Millionen in die Fahrradregion

Noch ist das Bergische Städtedreieck eine eher unbekannte Region für Radfahrtouristen. Die Erfolge anderer Region zeigen aber, dass hier ein enormes Potential für die Wertschöpfung steckt. Mit den Panorama-Radwegen auf ehemaligen Bahntrassen eröffnen sich nun auch für die Bergischen einmalige Chancen auf diesem Wachstumsmarkt. Die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) will jetzt gemeinsam mit Gastronomen, Hotels und Fahrradhändlern attraktive Angebote entwickeln, um den Markt professionell bedienen zu können.

„Radtouristen bringen Millionen mit“ titelte erst kürzlich eine große Tageszeitung, beschrieben wurde hier nicht etwa das Münsterland oder eine andere topografisch eher flache Region, sondern ausgerechnet das Sauerland. Mit der Erfindung der E-Bikes hat der Radtourismus auch in bergigen Landstrichen Fahrt aufgenommen und so ist es nun auch im Bergischen Land. Hier kann man zudem zahlreiche ehemalige Bahntrassen mit abwechslungsreichen Ein- und Ausblicken in Städte und Landschaft mit in die Waagschale werfen. „160 Kilometer sind jetzt schon an einem Stück befahrbar, das ist bundesweit einmalig“, ist BEA-Geschäftsführer Bodo Middeldorf begeistert.

Er und sein Touristikteam konnten gestern Abend mehr als 30 Gäste im Haus begrüßen, die sich aktiv in den Bergischen Trassenverbund einbringen wollen. Ab 2015 will man das gezielte Marketing für den Verbund starten, bis dahin sollen nun gemeinsam mit den Akteuren der Region Angebote entwickelt werden, die die Aufenthaltsqualität für Radfahrer in der Region erhöhen. Die BEA konnte für dieses Vorhaben EU-Fördermittel einwerben.

Es gibt bereits diverse Aktivitäten, die Übersichtskarte der Panorama-Radwege zwischen Ruhr, Rhein und Sieg - hier sind bereits 300 Kilometer Strecke verzeichnet - sowie eine eigene Fahrradtourenkarte für die Tourismusregion „Die Bergischen Drei“ sind bereits auf dem Markt. „Die private Wertschöpfung kann aber nur durch entsprechende Angebote von Gastronomie, Hotelerie und Service entstehen“, so Middeldorf. Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge ist von dem Potential der Region überzeugt: „Ich freue mich, dass diese Riesenchance genutzt wird. Die ehemaligen Bahntrassen sind teilweise älter als das Ruhrgebiet. Jetzt wird über diese alten Industriewege erneut Wohlstand in die Region kommen.“

Impulse und Speeddating
Die nun erste Veranstaltung zur Vernetzung stand unter der Überschrift „Vom Fahrradtourismus profitieren | Kooperation Fahrrad & Gastronomie“. Thomas Froitzheim, Spezialist vom Deutschen Tourismusverband und dem ADFC zeigte in seinem Vortrag auf, worauf Fahrradtouristen Wert legen: Unter anderem auf eine verkehrsarme Streckenführung, übersichtliche Beschilderung und sichere Abstellmöglichkeiten. Dass trotz Digitalisierung besonderen Wert auf gutes Kartenmaterial in Printform gelegt wird, erstaunte so manchen. Dem Bedürfnis nach einer Touristeninformation will man in der Region gemeinsam mit den Partnern nachkommen: „Die Region ist dezentral und die Besucher steigen an den unterschiedlichsten Stellen ein“, weiß Annette Nothnagel, stellvertretende Geschäftsführerin der BEA. Hier seien alle Anbieter gefragt mit Fachwissen und Infomaterial vor Ort gefragt. Gleichzeitig eine Chance zur Kundengewinnung.

Klaus Lang, Vorstandsvorsitzender des ADFC Wuppertal/Solingen hält bereits Infomaterialien und entsprechende Hinweisschilder für Interessierte bereit. Den zweiten Vortrag hielt Hermann Hegener. Der sympathische Sauerländer ist erst im Rentenalter ins Fahrradgeschäft eingestiegen. Den Trend der E-Bikes hat er dann zum Anlass genommen, einen Verleih zu eröffnen. 140 E-Bikes hat er mittlerweile an über 60 Verleihstationen im gesamten Sauerland in Betrieb. Vor allem Tourismusinformationsbüros und Hotels bieten seine E-Bikes als zusätzlichen Service an. Die Zuhörer waren beeindruckt von seinem Willen, den Kunden jeden Wunsch zu erfüllen und seine offensichtliche Gabe, die touristischen Akteure zu vernetzen.

Der Wille zur Vernetzung ist in der Region auf jeden Fall ebenfalls vorhanden, das bewies die rege Teilnahme am „Speeddating“, bei dem sich jeder Teilnehmer seinem Gegenüber in fünf Minuten vorstellen konnte. Im Nachgang wurden die ersten Verbindungen bereits geknüpft. Regine Biernath von Zweirad Biernath aus Solingen-Ohligs hatte bereits vor einiger Zeit einen ersten Versuch gestartet und einem Gastronomen an der Korkenziehertrasse ein Komplettangebot mit Verleih und Service angeboten, „leider gibt es den Betrieb nicht mehr, aber hier finde ich vielleicht neue Partner, um diese Idee umzusetzen“. Die Bäckerei Beckmann aus Remscheid- Lüttringhausen liegt nicht weit von der Trasse und überlegt, eine Ladestation für E-Bikes zu etablieren. Ideen gibt es also genug, so steht doch zu erwarten, dass die Radtouristen demnächst auch Millionen in die bergische Region bringen.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.bergisches-dreieck.de

Quelle: Bergische Entwicklungsagentur (BEA)

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