Eine Zeitreise durch Bayreuths Parks und Gärten für den schönsten Frühlingsgenuss

Mariengärtlein an der Schlosskirche in Bayreuth - Eine Zeitreise durch Bayreuths Parks und Gärten für den schönsten Frühlingsgenuss

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Leuchtend grüne Blätter, farbenfrohe Blüten und der Duft der erwachenden Natur nach dem Winter - sobald der Frühling in Bayreuth Einzug hält, schaffen die historischen und modernen Parks und Gärten der Stadt, eingebettet zwischen Fränkischer Schweiz und Fichtelgebirge, besondere Frühlingserlebnisse für die Bayreuther und ihre Gäste. Die Geschichte der Bayreuther Parks und Gärten reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück - aus kleinen, umzäunten Nutzgärten ließen die Markgrafen im 18. Jahrhundert prachtvolle Anlagen und Beete entstehen, in denen sich vielfältige, bunte Blumen-, Pflanzen- und Staudenarten entfalten. Noch heute laden sie Bayreuther und Gäste zum Verweilen, Durchatmen und Entspannen ein.

16. Jahrhundert: Der Hofgarten

Die Anfänge des Hofgartens reichen bis ins 16. Seit 1580 befand sich dort zusätzlich ein wesentlich kleinerer, umzäunter Nutz- und Blumengarten. Als Markgraf Christian seine Residenz nach Bayreuth verlegte, ließ er den bis dahin kleinen Garten in einen prächtigen Lustgarten umgestalten. Im Zusammenhang mit dem Brand des Alten Schlosses und dem Bau des Neuen Schlosses wurde der Hofgarten ab 1753 erheblich erweitert und gestaltet, seine Fläche verdoppelte sich und umfasste damals insgesamt 14 Hektar. Ein L-förmiger Zierkanal wurde angelegt und an vier Stellen durch Wasserbecken mit einer Insel erweitert. Dieser Kanal ist noch heute das belebende Zentrum des Hofgartens und besonders im Frühjahr, wenn die Pflanzen und Blumen zu blühen beginnen, eine Oase in der Stadt.

Hoheitengärtlein im Hofgarten

17. und 18. Jahrhundert Die Eremitage

Ursprünglich war die Bayreuther Eremitage ein Waldgehege - 1664 ließ sie Markgraf Christian Ernst in einen Tierpark umwandeln und den Park durch Treibjagden mit Wild füllen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, im Jahr 1735, schenkte Markgraf Friedrich seiner Gemahlin Wilhelmine das Gelände um die Eremitage zu ihrem 26. Noch im selben Jahr begann Wilhelmine mit dem Umbau: Das Alte Schloss wurde zu einem Sommerschloss umgebaut und mit überwiegend barocken Elementen neu ausgestattet. In den folgenden Jahren ließ Wilhelmine Heckenquartiere, Laubengänge und Wasserspiele anlegen sowie einige künstliche Ruinengebäude errichten. Zwischen 1743 und 1745 entstanden verschiedene Architekturen und Brunnenanlagen wie das Ruinentheater und die Untere Grotte. Das Neue Schloss mit der Oberen Grotte entstand zwischen 1749 und 1753 und wurde 1751 durch eine märchenhafte Orangerie ergänzt. Unter den Gartenanlagen des 18. Jahrhunderts gilt die Eremitage als Musterbeispiel.

Wie in einem Frühlingsparadies fühlt sich der Spaziergänger in der Eremitage, dem historischen Garten der Markgräfin Wilhelmine, die mit einzigartigen Bauten wie dem Opernhaus oder dem Neuen Schloss das Stadtbild Bayreuths geprägt hat. An den Fassaden von Sonnentempel und Orangerie erwarten den Besucher mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings abwechslungsreiche Farbspiele aus bunten Glassteinen und Bergkristallen. In Bayreuths wohl eindrucksvollster Parkanlage begeistern zudem Wasserspiele und prächtige Blütenstauden in den ersten Frühlingswochen - ein idealer Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

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Franken | Bayern | Deutschland

Bayreuth bietet mit dem Markgräflichen Opernhaus das wohl schönste erhaltene Barocktheater Europas. Seit 2012 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde 2014 erstmals in die Liste der TOP 100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands aufgenommen.

20. Jahrhundert: Der Festspielpark am Grünen Hügel

Das Kernstück des Festspielparks erhielt seine heutige Form Ende der 1920er Jahre nach Plänen des Landschaftsarchitekten Gustav Allinger. In den 1970er Jahren wurde der Park umfangreich erweitert. An sonnigen Frühlingstagen laden der Steingarten, der neue Parkteil im Nordosten oder der idyllisch gelegene Seerosenteich zum Verweilen ein. Wer sich als Musikliebhaber schon im Frühjahr auf die Bayreuther Festspiele freut und in deren Geschichte eintauchen möchte, findet an verschiedenen Stellen im Festspielpark Gedenk- und Informationstafeln, die an ehemalige Sänger und Musiker erinnern, die zu Lebzeiten bei den Bayreuther Festspielen mitgewirkt haben.

21. Jahrhundert: Mariengärtlein an der Schlosskirche

Das Mariengärtlein an der Schlosskirche gibt es seit der Landesgartenschau 2016. Damals wurde ein Radweg mit verschiedenen Stationen für Pausen mit Blick ins Grüne durch die Innenstadt geplant. Im Zuge dieser infrastrukturellen Modernisierungen sollte ein bereits vorhandenes Betonrondell mit kleinem Brunnen vor der Schlosskirche ein neues, dekoratives „Gesicht“ erhalten. Die Idee, rund um das Rondell ein Mariengärtlein anzulegen, entstand im Gartenkunstmuseum Schloss Fantaisie im nahen Donndorf. Dort ist ein Druck des kleinen Tafelbildes „Das Paradiesgärtlein“ von 1410/20 als repräsentatives Modell eines mittelalterlichen Gartens ausgestellt. Die dargestellten Pflanzen, Tiere, Farben und Zahlen hatten eine Symbolik, die der Gottesmutter Maria zugeordnet werden kann und dienten gleichzeitig als Heilpflanzen. Wer also im Frühling Bayreuth mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkundet, kann sich bei einer Rast am Mariengärtlein an den farbenfrohen Blumenarrangements erfreuen.

Weitere Informationen: www.bayreuth-tourismus.de/sehenswertes/gaerten-und-parks/

Quelle: Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH c/o Wilde & Partner Communications GmbH

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