderregion ist.
Ein wesentlicher Erfolgsgarant der EifelSchleifen und EifelSpuren ist das gut eingespielte Wegemanagement. Es agiert in enger Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Euskirchen, den Kommunen, der Nordeifel Tourismus GmbH und den für die Pflege zuständigen Wegepaten des Eifelvereins. Bei auftretenden Problemen und Mängeln im Gelände kümmert es sich direkt. Die Wegepaten nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Umso wichtiger ist es, dass die Ortsgruppen des Eifelvereins immer wieder durch neue Mitglieder unterstützt werden, um handlungsfähig zu bleiben.
Die noch recht junge Wandersaison ist in vollem Gange. Wer sich einen tieferen Eindruck von ausgewählten EifelSchleifen und EifelSpuren verschaffen möchte, ist herzlich eingeladen, an einer der geführten Erlebniswanderungen im weiteren Jahresverlauf teilzunehmen.
Auch in den Jahren 2027 und den Folgejahren wird die Wahl „Wanderweg des Jahres” durchgeführt. Dabei müssen alle bisherigen Sieger pausieren, um anderen Wegen die Chance auf einen Sieg zu ermöglichen. Erstmals zur Wahl stehen dann auch elf neue EifelSchleifen im Stadtgebiet Schleiden.
Die EifelSchleife „Kaller Sagen” im Kurzporträt
Die 7,3 Kilometer lange Wanderung durch und um Kall startet im Ortszentrum und führt entlang schmaler Pfade und teils breiterer Forstwege durch die faszinierende Natur der Nordeifel. Entlang des Weges erfahren sie spannende Hintergründe zu den Kaller Sagen. Dafür hat die Ortsgruppe Kall des Eifelvereins kürzlich einige Informationsstelen am Wegesrand errichtet.
Der Weg führt durch natürliche Wiesen mit schönen Ausblicken und durch dichten Wald zur Kindshardt auf 530 Metern Höhe. Das Naturschutzgebiet Heidemoor Kindshardt bietet bedrohten und seltenen Pflanzenarten, die in der Roten Liste NRW als gefährdet eingestuft sind, einen Lebensraum.
Früher war die Gemeinde Kall durch den Abbau und die Verarbeitung von Eisenerz und Bleierz geprägt. Heute ist der von großen Waldgebieten umgebene Ort mit seiner zentralen Lage in der Nordeifel ein wichtiger Versorgungs-, Mobilitäts- und Schulstandort.
Am Ende der Wanderung führt der Weg an der Kirche der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus vorbei und über die Urft ins Ortszentrum von Kall. Hier bestehen gute und vielfältige Möglichkeiten zur Einkehr. Vom Rad- und Wanderbahnhof aus ist eine umweltfreundliche An- und Abreise einfach und praktisch möglich.
Quelle: Nordeifel Tourismus GmbH
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