Faszinierende Erlebnislandschaft im Weltkulturerbe Völklinger Hütte entdecken
Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland ist das einzige vollständig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung und zugleich das erste Denkmal dieser Epoche, das 1994 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde.
Heute verbinden sich hier Industrie, Kultur, Geschichte, Kunst und Natur zu einem besonderen Erlebnis und prägen die Welterbestätte als Ort der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bis zum 17. August 2025 ist hier die Großausstellung "The True Size of Africa" zu erleben. Unter www.voelklinger-huette.org finden Besucherinnen und Besucher alle Informationen zur Hütte und zur Ausstellung.
Das Refugium: Spektakuläre Architektur
Erst kürzlich wurde das spektakuläre Eingangsgebäude im historischen Wasserhochbehälter eröffnet. Der neue Besucherweg erschließt zwei Schätze der Industriegeschichte: den Wasserhochbehälter, der zu den größten seiner Art zählt, und das anschließende Pumpenhaus. Schon der erste Schritt in die großzügige Eingangshalle eröffnet den Blick auf die beiden erhaltenen Kranbahnen des Wasserhochbehälters, der Steg über die Maschinen des Pumpenhauses und die Freifläche zwischen den Industriegebäuden zur Gebläsehalle zeigt weitere eindrucksvolle Fabrikarchitektur.
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Saarland | Deutschland
Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist eine von derzeit 39 UNESCO-Welterbestätten in Deutschland. Es steht in seiner Bedeutung auf einer Stufe mit den ägyptischen Pyramiden, der Großen Mauer in China, dem Kölner Dom oder dem Great Barrier Reef in Australien. Ein Besuch des Weltkulturerbes Völklinger Hütte ist ein Abenteuer: Tief hinein geht es in die dunklen Gänge der Möllerhalle, hoch hinaus führt der Aufstieg auf die Aussichtsplattform am Hochofen.
Die große Ausstellung "The True Size of Africa"
In der Gebläsehalle eröffnet die Ausstellung "The True Size of Africa" inmitten der riesigen Gebläsemaschinen eine faszinierende Erlebnislandschaft, die zugleich zum Nachdenken anregt. 140 Jahre nach der Berliner Kongo-Konferenz, die Afrika ohne afrikanische Beteiligung unter den Kolonialmächten aufteilte, erprobt die Schau vielfältige Zugänge zum Riesenkontinent. Die Ausstellung will Sichtweisen jenseits von Stereotypen ermöglichen - durch Kulturgeschichte und Gegenwartskunst, durch ständige Perspektivwechsel und künstlerische Vielstimmigkeit. Sie spannt einen weiten Bogen von den Anfängen der Menschheit bis in die Gegenwart in einem eigens für die Schau entwickelten „Museum der Erinnerungen“. Themeninseln wie Altägypten, Kolonialmacht Deutschland oder Wege des Panafrikanismus spiegeln sich in der zeitgenössischen Kunst. Bedeutende Werke der letzten Jahrzehnte treffen auf zahlreiche, eigens für die Ausstellung konzipierte Klang- und Rauminstallationen von Künstlerinnen und Künstlern aus Afrika und der globalen Diaspora.
Wer mehr Zeit mitbringt, kann auf insgesamt sieben Kilometern Besucherpfaden weitere Facetten des UNESCO-Welterbes erkunden und zum Beispiel auf der Aussichtsplattform über den Hochöfen in 45 Metern Höhe das Panorama genießen oder einen Abstecher in die Gartenwildnis des "Paradies" auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei machen.
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Quelle: Weltkulturerbe Völklinger Hütte I Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur
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