Steve McCurry. Buddhismus - Fotografien 1985 bis 2013

Ihre grünen Augen machten ihn weltberühmt. 1985 fotografierte Steve McCurry das afghanische Mädchen Sharbat Gula in einem Flüchtlingscamp in Pakistan. Damals war sie zwölf oder dreizehn Jahre alt, ihre Eltern waren im Afghanistan-Krieg gestorben. In dem eindrücklichen Blick dieses Mädchens sahen viele Beobachter den Schrecken des Krieges, aber auch Würde, Stolz und Schönheit. Das Foto wurde auf der Titelseite von "National Geographic" und in zahlreichen anderen Publikationen abgebildet. 2003 war es im Rahmen der Ausstellung "Magnum° - 50 Jahre Weltgeschichte" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu sehen. Es ist eines der bekanntesten und am häufigsten reproduzierten Foto-Porträts und gilt heute als neue ‚Mona Lisa‘ der Fotografie.

Für seine Fotografien aus den Krisenregionen der Welt wurde Steve McCurry berühmt. Am liebsten aber fotografiert er in den ‚buddhistischen‘ Ländern, in Laos, Thailand, Kambodscha, Tibet, Sri Lanka oder Myanmar. Und immer wieder kehrt er in diese Länder zurück.

Ab Sonntag, dem 1. Mai 2016, präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte eine große Einzelausstellung dieses Fotografen, der unstrittig zu den besten seiner Zunft zählt. "Steve McCurry. Buddhismus – Fotografien 1985 bis 2013" zeigt Steve McCurrys Auseinandersetzung mit der Kultur des Buddhismus und damit eine besondere Facette seines Werks. Zu sehen sind 40 großformatige Fotos, die Steve McCurry auf seinen zahlreichen Reisen aufgenommen hat.

"Wir sind überglücklich, dass wir den Weltklasse-Fotografen Steve McCurry im Weltkulturerbe Völklinger Hütte präsentieren können. Für unsere Reihe großer Fotoausstellungen ist diese Einzelausstellung von Steve McCurry ein weiterer Quantensprung. Gleichzeitig starten wir im Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit "Steve McCurry. Buddhismus – Fotografien 1985 bis 2013" das zentrale Ausstellungsthema Buddha/Buddhismus im Jahr 2016", sagt Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.

"Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat sich über die Grenzen der Großregion zu einem etablierten Schauplatz für Kunst und Kultur entwickelt. Unter Künstlern und Kunstliebhabern gleichermaßen ist sie inzwischen ein beliebter und gern besuchter Ausstellungsort. Die Fotoausstellung von Steve McCurry ist ein gelungener Auftakt zur Ausstellungsreihe ‚Buddha‘. Ich bin überzeugt, dass auch diese Ausstellung ein weiterer Erfolg für das Weltkulturerbe sein wird", sagt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.

Die asiatische Welt und die Kultur des Buddhismus faszinieren Steve McCurry bereits seit Jahrzehnten. In seinem Buch "The Path to Buddha" porträtierte er die spirituelle Welt Tibets, die für McCurry durch ihre Andersartigkeit auch eine Gegenwelt zur Gleichförmigkeit unserer westlichen Moderne darstellt.

Steve McCurry ist fasziniert von den lebendigen Farben der Mönchsroben. Von der Freude, die die Mönche im Umgang miteinander ausstrahlen. Von ihrer Hilfsbereitschaft, alles zu teilen, was sie haben. Und von ihrer Gabe etwas Alltägliches in etwas Heiliges zu verwandeln. Steve McCurrys Fotos erzählen von den Werten, die er im Buddhismus entdeckt und die er im Gegensatz zur ehrgeizigen westlichen Welt sieht: Kontemplation, Ernsthaftigkeit, Meditation. Die Qualität von Steve McCurrys Fotografien besteht darin, dass sie die Essenz dieser Werte ausstrahlen.

Aber Steve McCurrys Fotografien changieren auch zwischen Spiritualität und Alltag. Er fotografiert nicht nur das Leben in den Klöstern oder einen Zen-Garten als Ort buddhistischer Meditation. Sondern entdeckt auch den Buddha im Großstadtleben von Bangkok und zeigt buddhistische Mönche, die Fußball spielen. Alltag, Religion und generell die Aufmerksamkeit für das Leben vermischen sich in Steve McCurrys ‚buddhistischen‘ Fotografien.

Steve McCurry (geboren am 24. Februar 1950 in Philadelphia, USA) ist einer der bekanntesten internationalen Fotografen. Kennzeichen seiner Kunst sind seine eindrucksvollen menschlichen Porträts und die intensive, ausdrucksstarke Farbigkeit seiner Arbeiten. Steve McCurry ist Mitglied der berühmten Fotografenagentur "Magnum Photos", der das Weltkulturerbe Völklinger Hütte 2003 eine eigene Ausstellung widmete. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die "Robert Capa Gold Medaille", vier erste Preise zum "Pressefoto des Jahres" und die Auszeichnung zum "Magazine Photographer of the Year" der National Press Photographer’s Association.

Mit "Steve McCurry. Buddhismus – Fotografien 1985 bis 2013" setzt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte seine Reihe großer Foto-Ausstellungen wie "Andreas Feininger. Photographs 1928 – 1988", "Workers – Fotografien von Sebastião Salgado", "Luc Delahaye", "Magnum° - 50 Jahre Weltgeschichte" oder "Nicolas Dhervillers – Behind the Future" fort.

Am Samstag, dem 25. Juni 2016, eröffnet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte die Ausstellung "Buddha" mit 220 Meisterwerken buddhistischer Kunst aus 2.000 Jahren. "Steve McCurry. Buddhismus – Fotografien 1985 bis 2013" steht in Zusammenhang mit der Ausstellung "Buddha" und mit dem großen Ausstellungsthema des Weltkulturerbes Völklinger Hütte im Jahr 2016: Die westliche Industriekultur trifft auf die östliche Welt des Buddhismus.

Zur Ausstellung "Steve McCurry. Buddhismus – Fotografien 1985 bis 2013" erscheint ein vierfarbiges Katalogbuch, 98 Seiten, 14,80 Euro.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.voelklinger-huette.org

Quelle: Weltkulturerbe Völklinger Hütte

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