Monat der Bäderarchitektur im Ostseebad Binz

Das Ostseebad Binz ist bekannt für seine einzigartig schöne Bäderarchitektur. In keinem anderen Ort an der Ostseeküste finden sich so viele Beispiele der Stilrichtung, die eigentlich gar keine ist. Bei Führungen erfahren Besucher im September, dem „Monat der Bäderarchitektur“, mehr über die prachtvoll verzierten Villen und illustren Gäste, die damals in Binz logierten. Neu in diesem Jahr sind Quiz-Wanderungen, bei denen Kinder von etwa zehn bis 16 Jahren Details an Häusern wiederfinden sollen. Einheimische erzählen zudem in Vorträgen kompetent und witzig von Blütezeit, Niedergang und Wiederaufbau nach 1989.

Im späten 19. Jahrhundert erlebte die Sommerfrische an der Ostseeküste ihren Höhepunkt. Die Insel Rügen und das Seebad Binz wurden schnell zum Geheimtipp – vor allem gut betuchte Berliner und Hamburger ließen sich hier in einem unbeschwerten Stilmix aus Klassizismus, Neobarock und Jugendstil Feriendomizile und Logierhäuser bauen. Typisch für die weißen Villen sind die zahlreichen Loggien, Erker, offenen Balkone, Türmchen und filigranen Veranden. Mit Tatendrang und Gespür für historische Substanz haben die Binzer in den vergangenen 20 Jahren die Häuser im Ortskern und an der Strandpromenade saniert, so dass diese längst wieder im alt-neuen Glanz erstrahlen. Ein besonders gelungenes Beispiel ist das Kurhaus, das heute ein Fünf-Sterne-Hotel beherbergt und als der „Balkon von Binz“ galt. Bei rauschenden Ballnächten im Kurhaus-Saal, in der Kakadu-Bar und auf der Terrasse mit Meerblick hieß es um die vorige Jahrhundertwende: sehen und gesehen werden! „Ihre Majestät die Kaiserin geruhten im Kurhaus den Thee einzunehmen“, meldete die Binzer Presse 1890 stolz.

Im September, dem „Monat der Bäderarchitektur“, erfahren Besucher in kurzweiligen Vorträgen mehr über die prachtvoll verzierten Villen und illustren Gäste, die bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im „Sorrent des Nordens“ logierten. Als Zeitzeugen erzählen Alt-Rügener witzig und kompetent vom stetigen Niedergang in der ehemaligen DDR und dem Wiederaufbau nach 1989. Eine Fotoausstellung dokumentiert u.a. den Zustand der Bäderstil-Villen vor und nach der Rekonstruktion. Eine gute Gelegenheit, um sich die Originalgebäude anzuschauen, bieten die Ortsführungen. Dabei erfahren die Teilnehmer beispielsweise, warum auf der „Villa Sirene“ an der Strandpromenade eine Nixe thront, die in ihren männlich muskulösen Oberarmen den Dreizack des Meeresgottes Neptun hält, und welche Spitznamen die Binzer zur Zeit der Sommerfrische für die „Zugereisten“ hatten.

Finde die Türmchen im typischen Jugendstil! Diese und andere Aufgaben gilt es bei Quiz-Wanderungen zu lösen, die in diesem Jahr erstmals für Kinder von etwa zehn bis 16 Jahren angeboten werden. Während sie Gebäudedetails im Ortsbild wiederfinden sollen, die sie zuvor auf Fotos angesehen haben, lernen sie spielerisch die Bäderarchitektur kennen.

Ein echtes bauliches Kontrastprogramm wird vom 8. bis 11. September 2011 geboten: Vorträge und eine Ausstellung informieren über die futuristischen Hyparschalen-Konstruktionen des international bekannten Architekten Ulrich Müther (1934–2007). Der Binzer Baumeister, berühmt für seine ebenso extravaganten wie filigranen Bauten aus vorgegossenem Beton, erbaute u.a. Planetarien in Helsinki, Tripolis und Kuwait. 1981 baute Müther ein luftiges Gebilde, das an ein gelandetes Ufo erinnert, als Rettungsstation für den Binzer Ostseestrand. Das „Ufo“ ist heute eine Außenstelle des Binzer Standesamtes und ganzjährig eines der originellsten Fotomotive auf Rügen.

Quelle: Kurverwaltung Ostseebad Binz

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