Monumentale Überschreibungen
Vom 25. März bis 11. Juni 2017 präsentiert die Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg den Künstler Julian Schnabel. Sie zeigt in der Sonderausstellung „Palimpsest. Graphik ganz groß“ eine umfassende Retrospektive seines grafischen Werks.
Julian Schnabel, 1951 in New York geboren, zählt zu den namhaftesten zeitgenössischen Künstlern. 1981 war er der jüngste Künstler, der seine Werke neben Pablo Picasso, Gerhard Richter oder Georg Baselitz an der Royal Academy in London ausstellte. Als einer der gefragtesten Künstler der USA zählt Schnabel zu den Hauptvertretern des amerikanischen Neo-Expressionismus. Der Ausstellungstitel „Palimpsest“ verweist auf den Vorgang des Wiederbeschreibens von zuvor gereinigten Manuskriptseiten. Schnabel erweist sich dabei als Visionär, der überraschende Drucktechniken und Materialien ausprobiert. Schnabel druckt seine Radierungen, Collagen und Lithographien auf die unterschiedlichsten Untergründe wie Samt oder Weltkarten.
Schnabel bearbeitet die Bilder mehrfach digital, zieht Ausschnitte groß auf, bemalt und beschreibt sie, verschiebt Schichten und Schnipsel. So beweist die Aschaffenburger Ausstellung, dass Schnabels großformatige, monumental wirkende Papierarbeiten genauso zu seinem künstlerischen Oeuvre gehören wie seine Gemälde.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.museen-aschaffenburg.de
Quelle: Tourismusverband Franken e.V.
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