Sachsen überrascht 2026 mit UNESCO-Welterbe
Schon einmal die Oberlausitz besucht? Wenn nicht, wird es Zeit, denn sie ist eine der spannendsten Regionen Deutschlands. Sie überrascht mit gleich drei verschiedenen UNESCO-Stätten: dem prachtvollen Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, den Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine und dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Wer Welterbe ohne Hektik erleben möchte, ist im Osten Sachsens genau richtig.
Ein Park, zwei Länder: Das älteste Welterbe Sachsens
Seit 2004 zählt der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau zum UNESCO-Welterbe. Der weitläufige Landschaftspark im englischen Stil erstreckt sich auf deutschem und polnischem Gebiet beiderseits der Neiße. Er gilt als eines der bedeutendsten Werke europäischer Gartenkunst des 19. Jahrhunderts. Schöpfer war Hermann Fürst von Pückler-Muskau, ein Visionär, der sein Schlossgelände in eine begehbare Landschaftskomposition verwandelte. Um den Garten zu erkunden, gibt es drei Möglichkeiten: zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in der Kutsche. Wer kein eigenes Fahrrad dabei hat, kann im Schlossvorwerk eines ausleihen.
Herausragende Raumplanung: Das jüngste Welterbe Sachsens
Die Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine dürfen sich seit 2024 UNESCO-Welterbe nennen und tragen damit den frischesten Titel dieser Art in Sachsen. Die Gemeinde wurde im 18. Jahrhundert gegründet. Damals schufen die Mitglieder die erste religiöse Planstadt ihrer Art. Ihre einzigartige Raumplanung und Architektur ist charakterisiert durch eine symmetrische Anordnung, großzügige Plätze und Gemeinschaftseinrichtungen. Etwa ein Jahrhundert später entstand in der Brüdergemeine der berühmte Herrnhuter Stern, der als Ursprung aller Weihnachtssterne gilt.
Geschützte Natur betreten
Das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist das einzige Biosphärenreservat Sachsens und eines der größten Teichgebiete Deutschlands. Durch jahrhundertelange Teichwirtschaft ist hier eine Kulturlandschaft aus Wasserflächen, Heiden und Wäldern entstanden – weitläufig und ruhig. Wer ein stilles Reiseziel zum Entschleunigen und Eintauchen in die Natur sucht, findet hier in der Oberlausitz den passenden Ort. Auf einer Rangertour erfährt man zudem spannende Hintergründe zur Landschaft und ihren tierischen Bewohnern.
Tipp
Unter www.sachsen-tourismus.de/unesco2026 gibt es Informationen zu diesen und weiteren Welterbestätten in Sachsen, wie der Montanregion Erzgebirge/Krusnohori, sowie zum immateriellen Kulturerbe, wie dem Musikinstrumentenbau im Vogtland. Um die drei vorgestellten UNESCO-Stätten zu besuchen, ist Görlitz beispielsweise der ideale Ausgangspunkt. Von hier aus kann man auch noch einen Abstecher nach Polen oder Tschechien machen.
Quelle: Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH c/o DJD Deutsche Journalisten Dienste GmbH & Co. KG
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