Genussmomente 2026 in den Fränkischen Städten
Traditionelle Spezialitäten, kreative Küchenideen und handwerkliche Braukunst wecken die Vorfreude auf einen Urlaub in der Region Franken in Bayern. Die Partner der Arbeitsgemeinschaft „Die Fränkischen Städte“ haben dafür jeweils eine kulinarische Besonderheit ausgewählt. Damit zeigen sie die Vielfalt fränkischer Genusskultur und präsentieren ihre kulinarischen Aushängeschilder auf der gemeinsamen Städte-Website www.die-fraenkischen-staedte.de/genussmomente. Die folgende Liste zeigt, was hier serviert wird.
Schlotengeli und saure Zipfel: die Ansbacher Bratwurst
Wer genüsslich in eine Ansbacher Bratwurst beißt, lässt sich zugleich ihre lange Geschichte schmecken: Sie wurde erstmals im Jahr 1430 urkundlich erwähnt, als ihre Qualitätsvorgaben festgeschrieben wurden. Somit verfügt die Bratwurst über ein Reinheitsgebot, das älter ist als das für bayerisches Bier. Daran halten sich die Metzger der Stadt Ansbach bis heute.
Die Ansbacher Bratwurst wird gerne in der Pfanne gebraten, dazu werden Sauerkraut und Schwarzbrot gereicht. Sehr beliebt sind außerdem die in einem würzigen Sud gegarten „Sauren Zipfel” oder die geräucherte Variante „Schlotengeli”.
Köstliche Fusion: Aschaffenburger Brizza
Aschaffenburg bringt eine kulinarische Fusion aus Italien und Bayern auf den Teller: die Brizza! Sie wurde 2020 im Aschaffenburger „Wurstbendel“ erfunden und hat mittlerweile viele weitere Restaurants in Deutschland erobert. Jennifer Zeller ist die Chefin dieses gemütlichen Traditionswirtshauses. Gemeinsam mit ihrem Bruder Sascha wollte sie die traditionelle Brezel einmal anders in Szene setzen. So entstand die Brizza, bei der sich zum Brezelboden ein außen knuspriger und innen fluffiger Brezelrand gesellt. Beim Belag kann man aus vielen Varianten wählen – vom „Franken“ mit Sauerkraut und Nürnberger Rostbratwürstchen bis zum „Griechen“ mit Oliven und Hirtenkäse.
Feurige Leidenschaft: Bamberger Rauchbier
Der Geschmack des legendären Bamberger Rauchbiers ist einzigartig, markant – und natürlich rauchig. Dieser Geschmack entsteht durch eine früher weit verbreitete, aber heute fast vergessene Methode: Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Malz direkt über dem heißen Rauch eines offenen Holzfeuers getrocknet. Mit der Einführung rauchfreier Trocknungstechniken galt diese Methode lange als überholt, doch sie wurde später wiederentdeckt. In Bamberg jedoch ist sie nie ganz verschwunden und hat eine treue Fangemeinde. 2017 wurde das Bamberger Rauchbier deshalb von Slow Food in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen.
Quartett der Bierkultur: Bayreuther Braukunstwelt
„4 Zutaten, 1.000 Möglichkeiten“ – das ist das Motto der Bayreuther Braukunstwelt auf dem Brauereigelände von Maisel & Friends. Es wird gezeigt, wie aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe sowie der Leidenschaft der Braumeister eine beeindruckende Vielfalt an Aromen und Bierstilen entsteht. An interaktiven Stationen wird die Bedeutung jeder einzelnen Zutat für den Brauprozess erklärt. Für die Entwicklung der Braukunstwelt in Bayreuth hat sich die Brauerei erfahrene Experten aus dem Hopfen- und Malzhandel sowie der Wissenschaft ins „Freunde-Boot“ geholt, sodass geballtes Expertenwissen an einem Ort zusammenkommt.
An der Tafel des Herzogs: Coburgs Hoflieferanten
Der Titel „Hoflieferant“ steht bis heute für erlesene Qualität und Gaumenfreuden, die gut genug für die fürstliche Tafel waren. In Coburg, einst eine der Residenzstädte des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha, sind einige dieser traditionellen Betriebe noch heute aktiv. In der Feinbäckerei Feyler sind beispielsweise die Coburger Schmätzchen und Meisterlebkuchen erhältlich, durch die Konditormeister Wilhelm Feyler zum Hoflieferanten wurde. Auch die Konditorei und Kaffeerösterei Schubart sowie die Weinhandlung Oertel belieferten einst den herzoglichen Hof. In der Hof-Apotheke wird zudem der Hof-Likör hergestellt. Das Rezept dafür wurde bei Grabungen wiederentdeckt.
Zweifache Genuss-Spitze: Deutsches Haus Dinkelsbühl
In der Dinkelsbühler Altstadt vereint das Hotel Deutsches Haus mit dem Altdeutschen Restaurant und dem Restaurant in der ehemaligen Sparkasse zwei kulinarische Welten. Beide stehen für exzellenten Geschmack und kompromisslose Qualität.
Das Altdeutsche Restaurant in Dinkelsbühl befindet sich in einem denkmalgeschützten Patrizierhaus aus dem 15. Jahrhundert. Seine kreative Fine-Dining-Küche interpretiert fränkische Klassiker neu. Modern, offen und puristisch präsentiert sich das Restaurant in der ehemaligen Sparkasse. Es serviert die fränkischen Klassiker zeitgemäß, frisch und leicht – und ausschließlich mit Bio-Produkten.
Zarte Kost von der Heide: „Altmühltaler Lamm“ in Eichstätt
Durch seine Lage ganz im Süden Frankens treffen in Eichstätt fränkische, schwäbische und altbayerische Küchentraditionen zusammen. Eine besondere Rolle spielt hierbei das „Altmühltaler Lamm“. Wenn die steilen Hänge rund um die Stadt von Herden durchzogen werden, wird verhindert, dass sich Bäume und Büsche auf den artenreichen Wacholderheiden ausbreiten. So schützen sie einen sensiblen Lebensraum. Durch das kräuterreiche Futter wird auch ihr Fleisch zart und aromatisch. Wo man es sich in Eichstätt schmecken lassen kann, erkennt man am Siegel „Altmühltaler Lamm“.
Dinner mit Freunden: Genuss-Festival in Erlangen
Einmal im Jahr wird Erlangen bei seinem Genuss-Festival zur Bühne für außergewöhnliche kulinarische Erlebnisse. Höhepunkt in Erlangen ist das Gala-Dinner „Cooking with Friends“, bei dem Spitzenköchen gemeinsam ein raffiniertes Mehrgänge-Menü präsentieren. Außerdem stehen in ausgewählten Restaurants der Stadt exklusive Dinnerabende auf dem Programm – von Traditionshäusern bis hin zu kreativen Pop-up-Locations. Die Genuss-Safari lädt zu einem kulinarischen Spaziergang in die Geschäfte der Erlanger Innenstadt ein. Hier servieren die Einzelhändler Häppchen und schaffen so einen Dialog zwischen Handel, Gastronomie und Gästen.
Rein in die Reifekammer: Metzgereien-Streifzug durch Forchheim
Die Geheimnisse des herzhaften fränkischen Genusses enthüllt der Streifzug durch den Forchheimer Familienbetrieb Schweizer & Reif. Beim Gang durch die "heiligen Hallen" steht vor allem eine Frage im Fokus, nämlich, was eine hausgemachte Forchheimer Bratwurst vom Standard-Grillgut aus dem Supermarkt unterscheidet. Gemeinsam mit dem Metzgermeister verfolgen die Teilnehmenden den Weg vom frischen Fleisch bis zum verführerischen Bratwurstaroma auf dem Holzkohlegrill. Sie dürfen sich in der Reifekammer die eine oder andere Scheibe abschneiden und zum Abschluss eine frisch gegrillte Bratwurst sowie ein Seidla Forchheimer Bier kosten.
Backstube im Grünen: Das Stadtparkcafé in Fürth
Laura Schaller und ihr Partner Alex Kurio haben mit viel Herzblut das Café im Fürther Stadtpark neu belebt. Gleichzeitig bewahren sie den besonderen Charakter des 1951 als Milchgaststätte erbauten Hauses. In dem früheren Eistruhenhaus hat sich Alex Kurio zudem eine Backstube eingerichtet. Der Bäckermeister fertigt dort täglich Kuchen, Gebäck und Brote in Bio-Qualität, die so weit wie möglich aus regionalen Zutaten bestehen. Das inspiriert maßgeblich die Speisekarte des Cafés. Während der Sommermonate betreibt das Café außerdem die angrenzende Freilichtbühne mit Kino-, Musik- und Comedy-Veranstaltungen in Fürth.
Wissen aus dem Kupferkessel: Kulmbacher Museumsbrauerei
In der „Gläsernen Brauerei” des Bayerischen Brauereimuseums in Kulmbach steht Sebastian Hackner am Sudkessel. Den Gästen wird vom diplomierten Braumeister gezeigt, wie aus Malz, Hopfen, Wasser und Hefe das flüssige Gold entsteht, und der Brauprozess Schritt für Schritt erklärt – vom Schroten und Maischen über das Würzekochen bis hin zur Gärung und Reifung. Mit ihrem 7-Hektoliter-Sudwerk ist die „Gläserne Brauerei” nicht nur Schaubühne, sondern eine echte Handwerksbrauerei, in der die naturbelassenen Museumsbiere – unfiltriert und unpasteurisiert – entstehen. Wenn der Probierschluck gereicht wird, versteht man, warum in Kulmbach die Bierkultur so hochgehalten wird.
Taubertal Gourmet Tour: Rothenburger Genusswochenende
Rothenburg ob der Tauber ist der Ausgangspunkt dieser Tour, die sich bestens für ein kulinarisches Wochenende anbietet. Gestartet wird in der „Villa Mittermeier“ in Rothenburg. Christian Mittermeier und sein Team – Küchenchef Thorsten Hauk wurde 2025 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet – stehen für moderne Kulinarik mit internationalem Anspruch. Die zweite Station ist der Adelshofener Ortsteil Tauberzell. Dort betreibt Lars Zwick das Landhaus zum Falken.
Hier gibt es ehrliche Küche mit Handwerk und Haltung: Das Landhaus wurde mit dem „Grünen Stern“ des Guide Michelin für sein Engagement in Sachen Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Zum Abschluss lädt Christian Stahl in Auernhofen, einem Ortsteil von Simmershofen, auf den Winzerhof Stahl ein. Internationale Prämierungen und das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant machen diesen Ort zu einem Gesamtkunstwerk.
Tradition vom Metzgerbrett: Schweinfurter Schlachtschüssel
Im traditionsreichen Hotel „Ross“ wird mit der Schweinfurter Schlachtschüssel ein kulinarisches Kulturgut der Stadt Schweinfurt gepflegt. Sie ist ein uriges Gesamterlebnis, das sogar als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. Vor allem aber ist die Schlachtschüssel ein geselliges Erlebnis, denn sie wird ab 15 Personen aufwärts serviert. Diese nehmen im Hotel Ross an langen Tafeln Platz und genießen anschließend bis zu sieben Gänge.
Dabei werden bei jedem Gang verschiedene Teile vom frisch gekochten Schwein serviert: vom Bauch über Kamm, Bug und Stich bis hin zu Ohren, Rüssel und Zunge. Begleitet werden die Gänge von Sauerkraut, Bauernbrot und Frankenwein. Serviert wird direkt vom Metzgerbrett, einer blanken Holztafel. Das Ross-Team begleitet das Essen mit Geschichten, Lachen, Musik oder Gesang.
Stern im Mainviertel: das Restaurant MiZAR in Würzburg
In einem Fachwerkhaus im Würzburger Alten Mainviertel haben sich Konstantin Kuntzsch und Florian Mack mit dem MiZAR ihren Traum vom Gourmetrestaurant erfüllt. Seit 2024 überzeugt das MiZAR mit dem minimalistischen Stil von Küchenchef Konstantin Kuntzsch. Sommelier und Gastgeber Florian Mack stellt mit viel Gespür für perfekte Kombinationen ausschließlich fränkische Weine zusammen. Bereits wenige Monate nach der Eröffnung erhielt das Restaurant drei rote Hauben im Gault&Millau-Restaurantführer, 2025 folgte die Auszeichnung mit einem Stern im Guide Michelin. Damit zählt das MiZAR zu den besten Fine-Dining-Adressen in Franken.
Kostproben der Stadtgeschichte: Vegane Stadtführung in Nürnberg
Nürnberg zeigt, dass Genuss auch ganz ohne tierische Produkte ein echtes Erlebnis sein kann. Bei der neuen veganen Tour von „Wie schmeckt meine Stadt“ geht es auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Altstadt. Der Rundgang ist ideal für alle, die mehr über die Stadtgeschichte lernen und gleichzeitig kulinarisch innovative Gastgeber kennenlernen möchten. Ob würzige Streetfood-Snacks, raffinierte Patisserie oder herzhafte, warme Gerichte – jede Station bietet eine Kostprobe. Die auf dem Weg liegenden Betriebe setzen nicht nur auf saisonale und regionale Zutaten, sondern greifen oft auch soziale Aspekte auf, beispielsweise inklusive Arbeitskonzepte oder besondere Gemeinschaftsprojekte.
Quelle: Tourismusverband Franken e.V.
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