Großausstellung X-RAY im Weltkulturerbe Völklinger Hütte noch bis zum 16. August 2026
Vor 130 Jahren, am 8. November 1895, entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Würzburger Labor das bis dahin unbekannte Phänomen der „X-Strahlen“. Nur wenige Wochen später verbreitete sich diese bahnbrechende Entdeckung wie ein Lauffeuer um den Erdball und inspirierte nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch bildende Künstler, Musiker, Filmemacher und Karikaturisten.
Wechselwirkungen mit Kunst und Kulturgeschichte
Dass diese Faszination bis heute ungebrochen ist, zeigt die Großausstellung „X-RAY. Die Macht des Röntgenblicks“, die noch bis zum 16. August 2026 im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu sehen ist. Weitere Informationen finden Sie unter www.voelklinger-huette.org. Die Ausstellung widmet sich umfassend dem Phänomen der Röntgenstrahlen und den zahlreichen kulturellen und künstlerischen Aspekten des Röntgenblicks. Auf Basis des weiten Spektrums der Röntgentechnik – vom ersten Röntgenbild bis hin zum aktuellsten Röntgen-Satelliten der Weltraumforschung – beleuchtet die Schau insbesondere die kreativen Wechselwirkungen mit Kunst und Kulturgeschichte, Politik, Literatur und Architektur, Musik, Mode und Kino. Die beeindruckende Gebläsehalle der Völklinger Hütte bietet den idealen Ort für den als Erlebnislandschaft gestalteten Ausstellungsparcours.
Panorama der Moderne und Gegenwart in 18 Kapiteln
Der Parcours vereint eine Röntgen-Kapelle von Wim Delvoye, ein transparentes Backstein-Labyrinth, einen Catwalk der Röntgen-Mode und ein Kino für Röntgenfilme. Materialforschung und Sichttechnik finden sich hier ebenso wie Medizin und Molekularbiologie. In 18 Kapiteln entfaltet sich ein regelrechtes Panorama der Moderne und Gegenwart.
Nach der Begrüßung durch eine eigens für die Ausstellung realisierte Graphic-Novel-Bildfolge von Jens Harder zur Entdeckung und Frühzeit der Röntgentechnik treffen die Besucherinnen und Besucher auf eine Rekonstruktion von Röntgens Forschungslabor. Der große Anteil der zweimaligen Nobelpreisträgerin Marie Curie am mobilen Einsatz der Röntgentechnik im Ersten Weltkrieg wird vorgestellt. Auch Politik und Geschichte sind große Kapitel.
Folgen der Industriearbeit für den Menschen
In seinem Werk „Odem” thematisiert der Künstler Christoph Brech die konkreten Folgen von Industriearbeit. Das eigens für die Gebläsehalle realisierte Rundbogenfenster zeigt Röntgenaufnahmen von Lungen von Menschen, die einst in und um die Völklinger Hütte gearbeitet haben. Nicht wenige zeigen Anzeichen einer Staublunge oder eines Karzinoms. So erinnert das Fenster eindringlich und exemplarisch an all jene Menschen, die hier unter schwersten Bedingungen im Staub der Schornsteine und Sinteranlagen gearbeitet haben.
Quelle: Weltkulturerbe Völklinger Hütte I Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur c/o UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V.
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