Frisch gezapft schmeckt es doch am besten

In Deutschland gibt es über 1300 Braustätten, 200 brauen ihr Bier in Oberfranken. Mit 74 Brauereien kann die dortige Fränkische Schweiz eine der größten Brauereidichten Deutschlandweit aufweisen. Vermutlich wird das Bier nirgends so geliebt wie hier. Auf speziellen Wanderwegen und Radltouren von Brauerei zu Brauerei, fränkischen Festen und Kirchweihen oder in einem der zahlreichen Gasthäuser und Bierkeller können Besucher in die Welt des schmackhaften Gerstensafts eintauchen.

„Wasser trinkt nur der Vierbeiner, der Mensch, der findet Bier feiner!“ – Das wusste bereits Heinz Erhardt. Das gute Gebräu aus Hopfen, Gerste und Malz wird in der Fränkischen Schweiz in Form von über 600 verschiedenen Biersorten gerne genossen. Nicht umsonst kann das idyllische Aufseß einen Eintrag im Guinessbuch der Rekorde vorweisen – und zwar als amtlich anerkannter Ort mit der größten Brauereidichte der Welt, gemessen an der Einwohnerzahl. Hier kommen vier Braustätten auf insgesamt 1400 Einwohner! Wer auf einem 14 Kilometer langen Rundweg alle vier besucht und sich in jeder Braustätte (nach einem Verzehr oder einem Getränk) einen Stempel geben lässt, erhält zum Schluss eine Urkunde als „Ehrenbiertrinker“ in der Weltrekord-Gemeinde.

In Aufseß gibt es Passenderweise auch eine eigene Bauereienkönigin und in Forchheim hat eine Bierkönigin das Sagen, die dann auch das berühmte Annafest eröffnet! Dieses findet jedes Jahr Ende Juli in der größten zusammendenhängenden Biergartenanlage der Welt, dem Kellerwald, statt. Über 20 Kellerwirtschaften laden dort von Mai bis September zum Verweilen ein, manche sogar das ganze Jahr – dann natürlich drinnen!

Die köstlichen Biere, die oft in den kleinen Brauereien in der ganzen Fränkischen Schweiz produziert und teilweise nur in einer zugehörigen Gaststätte ausgeschenkt werden, sind ein wahrer Genuss. Auf zahlreichen Brauerei-Erlebnistouren können Gäste von einer Braustätte zur nächsten wandern und die Geschmacksnerven testen: Welches Bier schmeckt herb, welches eher mild? Auf dem „Fünf-Seidla-Steig“ im Süden der Region kann man auf 17 km bei fünf Privatbrauereien Station machen, eine davon die bekannte Klosterbrauerei Weißenohe. Hier oder auf den anderen Bierwegen kann man sich das ein oder andere Seidla (fränkisch für einen halben Liter Bier) schmecken lassen. Wunderbare Wald- und Wiesenlandschaften, herzhafter Biergenuss und fränkische Gaumenfreuden – mehr kann ein Wanderweg kaum bieten.

Alle, die lieber radeln, können beispielsweise den Waischenfeld-Rundweg in Angriff nehmen. Die 24 Kilometer lange Radtour führt an drei Brauereien vorbei. Weitere Tourenvorschläge fürs Wandern und Radeln entnehmen Gäste ganz einfach dem extra angefertigten Prospekt, der viele Brauereien, Bierwanderwege und Bierkellertouren zusammenfasst.

Wer mehr über das Bier in der Fränkischen Schweiz erfahren will, besucht am besten eine der vielfach angebotenen Brauereiführungen, schaut einem Biersommelier über die Schulter oder braut selbst mit bei einem der angebotenen Aktionstage. Oder macht man sich zu Fuß auf einen Stadtrundgang mit anschließender Bierkellerführung und Bierprobe.

In der ein oder anderen Brauerei werden inzwischen auch Spezialbiere kredenzt, wie etwa ein Whiskybier oder IPA. Oder die Geschmacksknospen werden mit einer Kirsch- oder Birnennote neu sensibilisiert. Einfach mal ausprobieren…..

Eine spezielle Bier-Tradition ist das Flindern in Pegnitz. Der Brauch geht auf eine jahrhundertealte Übereinkunft zurück, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation getroffen wurde. Während der Sommermonate durften immer nur je drei Bürger pro Woche selbstgebrautes Bier aus dem Kommunbrauhaus ausschenken. Das ist in Grundzügen bis heute so geblieben. In der Zeit von April bis Juni jeden Jahres beteiligen sich zehn Gasthäuser am Flinderertreiben. Neben dem guten Essen - es gibt Deftiges aus der Hausschlachtung - wird von den zwei örtlichen Brauereien für Bierliebhaber das eigens dafür gebraute Flindererbier angeboten.

Wer nicht nur auf das kühle Blonde steht, sondern auch gerne einen gebrannten Geist oder Likör genießen will, kann außerdem noch bei einer der zahlreichen Brennereien der Region einen Stopp einlegen. Ob Obstbrand, Zwetschgenwasser, Whiskey oder Apfelsekt – die Fränkische Schweiz sagt Zum Wohl!

Die Fränkische Schweiz liegt im Städtedreieck Bamberg – Bayreuth – Nürnberg. Der Naturpark ist eine der ältesten und beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands mit einer kleinstrukturierten, bäuerlich geprägten Naturlandschaft, durch die sich romantisch anmutige Tallandschaften schlängeln, überragt von 35 mittelalterlichen Burgen und Ruinen. Mehr als 700 idyllisch gelegene, kleine Dörfer mit schmucken Fachwerkhäusern und blühenden Wiesen vermitteln das Gefühl, im „Schlupfwinkel Deutschen Gemütes“ zu sein. Sowohl für Sportfreunde als auch für Kulturinteressierte bietet die Region zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.fraenkische-schweiz.com

Quelle: Tourismuszentrale Fränkische Schweiz

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