Steinberg am Rofan ist nun ein Bergsteigerdorf

Ausgezeichnet unterzeichnet: Andreas Ermacora (Präsident des Österreichischen Alpenvereins) gratuliert dem Bürgermeister der „kleinen, aber unheimlich motivierten Gemeinde“ Steinberg am Rofan, Helmut Margreiter zur Aufnahme in den Kreis der Bergsteigerdörfer. - Steinberg am Rofan ist nun ein Bergsteigerdorf

Die malerisch ruhig auf rund 1000 Metern Seehöhe gelegene Gemeinde Steinberg am Rofan ist üblicherweise von Beschaulichkeit geprägt. Vergangenen Sonntag, den 12. September 2021 war es aber richtig lebendig im kleinen Dorf zwischen dem Dreigestirn Guffert, Unnütz und Rofan: Steinberg wurde offiziell in den Kreis der Bergsteigerdörfer der Alpenvereine aufgenommen und gehört nun zur erlesenen Auswahl an Orten, in denen das Bergsteigen im kulturellen Selbstverständnis der Einheimischen einen besonders hohen Stellenwert hat. Besonders stolz zeigte sich Bürgermeister Helmut Margreiter angesichts der Prämierung seiner Gemeinde und der großen Zahl hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, vom Österreichischen Alpenverein und der Alpenkonvention.

Bei herrlichem Bergwetter und bester Festtagsstimmung bot das natürliche Ambiente von Steinberg am Rofan den perfekten Rahmen für die Feierlichkeiten. Bereits am frühen Vormittag versammelten sich dutzende Gäste, die nach einem Festgottesdienst vor der Lindenmuttergottes von Bürgermeister Helmut Margreiter begrüßt wurden: „Wir sind sehr stolz, dass wir in den erlesenen Kreis der Bergsteigerdörfer aufgenommen werden. In einer grandiosen Teamarbeit haben wir diesen Meilenstein für Steinberg geschafft. Das Gütesiegel ‚Bergsteigerdorf‘ ist nicht nur ein Impuls für den örtlichen Tourismus, sondern für uns auch ein Versprechen an die zukünftigen Generationen, das Naturjuwel Steinberg weiterhin zu behüten und zu schützen. Gleichzeitig motiviert es uns, als Bergsteigerdorf zu zeigen, nicht nur Althergebrachtes zu bewahren, sondern dass es auch möglich ist, eine nachhaltige Entwicklung unseres Lebensraumes im Einklang mit der Natur voranzutreiben.“

Würdige Feierlichkeiten in Steinberg am Rofan

Ein besonders feierlicher Moment beim sonntäglichen Fest war die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Als erster Gratulant stellte sich Andreas Ermacora (Präsident des Österreichischen Alpenvereins) ein: „Die Steinberger sind schon lange und aus eigener Motivation am Weg einer umfassenden und nachhaltigen ‚Weiter-Entwicklung‘ ihrer Gemeinde. Bei diesem Neuzugang zur Initiative kann man ohne Bedenken sagen: Nicht nur die Steinberger passen zu den Bergsteigerdörfern – sondern auch die Philosophie der Bergsteigerdörfer passt zum unbeirrbaren Kurs dieser kleinen, aber unheimlich motivierten Gemeinde.“ Im Laufe der Feierlichkeiten wurde den örtlichen Betrieben je eine Bergsteigerdorf-Partnerbetriebstafel überreicht.

Frau Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe hob im Zuge ihrer Rede die Bedeutung der Bergwelt als Naherholungsgebiet hervor: „Im heurigen, aber auch schon im vergangenen Sommer haben wir aufgrund der Corona-Maßnahmen festgestellt, dass das Bedürfnis nach Natur viele Menschen in die Tiroler Berge zieht. Wir alle wollen ‚unsere‘ Natur so gut es geht genießen, dazu braucht es ein grundlegendes Verständnis gegenüber unseren Mitmenschen, aber vor allem gegenüber unserer alpinen Umwelt. Die Bergsteigerdörfer sind hier schon seit Jahren Vorbilder für einen naturverträglichen und nachhaltigen Tourismus, die unter Einbindung der lokalen Bevölkerung unverbaute Natur- und Kulturlandschaften in den Mittelpunkt des Freizeiterlebnisses stellen. Als Naturschutz- und Nachhaltigkeitslandesrätin freue ich mich, dass sich mit der Aufnahme von Steinberg eine weitere Tiroler Gemeinde diesem erfolgreichen Netzwerk anschließt und sich damit zu diesen Bergsteigerdörfer-Grundwerten bekennt.“ Vonseiten der Alpenkonvention zeigte man sich ebenfalls erfreut, Generalsekretärin Alenka Smerkolj gratulierte mit den Worten: „Es ist mir eine Freude, dass Steinberg am Rofan als Bergsteigerdorf ausgezeichnet worden ist. In dieser tollen Natur- und Kulturlandschaft, aber vor allem durch die engagierten Menschen hier, wird die Alpenkonvention erlebt und erlebbar für Besucher.“ Ein Beispiel für die Begeisterung und das Engagement der Bevölkerung vor Ort war die Anfertigung und Errichtung des neuen Gipfelkreuzes für die Guffertspitze. Im Frühsommer 2021 waren etwa 40 Einheimische im Einsatz, um das aus Lärchenholz gefertigte Gipfelkreuz in mehreren Teilen auf diesen Hausberg der Gemeinde Steinberg am Rofan zu tragen. Diese für die Region so typische Aktion wurde im Rahmen der Beitrittsfeier nochmals in Erinnerung gerufen. Die Präsentation eines Kurzfilms über dieses bewegende Ereignis sorgte für einige Rührung unter den Festgästen. Die Feier wurde gleichermaßen würdig wie unterhaltsam untermalt von der Bundesmusikkapelle Steinberg am Rofan.

Festtagswetter für einen feierlichen Anlass: Herrliches Spätsommerwetter und angenehme Temperaturen schufen ideale Voraussetzung für die große Feier.

Nationalrat Hermann Gahr erklärte in seiner Festrede: „Im Blickwinkel von Klimawandel, Regionalität und Nachhaltigkeit begrüße ich die Aufnahme von Steinberg am Rofan in die Bergsteigerdörfer. Natur und Landschaft bekommen einen besonderen Stellenwert. Heimische Ressourcen werden nachhaltig und verantwortungsvoll genutzt. Bergwandern, Berggehen und Bergsteigen sind klimafreundlich und klimaschonend. Steinberg am Rofan soll auch in Zukunft ein lebenswertes, traditionelles und vor allem einzigartiges Dorf bleiben. Einheimische und Gäste sollten sich wohlfühlen, Ausgleich und Erholung finden und die herrliche Bergwelt genießen.“ Michael Brandl (Bezirkshauptmann Schwaz) freute sich „sehr, dass wir neben dem Bergsteigerdorf Ginzling in den Zillertaler Alpen nun auch auf der Nordseite unseres Bezirks eine Gemeinde haben, die dieses Prädikat trägt. Die Auszeichnung für Steinberg am Rofan bestätigt, wie viel unberührten Naturraum gerade auch unser Bezirk Schwaz aufweist.“

Bayrisches Bergsteigerdorf und Tourismusverantwortliche gratulieren

Nur wenige Kilometer von Steinberg am Rofan entfernt befindet sich mit der bayrischen Gemeinde Kreuth ein weiteres Bergsteigerdorf. Dessen Bürgermeister Josef Bierschneider gratulierte: „Als Bürgermeister des Bergsteigerdorfes Kreuth freue ich mich sehr, dass wir nun ganz in unserer Nähe mit Steinberg ein weiteres Bergsteigerdorf haben. Dies bietet uns in Zukunft viele Möglichkeiten für gemeinsame Projekte und für den fachlichen Austausch.“ Als Geschäftsführer von Achensee Tourismus zeichnet Martin Tschoner für die touristische Vermarktung der gesamten umliegenden Region verantwortlich. Tschoner freut sich „über das naturnahe, authentische Angebot der Gemeinde Steinberg am Rofan. Zu dieser Positionierung passt die Bezeichnung ‚Bergsteigerdorf‘ und sie ist auch in optimalem Einklang mit Tirols Sport & Vital Park. Die Mitarbeiter und Verantwortlichen von Achensee Tourismus gratulieren aus ganzem Herzen.“ Grußworte an die Steinberger kamen auch von Florian Phleps (Geschäftsführer der Tirol Werbung): „Ich freue mich über die Aufnahme von Steinberg am Rofan in den grenzüberschreitenden Kreis der Bergsteigerdörfer, die mit ihrem naturnahen Angebot einen relevanten Teilbereich im Tourismus bedienen. Das kommt Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugute und ist ein weiteres Beispiel für eine verantwortungsvolle Entwicklung in unserem Land, die wir auch mit der neuen Tourismusstrategie ‚Der Tiroler Weg‘ verfolgen.“

Über die Initiative „Bergsteigerdörfer“

Die in der Initiative „Bergsteigerdörfer“ vereinten Ortschaften sind Alpinismus-Pioniere in ihren Regionen. Deshalb haben die Berge und das Bergsteigen im kulturellen Selbstverständnis der Einheimischen und Gäste einen hohen Stellenwert. Hier ist das Bewusstsein über den notwendigen Einklang zwischen Natur und Mensch noch lebendig und man respektiert natürliche Grenzen. „Weniger, dafür besser“ lautet die Devise der Initiatoren. Die Bergsteigerdörfer der Alpenvereine entsprechen damit in besonderer Weise den Zielen der Alpenkonvention, die eine nachhaltige Entwicklung im gesamten Alpenraum anstrebt. Bergsteigerdörfer liegen meist abseits großer Zentren oder versteckt in einem Talschluss und gelten unter den Bergfreunden und Alpinisten meist als wahre Geheimtipps. „In ein Bergsteigerdorf kommst du nicht zufällig,“ meinte kürzlich Ludwig Wolf, Altbürgermeister von Johnsbach im Gesäuse und ein wichtiger Unterstützer der Initiative Bergsteigerdörfer. Auch die Auswahl der Bergsteigerdörfer erfolgt nicht zufällig – landschaftliche Reize, alpinistisch interessante Gebiete und eine intakte Kultur- und Naturlandschaft, die nicht durch große technische Verbauungen gestört ist, gehören ebenso zu den Aufnahmekriterien wie das Engagement der lokalen Bevölkerung, sich für eine nachhaltige und naturverträgliche Gemeinde- und Tourismusentwicklung einzusetzen.

Der Achensee – Tirols Sport & Vital Park

Ankommen, aufatmen und abtauchen – in der Region rund um den größten See Tirols wird sportliche Aktivität, Naturerlebnis und Erholung großgeschrieben. Eingebettet zwischen dem Karwendel und dem Rofangebirge ist der Achensee Destination für Berghungrige und Wasserratten gleichermaßen. Mit dem ringsum frei zugänglichen Seeufer und den eindrucksvollen Pfaden in die Täler des Naturparks Karwendel sind im Sommer wie im Winter landschaftliche Erlebniswelten geboten. Egal ob zu Fuß, mit dem Mountainbike, den Langlaufskiern oder den Schneeschuhen – der Achensee begeistert und ist voller Momente, die bewegen.

Ein Überblick über die aktuellen Covid-19-bedingten Sicherheitsbestimmungen und Empfehlungen in Tirol ist unter www.achensee.com/achensee-urlaubstage/daswichtigstezucorona/ zu finden.

 

 

Er ist einer der beeindruckendsten Berge der Brandenberger Alpen und gilt als Hausberg der Gemeinde Steinberg am Rofan, die sich seit diesem Jahr zum erlesenen Kreis der Tiroler Bergsteigerdörfer zählen darf: Der „Guffert“ ist untrennbar mit der Region und ihren Bewohnern verbunden und das Andenken an seine traditionsreiche Geschichte wird lebhaft gepflegt. Am 19. Juni 2021 erhielt der Berg ein neues Gipfelkreuz. Gefertigt, in die Höhe getragen und dort aufgestellt wurde es in gemeinsamer Aktion vieler Beteiligter aus der Region. Geweiht wurde das vier Meter hohe Kreuz aus heimischem Lärchenholz tags darauf im Rahmen einer feierlichen Bergmesse in 2.195 Metern Höhe.

Quelle: Achensee Tourismus c/o ProMedia Kommunikation Gmbh

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