Kirchners Kosmos - Der Tanz
Ernst Ludwig Kirchner ist ein vom Thema „Tanz“ nahezu besessener Künstler. Als Inbegriff von „Bewegung“ gestaltet er es in allen möglichen stilistischen und inhaltlichen Varianten vom Früh- bis zum Spätwerk.
Der KirchnerHAUS Aschaffenburg e.V. wird im Geburtshaus des Künstlers diesen spannenden und faszinierenden Bereich erstmals überhaupt als Gesamtschau präsentieren. Dies geschieht in einer essentiellen Auswahl von 70 hervorragenden Arbeiten. Sie reichen von 1905, dem Jahr der Gründung der „Brücke“, bis in die späten Jahre von Kirchners Schweizer Exil.
In furiosen Zeichnungen, kraftvollen Holzschnitten, leuchtend farbigen Lithographien und Aquarellen kann der Besucher so Kirchners künstlerischen Weg verfolgen, der sich in seiner Gesamtheit zu einem künstlerischen Kosmos des Themas „Tanz“ weitet.
Die frühen Tanzdarstellungen der Jahre 1905 bis 1914 in Dresden und Berlin fokussiert Kirchner auf die Bereiche Varieté, Zirkus und Tanz; hier ist Eros sein ständiger Begleiter. Der erste Weltkrieg schafft eine künstlerische Zäsur. Kirchner wird die Thematik des Tanzes aufgrund einer kriegsbedingten schweren physischen und psychischen Krise erst nach seiner Übersiedlung in die Schweiz wieder aufgreifen.
1926 begegnet er der Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Mary Wigman bei einer Deutschlandreise nach Dresden. Fasziniert von ihrem expressionistischen Ausdruckstanz entstehen eindringliche Zeichnungen und ein Gemälde.
In Kirchners Spätstil finden die Tanz-Darstellungen zu einer symbolischen Bildsprache, die in den Entwürfen zum „Farbentanz“-Gemälde für den Festsaal des Folkwang Museums Essen gipfelt.
Kirchners Auseinandersetzung mit dem Thema „Tanz“ reicht weit in angrenzende kulturelle Bereiche hinein und folgt so dem gattungsübergreifenden Thema „Tanz“ in der Zeit des Expressionismus.
Die Ausstellung präsentiert neben Leihgaben namhafter Museen auch eine Reihe noch nie gezeigter Arbeiten aus Galerien und privatem Besitz. Begleitend hierzu erscheint ein umfassender und repräsentativer Katalog mit Beiträgen von Prof. Dr. Dr. Gerd Presler, Dr. Thomas Röske, Dr. Thorsten Sadowsky, Dr. Henrike Mund und Dr. Tobias Burg im Hirmer Verlag.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.info-aschaffenburg.de
Quelle: Kongress- und Touristikbetriebe der Stadt Aschaffenburg
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