Ein Jahr Römerkanal-Wanderweg 2.0

Der erstmalig 1988 ausgewiesene Fernwanderweg entlang der römischen Eifelwasserleitung von Nettersheim nach Köln wurde nach einer grundlegenden Modernisierung im vergangenen Jahr mit einem großen Wanderfest an der Hardtburg bei Euskirchen neu eröffnet. Seitdem ist der 116 km lange Wanderweg auf sieben Etappen von der Eifel bis ins Rheinland wanderbar und extrem beliebt. Wandern ist nach wie vor im Trend. Dies wird regelmäßig von renommierten Institutionen bestätigt. Gleiches können auch Touristiker und Counterkräfte in den Tourist-Informationen der Region bestätigen. Nur verlässliche Zahlen fehlten bislang, um zu ermitteln, wie Wanderwege wie der Eifelsteig, der Römerkanal-Wanderweg und Co. tatsächlich angenommen werden.

Dies hat der Naturpark Nordeifel zum Anlass genommen, um eine automatische Besucherzählanlage anzuschaffen und damit exemplarisch festzustellen, wie beliebt der Römerkanal-Wanderweg ist. Mit einer zuverlässigen Technik zählt dieses Gerät jeden vorbeikommenden Wanderer und die Wanderrichtung, ohne dass es auffällt. Bei der Standortwahl wurde berücksichtigt, dass dort einzig der Römerkanal-Wanderweg vorbeiführt, so dass das Ergebnis nur sehr geringfügig durch andere Wanderer oder Spaziergänger verfälscht werden kann. Maximal Ortskundige werden dort mitgezählt.

Die ermittelten Zahlen sind beachtlich. Von Ende Mai bis Anfang Oktober 2013 war diese Anlage auf dem Römerkanal Wanderweg bei Kall im Einsatz und hat in dieser Zeit insgesamt 12.213 Wanderer gezählt, das sind rund 93 Wanderer pro Tag. Auch interessant ist, dass etwa 83 % der Wanderer tatsächlich die empfohlene Wanderrichtung von Nettersheim nach Köln gelaufen sind. „Mit dieser Besucherzählung liegen erstmals für einen Wanderweg in der Eifel verlässliche Zahlen über die Nutzung der Wanderinfrastruktur vor“, so Jan Lembach, Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel e. V.

Aus der Zählung lassen sich direkte Rückschlüsse auf die Wertschöpfung ableiten. Gemäß dem Gutachten des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (DWIF) „Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Nordeifel“ ergibt sich hinsichtlich der Gästestruktur ein Verhältnis zwischen Übernachtungs- und Tagesgästen von 1:7.

Legt man diesem Verhältnis die Berechnungen des Deutschen Wanderverbandes aus der im Jahr 2012 veröffentlichten Studie „Zukunftsmarkt Wandern“ über die durchschnittlichen Ausgaben von Übernachtungs- und Tagesgästen in Höhe von 57 € bzw. 16 € zugrunde, ergibt sich eine Wertschöpfung durch den Römerkanal-Wanderweg in Höhe von 266.941 € für die etwas mehr als vier Monate. Im Vordergrund stehen Ausgaben in Gastronomie- und Übernachtungsbetrieben sowie im Einzelhandel. Nicht mit eingerechnet sind die Ausgaben für An- und Abreise.

„Damit engagierte Leistungsträger vom Römerkanal-Wanderweg profitieren können, haben sich 17 Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe sowie die Touristischen Arbeitsgemeinschaften zu einer Angebotsgruppe, einem sogenannten Routenteam, zusammengeschlossen“, so Patrick Schmidder, stellv. Geschäftsführer der Nordeifel Tourismus GmbH, der das Routenteam leitet. So konnten zum einen Leistungen & Produkte wie ein einfaches Übernachtungsangebot sowie das beliebte „Wandern ohne Gepäck“, aber auch außergewöhnliche kulinarische Tagesarrangements wie „WanderGenuss auf dem Römerkanal-Wanderweg“ entwickelt werden. Ebenso werden im Routenteam Maßnahmen zur Vermarktung und das Qualitätsmanagement beraten.

Dass Genuss und Qualität bei allen Angeboten stimmen, hat oberste Priorität. Wie die heutigen Wanderer waren auch die Römer schon ausgewiesene Genussmenschen, ließen sie doch vor 2.000 Jahren die Eifelwasserleitung bauen, um in Köln in den Genuss von frischem Quellwasser zu kommen. Die Vermarktung des Wanderwegs erfolgt hauptsächlich über die offizielle Homepage www.roemerkanal-wanderweg.de. Dort werden auch alle sieben Etappen ausführlich mit den notwendigen Wanderinformationen sowie einem Online-Wandertourenplaner vorgestellt. Im ersten Jahr haben insgesamt fast 17.000 Interessierte die Homepage besucht. Bei einem durchschnittlich 4-minütigen Besuch wurden insgesamt über 83.000 Seitenaufrufe gezählt.

Als kostenloses Printprodukt informiert ein 20-seitiger Pocketguide „Römerkanal-Wanderweg“, der im ersten Jahr über 50.000 Mal verteilt worden ist. Zwischenzeitlich wurde ein Nachdruck notwendig. Dies ist ein weiteres Indiz für die hervorragende Akzeptanz des Römerkanal-Wanderwegs 2.0. Ebenso die zahlreichen Presseanfragen und die durchgeführten Pressereisen.

Wertvolle Hintergrundinformationen auch zur Geschichte des Römerkanals machen den archäologischen Wanderführer des Eifelvereins „Die lange Leitung der Römer“ zu einem nützlichen Begleiter bei einer Wanderung. Der Wanderführer ist zum Preis von 14,95 € bei der Nordeifel Tourismus GmbH und im Buchhandel erhältlich.

Als Botschafter des Wanderwegs wurden 32 Wanderführer ausgebildet, die geführte Wanderungen für verschiedene Zielgruppen auf dem Römerkanal-Wanderweg anbieten. Voraussetzung für die Modernisierung des Weges war die erfolgreiche Akquisition von Fördermitteln in Höhe von rund 200.000 € vom Umweltministerium des Landes NRW, von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz Heimat- und Kulturpflege und von den 12 angrenzenden Städten und Gemeinden durch die beiden Naturparke Nordeifel und Rheinland. Mit den Fördermitteln konnte der Wanderweg beschildert, markiert und mit über 50 Informationstafeln ausgestattet werden, zudem die Homepage sowie der Pocketguide finanziert werden.

Die Maßnahmen zur Modernisierung waren notwendig, um den in die Jahre gekommen Streckenwanderweg derart auszugestalten, dass er den hohen Ansprüchen der heutigen Wandergeneration entspricht. Gleichzeitig war es an der Zeit, dass die Naturerlebnisregion Eifel neben dem Eifelsteig ein weiteres wandertouristisches „Schwergewicht“ bekommt. Denn nur eine qualitativ hochwertige und gut ausgebaute Wander- und Naturerlebnisinfrastruktur kann zu einem dauerhaften touristischen Erfolg für die Region beitragen.

An der Umsetzung des Römerkanal-Wanderwegs 2.0 beteiligt waren neben dem „Vater“ des Römerkanal-Wanderwegs, Prof. Klaus Grewe, und den beiden Naturparken, der Landschaftsverband Rheinland, der Eifelverein und die Touristischen Arbeitsgemeinschaften von der Nordeifel bis nach Köln.

Touristische Infrastruktur wie der Römerkanal-Wanderweg, aber auch die "Eifel-Blicke", Wanderparkplätze, Wanderorientierungstafeln und Wanderhütten sowie deren Unterhaltung bilden das Rückgrat für erfolgreiche Tourismusregionen wie die Eifel. Entscheidend bei der Finanzierung sind dabei öffentliche Mittel. Der Naturpark Nordeifel stellt beispielsweise 80.000 € pro Jahr aus Mitteln des Landesumweltministeriums zur Verfügung, der Kreis Euskirchen und die Städte und Gemeinden leisten ebenfalls finanzielle Beiträge und die Nordeifel Tourismus GmbH setzt durch die Vermarktung und Produktentwicklung die Infrastruktur schließlich in Wert.

Speziell für den Römerkanal-Wanderweg finanzieren die 12 Anrainerkommunen den Erhalt. Ein Wegemanager des Eifelvereins sorgt für die Pflege und Unterhaltung des Weges. Zusätzlich haben alle Kommunen am Wegverlauf die sogenannte „Römerkanal-Charta“ unterzeichnet und damit die dauerhafte Pflege und Unterhaltung der römischen Wasserleitung zugesichert.

„Zurückblickend auf das erste Jahr sind wir sicher, dass neben der besonderen Vermarktung, das hautnah erlebbare Thema inmitten einmaliger Natur und die direkte Verbindung in den wichtigen Quellmarkt Köln die entscheidenden Erfolgsfaktoren sind“, fasst Iris Poth, Geschäftsführerin der Nordeifel Tourismus GmbH, das erste Jahr des Römerkanal-Wanderwegs 2.0 zusammen.

Nebenbei spielen sicherlich die guten Anreise- und Abreisemöglichkeiten infolge der parallel verlaufenden SPNV-Verbindungen (Deutsche Bahn- und KVB-Linien) ebenfalls eine Rolle. Ein schöner Nebeneffekt, der ein klimafreundliches Natur- und Kulturerlebnis möglich macht.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.roemerkanal-wanderweg.de

Quelle: Nordeifel Tourismus GmbH

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