Schweizer Gegenwartskunst im Fokus

Zwischen 1982 und 2013 hat die Stiftung Kunst Heute eine hochkarätige Sammlung von Schweizer Gegenwartskunst zusammengetragen. 2003 wurde die gesamte Sammlung dem Kunstmuseum Bern als Schenkung übergeben, darin eingeschlossen die zukünftigen Erwerbungen bis zur Einstellung der Stiftungstätigkeit im Jahr 2013. Mit einer Auswahl von rund 30 Werken von u.a. Thomas Hirschhorn, Pipilotti Rist, Fischli/Weiss, Roman Signer und Christian Marclay wird ein repräsentativer Einblick in das zeitgenössische Schweizer Kunst-schaffen von den frühen 1980er-Jahren bis heute geboten und gleichzeitig der Pionier-charakter der Sammlung der Stiftung Kunst Heute gewürdigt.

Lange kam der zeitgenössischen Kunst in den Museen nicht dieselbe Akzeptanz entgegen wie etwa den Werken der Klassischen Moderne. Noch in den 1980er-Jahren waren Ausstellungen mit Gegenwarts-kunst eine Seltenheit – insbesondere solche mit Fokus auf das Schweizer Kunstschaffen. Die über dreissigjährige Tätigkeit der Stiftung Kunst Heute hat mit ihrem Einsatz entscheidend dazu beigetra-gen, dass die Schweizer Gegenwartskunst heute national wie international beachtet und gefördert wird.

Sammlung mit Pioniercharakter

Um das Interesse an der zeitgenössischen Kunst für ein breites Publikum zu fördern sowie um künstlerische Tendenzen der Gegenwart auch für nachfolgende Generationen zu dokumentieren, gründeten die Berner Kunsthistorikerin Marianne Gerny-Schild und der Mäzen und Kunstsammler Donald M. Hess im Jahr 1982 die Stiftung Kunst Heute. In Bern beheimatet, verpflichtete sich die Stiftung fortan dem Aufbau einer Sammlung „jeweils neuester Kunst“ aus der Schweiz, wie es der Stiftungszweck verlauten liess. Mit einer Ankaufskommission von jungen KunstvermittlerInnen und KünstlerInnen, die sich regelmässig neu zusammensetzte, wurde die Nähe zum zeitgenössischen Kunstbetrieb gesichert. Für die Kommissionen bestand die einzige Auflage darin, Werke von Kunstschaffenden ihrer eigenen Generation anzukaufen sowie ein Augenmerk auf Museumsqualität der Werke zu legen. Diese Strategie erwies sich als besonders glücklich. Denn durch die Verwurzelung der Kommissionsmitglieder in der jeweiligen Kunstszene konnten über die Jahre zahlreiche Schlüsselwerke heute internationaler Stars wie Pipilotti Rist, Thomas Hirschhorn oder John M Armleder erworben werden.

Verflechtung von Mensch und Welt

Die Ausstellung zeigt Installationen, Gemälde, Videoarbeiten und Collagen aus der Sammlung der Stiftung Kunst Heute in einer thematischen Präsentation. Jedem Kunstwerk begegnen wir – wie der Ausstellungstitel suggeriert – im Hier und Jetzt, und wir müssen uns daher fragen, was das, womit wir konfrontiert sind, mit uns zu tun hat. Ausgewählt wurden Werke, die danach suchen, was unsere gegenwärtige, globalisierte Lebenswirklichkeit auszeichnet und die aus unterschiedlichen Perspektiven die Verflechtungen zwischen Mensch und Welt beleuchten. Das erste Kapitel zeigt Werke, die einen Blick in die Welt hinaus werfen. Die Arbeiten im zweiten Kapitel thematisieren den Menschen als Sub-jekt und beschäftigen sich damit, wie Identitäten konstruiert werden. Das dritte Kapitel beleuchtet den uns umgebenden Aussenraum, in dem sich von Menschen erschaffene Strukturen niederschlagen, welche wiederum auf unser Handeln zurückwirken. Die Werke im vierten Kapitel schliesslich fragen danach, wie Geschichtsschreibung funktioniert und was in unserer Kultur als überlieferungswürdig gilt.

Gegenwartskunst aus der Sammlung als Ausstellungsreihe

Die Ausstellung ist nach Don’t Look Now (2010) und Merets Funken (2012) die dritte einer Reihe von regelmässig stattfindenden thematischen Sammlungspräsentationen der Abteilung Gegenwartskunst im Kunstmuseum Bern. Sie wird von einem umfangreichen Katalog begleitet, der im Kerber Verlag erscheint.

Quelle: Kunstmuseum Bern c/o BE! Tourismus AG

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