Rendezvous mit Luise im Märkischen Kreis
Glühend heiß, staubig, oft auch laut, so ging es früher in der Luisenhütte im sauerländischen Balve zu. Ein echter Knochenjob - und das inmitten idyllischer Natur. Diese Kontraste faszinieren bis heute. Im waldreichen und landschaftlich reizvollen Borketal befindet sich der älteste noch erhaltene Hochofen Deutschlands. Gegründet wurde die Hütte im Jahr 1748. Längst steht der Ofen still. Die Anlage ist heute ein Erlebnismuseum, das den Weg vom Erz zum fertigen Gussprodukt nacherzählt. Gleichzeitig ist das Industriedenkmal der Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Naturerlebnisse, ob mit dem Fahrrad, beim Nordic Walking oder Wandern.
Schritt für Schritt vom Erz zum fertigen Eisen
Wasserkraft und Holzkohle dienten einst dazu, die Luisenhütte anzuheizen und das Eisenerz zu schmelzen. Das vollständig erhaltene Hüttenensemble mit der Gießerei steht heute Besuchern offen. Im Museum können sie den Weg der Eisenproduktion Schritt für Schritt nachverfolgen - und dürfen dabei auch selbst Hand anlegen. Auf dem Möllerboden etwa befinden sich Schubkarren, beladen mit Eisenerz, Holzkohle und Kalkstein, die man anheben kann. An der Ofenbrust wird der Abstich des Roheisens effektvoll mit einer Lichtinszenierung simuliert. Im Gebläsehaus verrichten das Wasserrad und eine Gebläsedampfmaschine geräuschvoll ihre Arbeit. Doch nicht nur die Luisenhütte selbst ist ein verborgenes Juwel. Auch das Borketal mit seinen ausgedehnten Eichen- und Buchenwäldern hat viel zu bieten. Unter www.maerkisches-sauerland.com und www.balve.de gibt es ausführliche Informationen und Ausflugstipps.
Alles beginnt bei Luise
Das Hüttenensemble ist unter anderem Start- und Endpunkt der 36 Kilometer langen Radstrecke "Alles beginnt bei Luise". Der Rundkurs verläuft zum größten Teil auf forst- und landwirtschaftlichen Wegen und ist gut in drei Stunden zu bewältigen. 830 Höhenmeter meistern die Radler dabei - entspannter geht dies natürlich mit dem E-Bike. Zu den Sehenswürdigkeiten unterwegs zählen Eisborn, ein Dorf oberhalb des romantischen Hönnetals mit seinen historischen Kalköfen, die Reckenhöhle, die besichtigt werden kann, sowie das Barockschloss Wocklum. Zurück an der Luisenhütte können sich die Radler mit Snacks und Erfrischungen stärken und finden außerdem eine E-Bike-Ladestation vor. Wer sich lieber im direkten Umfeld bewegt, kann die Wanderschuhe schnüren und verschiedenen Wegen folgen. Beliebt ist ebenfalls das Geocaching rund um den ehemaligen Hochofen. Jung und Alt genießen dabei nicht nur die reizvolle Mittelgebirgslandschaft, sondern auch das Erfolgserlebnis, unterwegs verschiedene Rätsel zu knacken und der Lösung immer näher zu kommen.
Quelle: Märkische Kulturstiftung Burg Altena c/o djd deutsche journalisten dienste GmbH & Co. KG
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