Sommer 2024 in Osttirol: Ankommen, abschalten und auftanken in der Natur

Seen, Berge und unberührte Natur, soweit das Auge reicht: Im österreichischen Osttirol brauchen Liebhaber des Authentischen und Ursprünglichen nicht mehr zum Glücklichsein. - Sommer 2024 in Osttirol: Ankommen, abschalten und auftanken in der Natur

Osttirol ist authentisch, ursprünglich und beschaulich. Eingebettet zwischen den Lienzer Dolomiten und den Hohen Tauern vereint die Region südlich des Alpenhauptkammes vieles auf kleinstem Raum: hohe Gipfel, sanfte Almlandschaften, stille Täler, kleine Dörfer und eine Landeshauptstadt mit alpin-mediterranem Flair.

Hier, im Herzen der Tiroler Bergwelt, lautet die Philosophie „Klasse statt Masse“. Vielmehr betrachten die Einheimischen jeden einzelnen Urlauber als willkommenen Gast, mit dem sie ihren natürlichen Erholungsraum gerne teilen. Entsprechend hoch ist der Freizeitwert: Wie kaum eine andere Alpenregion steht das „Land der Berge“ für intensive Erlebnisse zwischen 365 Bergseen und 266 Dreitausendern, bevölkert von 13 Steinadler- und zwei Bartgeierpaaren sowie 22.000 Schafen. Insgesamt führen 2.500 Kilometer Wanderwege und 600 Kilometer zertifizierte Radwege durch die Tiroler Enklave. Dazu kommen 120 bewirtschaftete Einkehrmöglichkeiten. 611 Quadratkilometer umfasst der Osttiroler Anteil am Nationalpark Hohe Tauern, einem der Top-Wander-, Kletter- und E-Bike-Reviere der Alpen.

Zwölf Nationalpark-Ranger bieten geführte Wildtierbeobachtungen an und begleiten Interessierte durch die Hochgebirgslandschaft. In den urigen Gasthäusern und Berghütten legen die Gastgeber stets Wert auf saisonale und regionale Zutaten und bereiten ihre Spezialitäten mit viel Liebe zu. Engagiert in den verschiedensten Vereinen sind die geselligen Osttiroler zudem wichtige Anker der Gemeinschaft, fördern die kulturelle Identität und organisieren zahlreiche Veranstaltungen. Neben dem höchstgelegenen Drachenbootrennen der Welt und dem Red Bull Dolomitenmann für die „Härtesten unter der Sonne“ dürfen sich aktive und passive Sportler auf hochkarätige Radsportveranstaltungen freuen.

Auf der Sonnenseite des Virgentals in der Venedigergruppe geht es auf der mittelschweren Mountainbike-Tour von Prägraten am Großvenediger in Osttirol zur Bodenalm auf 1.954 Meter.

Klettermekka Osttirol: Hoch hinaus zwischen Granit, Kalk und Gneis

Mit 266 Dreitausendern und dem Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs, genießt Osttirol unter Bergsteigern und Kletterern längst Kultstatus. Abseits ausgetretener Pfade erleben Alpinisten in der Region südlich des Alpenhauptkammes die Kombination aus Dolomitenflair und Bergbauernkultur. Von Granit über Kalk und Gneis bis hin zu Quarzit reichen die Gesteinsarten, die 27 Klettersteige, acht Klettergärten, fünf familienfreundliche Hochseilgärten und mehrere hundert alpine Mehrseilrouten zu bieten haben. So gilt die Enklave zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern, den Lienzer Dolomiten und dem Karnischen Grenzkamm in der Kletterszene längst als Geheimtipp. Extremsport bedeutet nicht nur Nervenkitzel und Adrenalin, sondern auch Selbstvertrauen, Achtsamkeit und Verantwortung gegenüber der Natur.

Grenzenlose Wandervielfalt: Kopf aus, Natur an

Großvenediger, Granatspitze oder Karnischer Grenzkamm - im Land der Berge" finden Wanderer ein Refugium inmitten teils unberührter Natur. Ob eine moderate Runde um den Lienzer Talboden oder hochalpine Strecken wie der Hoch-Tirol-Trail: Osttirol punktet mit über 2.500 Kilometern Wanderwegen. Auf 20 Weitwanderwegen erleben Naturliebhaber Artenvielfalt, meditative Stille und alpine Wildnis. Neu in diesem Sommer ist der Höfe Trail, der erste Familienweitwanderweg in Osttirol. Einen Überblick über alle Routen sowie eine interaktive Karte mit Infos zu Streckenlängen, Höhenmetern und Schwierigkeitsgraden gibt es unter

Vom Einsteiger bis zum Profi: in die Pedale treten und los geht's

Ob Rennrad, Mountainbike oder Familienausflug: Osttirols Natur- und Kulturlandschaft, das milde Klima und die Infrastruktur sind ideal für einen Radurlaub mit oder ohne „E“ in Osttirol. Derzeit gibt es in Osttirol 35 E-Bike-Ladestationen. Die Saison beginnt Anfang Mai und dauert bis Mitte Oktober. Für Mountainbiker gibt es Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden durch das wilde „Land der Berge“. Ein neues Singletrail-Netz umfasst 120 verschiedene, markierte Streckenabschnitte zwischen den Lienzer Dolomiten, dem Nationalpark Hohe Tauern und den Karnischen Alpen. Einige zieht es auch in den Süden Richtung Adria, Downhill- und Endurofans in die Bikeparks Lienz und Kals.

Von der Hütten- bis zur Haubenküche

Neben 266 Dreitausendern reihen sich in der Region südlich des Alpenhauptkamms auch kulinarische Höhepunkte aneinander. Wanderer werden mit regionalen Köstlichkeiten, traditionellen Werten und herzlicher Gastfreundschaft verwöhnt. Lokale Spezialitäten wie Käsespätzle, Kaminwurzen und Strudel werden mit viel Liebe und Tradition zubereitet. Neben bodenständigen Gasthäusern beeindruckt Osttirol auch mit einer besonderen Dichte an Gourmetrestaurants: Elf vom Gault Millau ausgezeichnete Lokale bringen es 2024 auf 22 Hauben. Mit dem Gannerhof in Innervillgraten gibt es sogar das erste Vier-Hauben-Restaurant Osttirols.

Mehr Traditionsvereine als Gipfel

Die Pflege und Bewahrung des kulturellen Erbes ist den Osttirolern seit jeher ein großes Anliegen. Kein Wunder, dass es im Land der Berge vielleicht mehr Traditionsvereine als Gipfel gibt: Von Trachten-, Schützen-, Volkstanz-, Heimat-, Kultur- und Alpinvereinen bis hin zur Gemeinschaft der Glockengießer, Sticker und Trachtenhüter. Das „Alpinkompetenz Zentrum Osttirol“ beispielsweise hat sich der Förderung von Bewegung und Bergsport verschrieben. Das Angebot umfasst Kinderkletterkurse, Gletschercamps, Bergtouren sowie Bergsport mit Senioren, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung. Das Netzwerk „Osttiroler Kulturspur“, das sich aus mehreren Institutionen zusammensetzt, will das kulturelle Angebot verbessern, weiterentwickeln und für Gäste und Einheimische sichtbar machen. Neben Ausstellungen, Museumsnachmittagen, Poetry Slams, Kabarett und Konzerten stehen auch Dorfrundgänge mit dem Obertilliacher Nachtwächter oder der Handwerkerweg auf dem bunten Veranstaltungskalender der rührigen Gemeinschaft.


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Alpen-Expedition: Auf den Spuren der Big Five und der Herrgottsschnitzer

In Sachen Nachhaltigkeit kann sich die österreichische Ferienregion den Luxus leisten, auf ihre natürlichen Gegebenheiten zu setzen. Eine Safari ohne Langstreckenflug können Osttirol-Urlauber zum Beispiel im Nationalpark Hohe Tauern unternehmen. Dort, im Nordwesten der Region, führen erfahrene Wildtier-Ranger individuell oder in Gruppen durch das Reich von Bartgeier, Steinadler, Steinbock, Gämse und Murmeltier - auch „Big Five der Alpen“ genannt. Wer auf der Suche nach authentischen Produkten ist, wird unter anderem in den Orten Hopfgarten, St. Jakob und St. Veit fündig. Hier leben die Menschen noch heute jahrhundertealte Traditionen - wie der Herrgottsschnitzer Johann Planer, der zu den bekanntesten der Region zählt und nur Holz aus den umliegenden Wäldern verarbeitet. Und in den Osttiroler Bauern- und Hofläden gibt es ausschließlich regionale Lebensmittel aus eigener Produktion.

Alpine Ruheoasen: Osttirols Gewässer

Die außergewöhnliche Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern ist geprägt vom Wasser: Rund 160 Bergseen, Kaskaden, Gebirgsbäche, Gletscher, Moore und sogar eine Heilquelle bahnen sich ihren Weg aus den Tiefen der Erde. Das Wasser Osttirols zählt zu den Schätzen der Region, aus jedem Bach kann man trinken. Der Tristacher See am Fuße der Lienzer Dolomiten lädt zu einem Sprung ins erfrischende Nass ein. Weitere Ausflugsziele wie die Umbalfälle, der Frauenbachwasserfall, der Celarwasserfall im Kristeinertal oder der Bödensee mit der Neuen Reichenberger Hütte sind zwar beliebt, aber nie überlaufen. Die positive Wirkung des Wassers auf den Körper ist sogar wissenschaftlich belegt: Dr. Arnulf Hartl, Leiter des Instituts für Ökomedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, belegt die Kraft des alpinen Elements mit aufwendigen, unabhängigen Studien: „Allein der Besuch von Wasserfällen lindert Stress- und Burnout-Symptome“, so der Wissenschaftler.

Sternenhimmel statt Lichtermeer

Sterngucker haben es immer schwerer, denn Straßenlaternen, blinkende Reklametafeln und Gebäudeanstrahlungen tauchen Städte zunehmend in ein Lichtermeer. Eine 2018 veröffentlichte Studie des Geoforschungszentrums zeigt, dass sich diese stetige Entwicklung auch in Deutschland negativ auf den Schlaf von Mensch und Tier auswirkt. Über einen Mangel an nächtlicher Dunkelheit können sich die Osttiroler nicht beklagen. In einer Region, in der jedem Menschen rund sechs Fußballfelder Naturfläche zur Verfügung stehen und in der es mehr Murmeltiere als Menschen gibt, ist die Luft extrem klar und Lichtverschmutzung ein Fremdwort. Die 266 Dreitausender garantieren tiefe Einblicke in das Firmament mit seinen über 6.500 leuchtenden Sternen. Die besten Aussichten haben Bergsteiger, die sehr früh am Morgen aufbrechen oder in einer der vielen gemütlichen Berghütten übernachten.

Mehr Inspiration gesucht? Tipps für alle Top-Reiseziele findest du beim Tambiente Urlaubsmagazin.

Quelle: TVB Osttirol c/o AHM Kommunikation

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