Einmalig und schützenswert

Welterbe ganz lebendig: Am 5. Juni 2016 feiert Deutschland mit einem bunten Kulturprogramm und vielen Aktionen die kulturelle und historische Bedeutung der UNESCO-Welterbestätten. Unter dem diesjährigen Motto „UNESCO-Welterbe verbindet“ findet der Gedenktag in Deutschland schon zum zwölften Mal statt. Die Schweiz stellt dieses Jahr zum ersten Mal am 11. und 12. Juni 2016 ihre kulturellen und natürlichen Schätze in den Mittelpunkt. Das sind die elf UNESCO-Welterbestätten der Schweiz:

Rhätische Bahn zwischen Albula und Bernina

Als Meisterleistung in Bautechnik und Linienführung trägt die Bahnstrecke über Albula und Bernina seit 2008 die Auszeichnung als Weltkulturerbe. Mit engen Kurven und ausgefallenen Kunstbauten wie dem Landwasserviadukt fügt sich die Eisenbahn harmonisch in die Landschaft ein. Mehr über die Geschichte der Rhätischen Bahn erfahren Interessierte im Bahnmuseum Albula.

Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch

Das größte zusammenhängende vergletscherte Gebiet der Alpen ist für die UNESCO ebenfalls von hohem Wert. Seit 2001 gilt die 824 Quadratkilometer große Gletscherlandschaft mit ihren imposanten Bergketten und urigen Tälern als Weltnaturerbe. Das Gebiet liegt in den Kantonen Bern und Wallis und erstreckt sich über alle Vegetationsstufen von mediterran anmutender Steppe bis ins karge Hochgebirge.

Drei Burgen von Bellinzona

Früher eine Talsperre zu den Alpen, seit 2000 Weltkulturerbe: Die drei imposanten Burgen von Bellinzona sind Zeitzeugen der bedeutenden mittelalterlichen Befestigungsbaukunst. Nachdem die Burgen über die Jahrzehnte mehrfach wiederaufgebaut und restauriert wurden, erstrahlen die Burgen Castelgrande, Montebello und Sasso Corbaro heute in voller Pracht.

Altstadt von Bern

Auf einer Halbinsel hoch über der Aare liegt die Berner Altstadt, die seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Altstadt von Bern hat ihren mittelalterlichen Städtebau erhalten. In vielen Kellergewölben sind heute charmante Cafés zuhause. Urlauber bummeln in den kilometerlangen Laubengängen und genießen den gemütlichen Lebensrhythmus der Stadt.

Stiftsbezirk St. Gallen

Die Kathedrale gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen St. Gallens. Zusammen mit dem Stiftsbezirk formt sie ein einmaliges historisches Gefüge, das die UNESCO 1983 zum Weltkulturerbe erklärte. In der Stiftsbibliothek staunen Besucher über einen der schönsten Rokokosäle der Schweiz. Die sogenannte „Seelenapotheke“ in St. Gallen beherbergt rund 170.000 Bücher und 2.000 Originalhandschriften aus dem Mittelalter.

La-Chaux-de-Fonds / Le Locle, Stadtlandschaft Uhrenindustrie

Über hundert Jahre lang war La-Chaux-de-Fonds das weltweite Zentrum der Uhrenindustrie. Auch das nahegelegene Le Locle ist eine der bekanntesten Uhrenstädte der Schweiz. Diese Bedeutung hat die UNESCO 2009 geadelt – seitdem zählen beide Orte zum Weltkulturerbe. Ihre Bauten zeugen von der blühenden Handwerks- und Industriegeschichte.

Lavaux, Weinberg-Terrassen

Schon im 11. Jahrhundert bauten die Schweizer auf den engen Terrassen Reben an. Über die Jahre haben viele Generationen von Weinbauern auf den von Mauern gestützten Flächen Trauben gepflanzt. 2007 erklärte die UNESCO die einmalige Landschaft mit ihren 14 Dörfern zum Weltkulturerbe und erkannte damit das harmonische Zusammenspiel zwischen Bewohnern und Umwelt an.

Monte San Giorgio

Ein Zeugnis lange vergangener Zeiten gibt der Monte San Giorgio am Luganersee ab. In seinem Untergrund schlummern bis zu 240 Millionen Jahre alte Fossilien. Das war der UNESCO 2003 das Siegel Weltnaturerbe wert. In früheren Zeiten bildeten die Gesteine des Berges ein Meeresbecken in einer subtropischen Region. Heute erzählt das Fossilienmuseum in Meride von dieser eindrucksvollen Zeit.

Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Über sechs Länder erstreckt sich das Weltkulturerbe der prähistorischen Pfahlbauten, die seit 2011 bei der UNESCO gelistet sind. Von den 111 Stationen befinden sich 56 in der Schweiz. Die bedeutenden archäologischen Funde sind durch ihre Lage am oder unter Wasser gut erhalten. Sie geben Wissenschaftlern mit Funden aus Stein, Keramik und organischen Materialen einen einmaligen Einblick in die Zeit um 5000 bis 500 vor Christus.

Schweizer Tektonikarena Sardona

Die faszinierende Entstehung der Alpen wird in der Tektonikarena Sardona lebendig. Über Jahrmillionen türmten sich die heutigen Alpen durch den Zusammenstoß von Afrika mit Europa auf. Über die Jahre schoben und falteten sich Gesteinsschichten übereinander. 2008 erklärte die UNESCO die Arena zum Weltnaturerbe.

Benediktinerinnen-Kloster St. Johann in Müstair

Im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen gegründet, präsentiert sich das Kloster heute gut erhalten und begeistert mit Baustilen aus mehreren Epochen. Die Kunstschätze aus über zwölf Jahrhunderten lassen nicht nur Archäologen und Kunsthistoriker staunen. Seit 1983 zählt das Kloster, in dem heute Benediktinernonnen leben, zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Anlässlich der ersten Schweizer UNESCO Welterbetage hat die Rhätische Bahn ein buntes Festprogramm mit Vorträgen, Ausstellungen, Konzerten und Spielen für Kinder aufgelegt. Auch die Gemeinden und Destinationen entlang der Welterbestrecke beteiligen sich daran. Besucher können das Programm wahlweise mit Fahrten mit der Rhätischen Bahn auf der Albula- und Berninalinie kombinieren. Diese sind im Welterbetag-Eventpass zum Preis ab rund 40 Euro (45 Franken) für Erwachsene inkludiert. Mehr Informationen online unter www.rhb.ch/welterbetag

Über die Rhätische Bahn

Mit ihren traditionsreichen Gebirgsstrecken bietet die Rhätische Bahn bereits seit 1889 eine Reihe von außergewöhnlichen Bahnerlebnissen in der schweizerischen Region Graubünden. Der Betrieb startete anfänglich mit einer Strecke von Landquart bis Klosters und umfasst heute ein insgesamt 384 Kilometer langes Bahnnetz inmitten des Hochgebirges – ein Teil der Linien zählt seit 2008 zum UNESCO-Welterbe. Mit dem Bernina Express und dem Glacier Express verfügt die Rhätische Bahn über Marken, die weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt sind. Informationen und Buchung unter www.rhb.ch.

Quelle: Rhätische Bahn c/o w&p Wilde & Partner Public Relations GmbH

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