Pfousn, Heaslan, Hoifdagott

Es sind kleine Nuancen mit großer Wirkung: Mit ein, zwei Worten zeigen sich die Bürger von Garmisch-Partenkirchen als Einheimische der einen oder anderen Teilgemeinde – und auch Gäste können sich als Experten profilieren. Die neue Broschüre „Kunst, Kultur und Tradition“ klärt auf über die feinen Unterschiede im Dialekt der Garmischer und der Partenkirchner, über die Geheimnisse ihrer unterschiedlichen Trachten, traditionelle Sportarten und überliefertes Handwerk. Unter dem Motto „Kunst, Kultur und Tradition“ zeigt die Broschüre, dass die beliebte Ferienregion neben ihrer einzigartigen Natur einiges zu bieten hat. Kultur zu Füßen von Alp- und Zugspitze gibt sich urig und kurios, spannend und still, krachledern und filigran.

An Wort und Farbe sollt Ihr sie erkennen: Woher kommen die Wadln?
Mit ihren Trachten nehmen es die Garmischer ebenso genau wie die Partenkirchner. Eingeweihte sehen auf den ersten Blick, ob ein Trachtler nun die Garmischer Wadlwärmer, die Pfousn, trägt oder die Partenkirchner Variante, die Heaslan. Die traditionellen Accessoires unterscheiden sich in ihrer Bezeichnung und im Farbton. Am Grünton der Stickerei gibt sich auch der Lederhosen-Träger als Bürger der einen oder anderen Teilgemeinde zu erkennen. Darüber hinaus trägt die Garmischer Krachlederne außer dem Eichenlaub auch noch einen Gamsbock, was bei einem Partenkirchner nie zu finden sein wird. Diese und andere Feinheiten in Gewand und Sprache der bis 1935 eigenständigen Orte erklärt die neue Broschüre auf humorvolle Weise – inklusive Wörterbuch „Deutschland – Garmisch – Partenkirchen“.

Kunst kommt von Können: Stoaheber, Goaßlschnalzer und Edelweißschnitzer
Dass Kunst von Können kommt, beweist Garmisch-Partenkirchen durch seine originelle Volkskultur. Ob Recken ihre Körperkraft beim „Stoahebn“ (Steinheben) unter Beweis stellen, ihre Gegner beim „Fingerhakln“ über den Tisch ziehen oder beim „Goaßlschnalzn“ mit der Peitsche ihre Zuhörer mit knallenden Lauten beeindrucken: Die Besten unter den Protagonisten haben ihre Kunst ebenso akribisch gelernt wie etwa die Haferlschuhmacher oder die Edelweißschnitzer, die aus Vogelbeerholz Span für Span filigrane Blüten herausschälen. In Garmisch-Partenkirchen können Gäste den Kunsthandwerkern über die Schulter schauen – und sich teilweise auch selber als Handwerker versuchen.

Alpine Kirchen und Kapellen: In der Ruhe liegt die Kraft
Wahre Schätze für Kunstliebhaber und gleichzeitig Oasen der Stille sind die Gotteshäuser in und um Garmisch-Partenkirchen. Von der ältesten Pfarrkirche des Ortes, der alten St. Martinskirche mitten in Garmisch, über die Wallfahrtskirche St. Anton zehn Gehminuten oberhalb von Partenkirchen bis zur Kapelle Maria Heimsuchung hoch oben auf der Zugspitze strahlt jede Kirche ihren ganz eigenen Charme aus. Welche Kunstschätze sich darin verbergen erklärt die Broschüre in Wort und Bild, und es lädt Ruhesuchende ein, die Kirchen und Kapellen auch als ganz persönliche kleine Rückzugsstätte zu entdecken.

Kunst, Kultur und Tradition das ganze Jahr
Höhepunkte im Kulturkalender von Garmisch-Partenkirchen sind auch 2012 wieder zu erleben bei mehreren hochkarätig besetzten Veranstaltungsreihen: Der KULTurSOMMER präsentiert Kabarett und Komödie, Ausstellungen und Lesungen, ein umfangreiches Kinderprogramm sowie spektakuläre Freiluft-Inszenierungen an außergewöhnlichen Spielorten mitten in der Natur. Musikliebhaber aus Nah und Fern locken die Konzerte des Richard-Strauss-Festivals Mitte Juni an, und „Musik im Park“ sorgt den ganzen Sommer über für Unterhaltung von Volksmusik über Swing bis Operette. Beim „Werdenfelser Almsingen“ im Kreuzeckgebiet wandert das Publikum von Hütte zu Hütte, von einer Volksmusikbühne zur nächsten. Weitere Artikel der neuen Broschüre befassen sich mit Museen zum Staunen und Schmunzeln sowie mit berühmten Bürgern des Ortes wie Michael Ende und Richard Strauss.

Die neue Broschüre “Kunst, Kultur und Tradition“ ist ab 8. März 2012 kostenlos erhältlich bei der Tourist Information sowie bei vielen Gastgebern und Geschäften in Garmisch-Partenkirchen oder kann unter www.gapa.de heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.gapa.de

Quelle: Garmisch-Partenkirchen Tourismus

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