Hoch hinaus: Höhenrausch-Spots im Süden
Ob am Fels, in der Luft oder auf schwindelerregenden Brücken: Baden-Württemberg bietet Nervenkitzel in allen Höhenlagen. An Neckar und Donau warten Kletterabenteuer, Gleitschirmflüge eröffnen neue Perspektiven auf die Schwäbische Alb und im Europa-Park schlägt das Herz bei rasanten Achterbahnfahrten Purzelbäume. Am Bodensee versprechen Zeppelintouren echte Höhenflüge.
Hart an der Kante: Klettern an Neckar und Donau
In den Hessigheimer Felsengärten, einem Naturschutzgebiet am Neckar, wächst nicht nur erstklassiger Wein, sondern es befindet sich dort auch ein reizvolles Kletter- und Boulder-Revier. Bis zu 18 Meter ragen die schroffen Muschelkalkfelsen in den Himmel. Sie können auf etwa 130 Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden bezwungen werden. Auch weiter südlich, im Naturpark Obere Donau, bietet die Felslandschaft beste Kletterbedingungen. Aushänge und Beschilderungen informieren darüber, welche Felsen freigegeben sind. Wer seinen Besuch vorab planen möchte, informiert sich beim DAV-Landesverband.
Aus der Vogelperspektive: Gleitschirmfliegen auf der Schwäbischen Alb
Wie ein Vogel durch die Lüfte segeln, den frischen Wind spüren und die freie Sicht genießen. Für viele ist der Traum vom Fliegen der Inbegriff von Freiheit. Um sich diesen Traum bei einem Gleitschirm-Tandemflug auf der Schwäbischen Alb zu erfüllen, braucht es nicht viel mehr als ein paar schnelle Schritte den Hang hinunter. Sicher eingehängt beim Piloten geht es über die Landschaft rund um Beuren. Von dort aus bieten die Burgruine Hohenneuffen und die spätkeltische Siedlungsanlage Heidengraben völlig neue Einblicke.
In der Schwebe: Ballonfahrt im Lautertal
Für eine Fahrt im Heißluftballon braucht es vor allem viel heiße Luft. Dazu einen geübten Kapitän, der die Winde und Thermik kennt. Denn das Gefährt lässt sich im Grunde nicht steuern. Die wahre Kunst beim Ballonfahren liegt darin, auszurechnen, wohin man fliegen wird und wo man am Ende gut landet. Wenn sich der Korb langsam vom Boden abhebt, gibt man die Kontrolle ab und lässt den Alltag Meter für Meter hinter sich. Zum Beispiel auf der Schwäbischen Alb, wo man in gemächlichem Tempo mit Ballonprofi Rudi Fuchs über das Biosphärengebiet schwebt.
In schwindelerregender Höhe: Hängebrücken im Schwarzwald
Sie ist 380 Meter lang, 60 Meter hoch und gerade einmal etwas über einen Meter breit. Die Hängebrücke „Wildline” in Bad Wildbad verbindet den Sommerberg mit dem Baumwipfelpfad und bietet spektakuläre Ausblicke über den Schwarzwald. Auch die „Blackforestline“ bei Todtnau fügt sich elegant in die Natur ein. Unter der Hängebrücke kann man den Todtnauer Wasserfall in die Tiefe stürzen sehen. Als neueste Konstruktion lädt ab Mai 2026 die „Neckarline” in Rottweil in schwindelerregende Höhen. Mit ihrer geschwungenen Form eröffnet sie neue Perspektiven auf die älteste Stadt Baden-Württembergs.
Im freien Fall: Europa-Park in Rust
In Deutschlands größtem Freizeitpark Europa-Park sind Adrenalinkicks und atemberaubende Action garantiert. Ob bei einer Fahrt mit dem „Silver Star“, der mit 73 Metern zu den höchsten Achterbahnen Europas zählt, oder beim Katapultstart des „Blue Fire Megacoaster“. Mit der Holzachterbahn „Wodan” kommt man den nordischen Göttern ganz nah. Auch die drehfreudige Euro-Mir oder der neue Multi-Launch-Coaster „Voltron Nevera” sorgen für rasante Höhenflüge. Eingebettet in den neuen kroatischen Themenbereich bietet die Attraktion mit sieben Über-Kopf-Elementen und 2,2 Sekunden Schwerelosigkeit am Stück Nervenkitzel par excellence.
Am Drahtseil: Hirschgrund-Zipline Schiltach
Wem eine spektakuläre Aussicht allein zu langweilig ist, der findet im Kinzigtal zusätzlichen Nervenkitzel. Bei Schiltach sorgt eine der längsten Zipline-Anlagen Deutschlands für ein garantiert actionreiches Naturerlebnis. Das Prinzip ist mit der Seilrutsche am heimischen Spielplatz vergleichbar – nur eben ein paar Nummern größer. Sieben Bahnen führen über Steilhänge und Täler, sind jeweils bis zu 570 Meter lang und 83 Meter hoch. Auch die Geschwindigkeit macht das Erlebnis zur Mutprobe: Bei bis zu 60 Stundenkilometern rauschen Landschaft und Baumwipfel nur so vorbei.
Im Luftschiff: Zeppelinflug am Bodensee und in Oberschwaben
Ein sanftes Surren der Motoren begleitet den majestätischen Zeppelin, wenn er am Hangar in Friedrichshafen in die Luft steigt. Hat er seine Flughöhe von rund 300 Metern erreicht, können sich die Passagiere anschnallen, frei bewegen, dem Piloten bei der Arbeit zusehen oder einfach durch die riesigen Panoramafenster die Aussicht genießen. Von hier oben scheint einem die Welt zu Füßen zu liegen, und trotzdem lassen sich durch die niedrige Flughöhe selbst kleinste Details am Boden erkennen. Elf verschiedene Routen führen über den Bodensee, die grüne Hügellandschaft Oberschwabens und die Voralpen.
Quelle: Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW)
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