Silberregion Karwendel mit neuer Initiative
Die Silberregion Karwendel startet mit einem starken Zeichen in die Sommersaison: Nachdem die Kellerjochkapelle bei der ORF-Show „9 Plätze – 9 Schätze“ im Vorjahr als Tirols schönster und als zweitschönster Ort in Österreich ausgezeichnet wurde, nutzt die Region den medialen Rückenwind und präsentiert erstmals ihre eigenen neun schönsten Orte. Diese Auswahl ist kein Ranking, sondern eine Einladung, die Region in einer ruhigen, aber eindrucksvollen Dramaturgie zu entdecken: von Höhenwegen über Kulturlandschaften bis zu Orten stiller Kraft.
Die „9 Plätze“ der Silberregion Karwendel: Wandertipps und Radinfo
1. Kellerjochkapelle
Der Schwazer Hausberg kann bei einem abenteuerlichen Tagesausflug erkundet werden. Genießer nehmen den Pillbergbus Nr. 8 von Schwaz oder das Auto bis zur Talstation der Kellerjochbahn. Von dort geht es mit dem Lift zum Hecherhaus. Von dort aus führt eine zweistündige Wanderung zur Kellerjochhütte, bei der man erste Blicke auf die Kellerjochkapelle erhaschen kann. Wer es abwechslungsreicher mag, leiht sich ein E-Bike beim 24/7-E-Bike-Verleih in Schwaz. Mit dem Bus (Fahrradmitnahme nach Verfügbarkeit) geht es bis zur Talstation. Von dort aus sind es eineinhalb Stunden mit dem Rad zur Stärkung zum Hecherhaus, bevor die Wanderung zur Kellerjochhütte beginnt.
Der Weg zwischen Kellerjochhütte und Kapelle ist nur für trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer geeignet und dauert ca. eine Stunde hin und zurück, inklusive Genusspause. In der Nähe der Kellerjochhütte können auch diejenigen, die den Übertritt zur Kapelle nicht wagen, einen Blick darauf erhaschen. Sonnenauf- und -untergangsfans genießen einen Hüttenabend, bevor es am nächsten Tag zum Lieblingsplatz Nr. 2 weitergeht.
Wanderhinweis: Kellerjochkapelle (2 344 m Seehöhe)
Mit dem Lift bis zum Hecherhaus und von dort aus zu Fuß bis zur Kellerjochhütte.
- Höhenmeter bergauf: 345 m
- Länge: ca. 2 km
- Gehzeit Aufstieg: ca. 2 Stunden
Von der Kellerjochhütte (2 237 m Seehöhe) zur Kapelle
- Höhenmeter bergauf: 100 m
- Länge: 1,2 km
- Gehzeit Aufstieg: 30 Minuten
Der Aufstieg zur Kapelle ist nur für trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer geeignet. Die Kapelle ist auch vom Weg zur Kellerjochhütte bzw. nahe der Hütte am Grat in Richtung Kuhmöser sichtbar.
Weiterreise zum nächsten Platz (Loassattel)
- Distanz: ca. 4 km
- Gehzeit: ca. 2 Stunden (von der Kapelle aus)
- Fahrzeit mit dem Auto (vom Parkplatz Hochpillberg zum Loassattel): ca. 30 Minuten
- Fahrzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Linie 8 (Schwaz–Pillberg) ab Schwaz, Terminal Wopfnerstraße mit Ausstiegshaltestelle Pillberg, Parkplatz/Abzweigung Loas, ca. 30 Minuten
2. Loassattel
Das „siebtbeste Schnitzel Tirols“ kann im Alpengasthof Loas genossen werden. Mountainbikebegeisterte erreichen den Loassattel in 3:30 h über die Route 412 vom Bahnhof Schwaz aus, während Wanderer ihr Abenteuer zu Fuß von Hochpillberg aus beginnen.
Je nach Konditionslevel geht es in 1:30 h über den Loasweg zum Mittagessen. Für ein Ganztagesprogramm geht es über die Naunzalm und den Galtererweg oder den Hochebenweg. Von der Kellerjochhütte aus führt der Weg durch Almrosen zur wohlverdienten Pause. Bikefans vervollständigen den Tagesausflug über das Rablhaus und die St.-Peter-und-Paul-Kirche am Weerberg (Route 406 + 405) und den Innradweg in gut drei Stunden zurück zum Ausgangspunkt.
Weiterreise zum nächsten Ort (St. Peter & Paul Kirche/Rablhaus)
- Distanz: ca. 18 km
- Fahrzeit mit dem Auto: ca. 35 Minuten
- mit dem MTB auf der Route 406 Pillberg-Außerwerbung: ca. 1:30 h
3. St. Peter & Paul Kirche/Rablhaus
Wer Kultur und Sport verbinden möchte, spaziert von Weer aus eine Stunde durch die Weerer Ebene zum Rablhaus und über Forststraßen und Waldwege wie den Tuxersteig in eineinhalb Stunden zurück ins Tal. Wem ein Halbtagesausflug nicht genug ist, dem sei ein Rückweg voller Umwege über zwei bis drei Stunden empfohlen, je nach Routenwahl. Eindrucksvoll ist der Rückweg über die Pfarrkirche am Weerberg mit ihren zwei Kirchtürmen, die schon von Zug und Autobahn aus am Berg zu sehen ist, und weiter über Teile der Hängebrückenkombination mit zwei Hängebrücken und den Kindergeschichten auf der Ritter-Waldauf-Runde. Die Weerer Wirte stillen dann den großen und kleinen Hunger.
Weiterreise zum nächsten Platz (Wallfahrtskapelle Maria Larch)
- Distanz: ca. 7 km
- Gehzeit: ca. 1:50 h
- Fahrzeit mit dem Auto: ca. 12 Minuten
4. Wallfahrtskapelle Maria Larch
Wer bei einem Spaziergang zur Maria-Larch-Kapelle Kraft schöpfen möchte, tut das am besten bei einer zweistündigen Wanderung vom Dorf oder Bahnhof aus durch den Wald und zurück über Eggen und Neu-Terfens auf den Spuren des Tiroler Silberpfads. Radfahrbegeisterte passieren die Kapelle auf der Panoramaradtour Terfens, bei der man 1:30 h über das Plateau radelt.
Man kann aber auch nur Rad fahren. Genussradfahrer können sich in Schwaz beim 24/7 E-Bike-Verleih ein Rad nehmen und in ca. einer Stunde zur Kapelle Maria Larch radeln. Anschließend eröffnet die Panoramaradtour Terfens 1:30 h lang herrliche Ausblicke am Plateau und führt über Eggen zurück ins Dorf. Dort wartet eine Pause im kühlen Nass im Freizeitzentrum Weißlahn, bevor der kurze Rückweg zur Fahrradrückgabe in Schwaz ansteht.
Weiterreise zum nächsten Ort (Schwazer Silberwald)
- Distanz: ca. 11 km
- Fahrzeit mit dem Auto: ca. 15 Minuten
- Fahrzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: ca. 35 Minuten
5. Schwazer Silberwald
Der Silberwald ist vom Stadtzentrum der Silberstadt Schwaz aus mit dem Auto oder zu Fuß (ca. 30 min) erreichbar. Er erwartet Kinder mit einem Spielplatz und einer digitalen „Zeitreise am Knappensteig – Zurück in die Vergangenheit“, die in ein bis zwei Stunden durch den Silberwald führt. Wer ganz in die Geschichte des Bergbaus der ehemaligen Welthauptstadt des Silbers eintauchen möchte, besucht neben dem Silberwald auch das Silberbergwerk.
Weiterreise zum nächsten Ort (Felsenkloster St. Georgenberg)
- Distanz: ca. 5 km
- Fahrzeit mit dem Auto: ca. 10 Minuten bis Stans (kostenpflichtige Parkplätze vor Ort)
- Fahrzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: ca. 30 Minuten (Buslinien: 2, 601 oder 602)
Silberregion Karwendel – Gastgeberverzeichnis
Silberregion Karwendel | Tirol | Österreich
Im Unterkunftsverzeichnis finden Sie Gastgeber unterschiedlicher Kategorien aus der gesamten Silberregion Karwendel in Tirol. Alle freuen sich auf Ihren Besuch.
6. Felsenkloster St. Georgenberg
Diese abenteuerliche Wanderung führt über rund 350 Stufen, Holzstege und Felsschluchten entlang beeindruckender Wasserfälle zum ältesten Wallfahrtsort Tirols, dem Felsenkloster St. Georgenberg. Das Donnern des Stanser Baches und die Kraft der Wassermassen verleihen der Wanderung durch eine der schönsten Klammen Tirols ihren besonderen Reiz. An heißen Sommertagen ist es dort zudem angenehm kühl und erfrischend.
Start: Parkplatz Wolfsklamm, Bahnhof Stans oder Bushaltestelle Stans Schwimmbad (Parkplätze begrenzt). Länge: 3 km, Höhenmeter bergauf: 348 m, Gehzeit: ca. 1:30 h.
Weiterreise zum nächsten Platz (Schloss Tratzberg)
- Distanz: ca. 5 km
- Gehzeit: ca. 1:50 h bergab
- Fahrzeit mit dem Auto: ca. 5 Minuten zum kostenpflichtigen Parkplatz
- Fahrzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: ca. 5 min (Buslinie 601)
7. Schloss Tratzberg
Vom Felsenkloster St. Georgenberg zum Schloss Tratzberg (Teil des Tiroler Silberpfads und an einem Tag für sehr Motivierte erwanderbar):
- Länge: ca. 5 km
- Höhenmeter bergab: 345 m
- Gehzeit: ca. 1:45 h vom Parkplatz Wolfsklamm zum Schloss Tratzberg
- mit dem Auto: ca. 5 min Fahrzeit
- mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus 601: ca. 5 Minuten
Weiterreise zum nächsten Ort (Ruine Rottenburg und Notburga-Fichte)
- Distanz: ca. 2 km
- Fahrzeit mit dem Auto: ca. 10 min
8. Ruine Rottenburg & Notburga-Fichte
Radfahrende können über die Tratzberger Auen zurück auf den Innradweg gelangen und diesem bis zur Notburga-Brücke folgen. Vor dem Fahrverbot auf der Forststraße in Rotholz warten die Räder, bis die Spaziergänger den Bibelweg am Rundwanderweg Rottenburg begangen und die Notburga-Fichte entdeckt haben.
Weiterreise zum nächsten Platz (Großer Ahornboden)
- Distanz: ca. 38 km
- Fahrzeit mit dem Auto: ca. 2 Stunden über den Sylvensteinspeicher
- Gehzeit über das Lamsenjoch in die Eng: ca. 6 h
9. Großer Ahornboden
Für viele ist das Naturdenkmal „Großer Ahornboden“ der Inbegriff des Karwendelgebirges. Auf einer Fläche von 240 Hektar stehen 2.300 Ahornbäume, von denen die ältesten bereits um die 700 Jahresringe zählen. Der Bergahorn ist im Karwendelgebirge dominant, da er den „schottrigen“ (steinig-kiesigen) Boden dort liebt.
Der Sommer-Tipp: Unternehme einen Tagesausflug mit dem Eng-Bus jeden Mittwoch vom 17.06. bis 28.10.2026. So können Sie Sprit sparen und gleichzeitig die tollen Ausblicke auf den Achensee und den Sylvensteinspeicher genießen.
Quelle: Tourismusverband Silberregion Karwendel
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