Kultursommer auf Rügen - mit Geschichten und Gerichten aus dem Leben eines Leuchtturmwärters

Als kauzig, pflichtbewusst und den leiblichen Genüssen durchaus zugetan galt Eduard Schilling schon zu Lebzeiten. Als erster königlich-preußischer Leuchtturmwärter am Kap Arkona rettete er nicht nur zahlreichen Menschen bei Schiffsunglücken das Leben, sondern er bewirtschaftete im 19. Jahrhundert mit Frau und Kindern dort auch ein Stück Land und eine kleine Gastwirtschaft. Dass dort auch recht illustre Gäste einzukehren pflegten, zeigen alte Fremdenbücher vom Kap. Theodor Fontane, Karl Friedrich Schinkel, Johannes Brahms, Caspar David Friedrich, Gerhart Hauptmann und Otto von Bismarck waren demnach bei Schilling zu Gast.

Für ein bewegtes und spannendes Kapitel Rügener Geschichte stehen Schilling und sein Leben. Und ein Theaterstück begibt sich nun auf die Spuren dieses Rügener Originals: nachdem das Stück im vergangenen Jahr mit großem Erfolg am „Originalschauplatz“ zu Füßen der Leuchttürme am Kap Arkona uraufgeführt wurde, kommt der brummige Leuchtturmwärter für drei Abende an seine alte Wirkungsstätte zurück: am 30. und 31. Juli sowie am 14. August zeigen die Macher des „KulturSommers am Kap Arkona“ das Schauspiel „Leuchtturmwärter Schilling“, in dem das Publikum nicht nur unterhaltsame und denkwürdige Episoden aus dem Leben des preußischen Beamten Eduard Schilling erwarten, sondern auch rustikale, kulinarische Kostproben nach Rezepten aus Schillings Kochbuch und eine zünftige musikalische Untermalung.

Neben dem Kochbuch dienten historische Dokumente aus dem Gemeindearchiv und alte Zeitungen als Quellen und Inspiration für das 90-minütige Ein-Mann-Stück. So soll ein Stück Rügener Geschichte sinnlich und intellektuell erfahrbar werden: Die Macher versprechen ein Stück Rügener „Heimatkunde“ zum Kosten und Genießen.

Der Leuchtturmwärter Schilling befindet sich beim KulturSommer am Kap Arkona übrigens in illustrer Gesellschaft. Außer ihm tummeln sich auf der Bühne im Leuchtturmwärtergarten ein verarmter Fischer und seine Frau, ein Ehepaar, dem ein Besuch im Möbelhaus zum Verhängnis wird, und hochkarätige und gut gelaunte Musiker: Das moderne Musik-Meerchen „Timpe Tee – Vom Fischer und seiner Frau“ erzählt mittwochs und donnerstags mit Witz, Musik und Hintersinn vom unaufhörlichen Streben nach „mehr“. Die Beziehungskomödie „Köttbullar“, die freitags auf dem Programm steht, nimmt ein nicht minder explosives Phänomen unserer Zeit aufs Korn: der Weg vom Traum-Paar zum Paar-Trauma. Für exotische Akzente im Programm sorgen die samstäglichen Kubanischen Nächte mit Live-Musik, Salsa-Kursen, coolen Cocktails und viel karibischem Charme. Außerdem kommen hungrige und durstige Kap- und KulturSommer-Besucher täglich an der Kuba Bar in der Kultur-Lounge auf ihre Kosten.

Quelle: Tourismuszentrale Rügen GmbH

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