Streuobstwiesenweg ist nun offiziell ein Traumpfad

Kleine Rast an der Elmar Hillesheim Weise in Kettig - Streuobstwiesenweg ist nun offiziell ein Traumpfad

Pünktlich zu seinem zehnjährigen Bestehen bekommt der Streuobstwiesenweg nun auch offiziell die Zertifizierung zum Traumpfad. Corona-bedingt musste die Feierstunde zur bereits im Februar 2020 ausgesprochenen, neuen Einstufung verschoben werden. Den jüngsten Neuzugang zur Traumpfad-Familie macht nun eine Fahne am Einstieg in den Rundweg sichtbar.

Als zertifizierter Themenweg in Premiumqualität startete der Streuobstwiesenweg im April 2011. Uralte Obstbaumsorten, faszinierende Aussichten in die Vulkaneifel und ein beeindruckendes Rheintalpanorama, dazu verschiedene Erlebnisstationen samt Obstlehrgarten prägen den beliebten Rundweg, der durch die Gemarkungen der Stadt Mülheim-Kärlich und der Ortsgemeinden Bassenheim und Kettig führt.

Damals waren unter Federführung der Rhein Mosel Eifel Touristik (REMET) mit finanzieller Unterstützung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein (WFG) im Landkreis Mayen-Koblenz Traumpfade entstanden. Für die Einstufung zum Premiumwanderweg gelten strenge Kriterien wie Wegbeschaffenheit, Zustand, Aussicht, Möblierung oder Naturerlebnis, für die das Deutsche Wanderinstitut sogenannte Erlebnispunkte vergibt. Für die Klassifizierung als Traumpfad sind 50 dieser Erlebnispunkte erforderlich. „Dem Streuobstwiesenweg fehlten drei Punkte, vor allem, weil der Kühlturm des Kernkraftwerkes in Mülheim-Kärlich den Ausblick weniger attraktiv machte“, berichtet Ulrike Rieden.

Die Touristikerin der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm hat die neun Kilometer lange Rundstrecke, die sich im Frühjahr in ein Obstblütenparadies verwandelt, mit entwickelt. Inzwischen ist der Kühlturm abgerissen, der Blick in das Neuwieder Becken nun unverstellt. Zudem hat der Weg weitere Aufwertungen erfahren. „Das Deutsche Wanderinstitut führt alle drei Jahre eine Nachzertifizierung der Wege durch, prüft, ob die Kriterien eingehalten werden und konnte dem Streuobstwiesenweg 2020 die Erfüllung der vorgegebenen Traumpfad-Eigenschaften bescheinigen“, erklärt Rieden. Aus dem Streuobstwiesenweg wurde der 27. Traumpfad im Landkreis Mayen-Koblenz.

Sichtbar macht die Veränderung das neue Logo: Anstelle des bisherigen Baumes mit dem roten Apfel ist der markante weiße Pfad auf orangefarbenem Grund getreten. Die umfangreichen Ummarkierungsarbeiten an der Strecke hat Wegepate Friedhelm Göron übernommen. Der begeisterte Wanderer löste zur Qualifizierung des Streuobstwiesenweges als Traumpfad den bisherigen Wegepaten Bernd Plasa ab, der sich von Beginn an um den Zustand der Wanderstrecke gekümmert hat. Als Dank und Anerkennung für seinen ehrenamtlichen Einsatz für den Streuobstwiesenweg erhielt Plasa im Rahmen der Feierstunde eine Urkunde. Zudem hisste der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Thomas Przybylla, mit der Kirschblütenkönigin Marina I, dem Mülheim-Kärlicher Stadtbürgermeister Gerd Harner und Kettigs Ortsbürgermeister Peter Moskopp am Einstieg des neuen Traumpfades am Dalfter in Mülheim-Kärlich die Traumpfad-Fahne. „Der Streuobstwiesenweg ist kurzweilig und schön, wie auf allen Premiumwanderwegen fühlt man sich dort wohl und sicher“, betonte der Erste Beigeordnete des Kreises Mayen-Koblenz, Burkhard Nauroth, der nahe der Strecke wohnt. Przybylla sprach von einer „echten Erfolgsstory“ des Streuobstwiesenweges, auf dessen Qualität die drei beteiligten Kommunen stolz seien: „Wir freuen uns, einen Traumpfad im Bereich der VG zu haben.“ Doch die hohe Attraktivität des Weges habe auch seine Schattenseiten: „Wir müssen die Infrastruktur an den vielen Gästen ausrichten, dazu gehört auch ein weiterer Einstieg in Kettig“, kündigte er an. Gemeinsam könne man den Ansturm bewältigen.

Ausruhen will sich die VG auf der Traumpfad-Qualifizierung ohnehin nicht: Im Frühjahr hat eine überdachte Schaukelbank am Kärlicher Berg ihren Platz bezogen und bietet entspanntes Genießen des weitläufigen Ausblicks. Um das Thema des neuen Traumpfades stärker in den Fokus zu rücken, werden in Kürze mehrere Schautafeln entlang der Strecke über den Obstanbau in der VG informieren.

Quelle: Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET)

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