Vom blinden Roboter bis zum Zahnbürstenkopf-Monster

Publikumsliebling Robo begrüßt zum Roboterfestival seine Kollegen aus Forschung, Technik, Kunst und Musik im phæno in Wolfsburg: Ein blinder Roboter, die kuschelige Robbe PARO, ein zurückhaltender Service-Roboter, ein lustiger Spielzeugaffe, ein intelligentes Fahrzeug ohne Fahrer und viele weitere künstliche Maschinen in unterschiedlicher Gestalt übernehmen zum Roboterfestival die Regie im phæno und zeigen, welche Aufgaben sie schon jetzt und in Zukunft für uns erledigen können. „Wir präsentieren den Besuchern eine große Bandbreite an unterschiedlichen Robotern. Innovative Technik und phantasievolle Maschinenkunst ergänzen sich dabei auf wunderbare Weise“, erläutert Michel Junge, Direktor des phæno, den besonderen Charme des Roboterfestivals und ergänzt: „Roboter erobern unsere Lebens- und Arbeitswelt. Deshalb ist es gut, die Welt der Roboter kennenzulernen.“

Einblick in neueste Technik

Im Bereich innovativer Technik werden Neuheiten aus Forschung und Entwicklung von Forschungsinstituten und Industrie gezeigt: Automatisches Fahren in der Stadt? Fahrerloses Einparken? Kein Problem. Dies hat Junior, das selbstfahrende Auto von VW, schon bei Rennen in den USA unter Beweis gestellt. Die Technik des Fahrzeugs wird auf dem Vorplatz des phæno präsentiert. Außerdem stelltdas Fraunhofer IPA einen Serviceroboter vor, der einfache Aufgaben im Haushalt übernehmen kann. Als medizinisches oder industrielles Hilfsmittel dient eine künstliche ExoHand, die z. B. in gefährlichen oder gesundheitsgefährdenden Umgebungen aus großer Entfernung gesteuert werden kann. Kuschelig fühlt sich die Roboter-Robbe an, mit deren Hilfe die Wolfsburg AG Pflegepersonal und Angehörige im Umgang mit demenzkranken Menschen unterstützt. Die Betreuungsrobbe PARO ist ein tierähnlicher, intelligenter Roboter. Sie reagiert auf Berührungen, wirkt gefühlsregulierend und beruhigend. „Roboter wie PARO, die auf die Bedürfnisse des Menschen speziell zugeschnitten sind, können den Alltag bereichern und erleichtern“, meint Julius von Ingelheim, Sprecher des Vorstands der Wolfsburg AG. „Die Wolfsburg AG ist Ideengeber und Koordinator zukunftsweisender Projekte, die Lebens-qualität und Wirtschaft fördern. Aus diesem Grund sind wir auch gern als Partner beim Roboterfestival dabei“, erläutert von Ingelheim.

Roboter und phantasievolle Kunst

Neben diesen technischen Robotern bilden künstlerische Maschinen einen weiteren Schwerpunkt des Roboterfestivals. Im Mittelpunkt wird dabei „The Blind Robot“ vom Medienkunstexperten Louis-Philippe Demers aus Singapur stehen. Die Besucher nehmen vor der „blinden“ Maschine Platz, die mit einer feingliedrigen Hand sorgfältig das Gesicht abtastet - ähnlich einem Blinden, der sich so ein Bild von einem Gegenstand oder einer Person macht. Anschließend produziert die Maschine auf einem Monitor eine Darstellung dessen, was die Finger „gesehen“ haben.

Einekünstlerische Maschine zeigt die Gruppe robotlab mit dem Industrieroboter „profiler“. Dieser erzeugt mit einer Videokamera ein Umrissporträt von einem Besucher und kombiniert dies mit weiteren Zeichnungen zu einem Roboterkunstwerk. Die Zusammensetzung der Zeichnung wird durch einen Zufallsgenerator bestimmt. „Das Span-nende bei dieser Installation ist, dass man darüber nachdenkt, wer hier eigentlich kreativ oder künstlerisch tätig ist. Der Mensch oder die Maschine?“ erläutert Davy Champion, phæno Organisator des Roboterfestivals.

Ein weiteres Highlight wird ein großer Roboter aus Schrott, der „afreakin bassplayer“ von Kolja Kugler sein. Beim Festival wird die Roboterskulptur im Rahmen einer Show im Wissenschaftstheater seine Musikkünste zusammen mit Roboterkollegen vorführen. Im Vordergrund des Werks von Kugler steht die Skulptur mit emotionaler Mimik und Gestik, nicht der Roboter als künstliche Maschine.

Für viel Aufmerksamkeit wird auch ein Spielzeugaffe sorgen. Nach einem freundlichen "Hallo" beginnt die Puppe auf die Bewegungen der Besucher zu reagieren und ahmt jede Bewegung nach. Dieses Nachahmen fordert wiederum zur nächsten Geste heraus, so dass eine spannende und lustige Interaktion zwischen dem Affen und dem Menschen beginnt.

„Besonders die Kunstwerke machen es uns leichter, über unsere Beziehung zu Robotern nachzudenken und über Unterschiede zwischen menschlicher und künstlicher Kommunikation zu reflektieren“, erklärt Champion die Faszination dieser außergewöhnlichen Maschinen.

Zahnbürstenkopf-Roboter zum Selberbauen

Die Besucher werden auch viele Roboterfunktionen selbst ausprobieren und sich direkt mit Roboterentwicklern in der Ausstellung unterhalten können: Maschinenfans steuern in einem echten Radlader-Cockpit einen kleinen Radlader selbst, lassen sich von Robotern zeichnen oder vom Marsrover scannen. Außerdem können Kinder ab fünf Jahren am 17. und 18.05. von 12 bis 17 Uhr ihr eigenes Zahnbürstenkopf-Monster im Besucherlabor bauen (Kosten: 4 € zzgl. Tagesticket). Der Miniroboter besteht aus Zahnbürsten und Vibrations-motor. Lustig dekoriert hüpft er sofort los.

Mit Robotern macht Technik Schülern und Studierenden Spaß Ein Ausblick in die innovative Ausbildung von Schülern und Studenten mit Robotertechnik rundet das Programm des Roboterfestivals ab: Die Robotik AG "DynaMINT" vom Ratsgymnasium Wolfsburg präsentiert ihren LEGO Mindstorms-Roboter, der sogar einen Zauberwürfel lösen kann, und Schüler der Heinrich Nordhoff Gesamtschule Wolfsburg führen ihr „Smartphone-gesteuertes Fahrzeug“ vor. Eine weitere Schülergruppe aus Osnabrück zeigt Robotikprojekte mit Fischer Technik.

Was Studenten programmieren können, zeigt das RoboCup Team der Ostfalia Hochschule. Sie präsentieren einen sogenannten Telepräsent Roboter. Mit diesem Roboter kann man am Arbeitsplatz anwesend sein, ohne vor Ort zu sein. Der Roboter überträgt das Gesicht des Teammitglieds auf den Bildschirm und kann von Ferne manövriert werden. Der Heimarbeitsplatz der Zukunft?

Gelerntes in die Praxis umsetzen, ist auch das Motto des „Field Robot Event Design Teams“ der TU Braunschweig. Die Studenten entwickeln autonom navigierende Fahrzeug-Modelle für den Einsatz auf Feldern. Die Maschinen erkennen Hindernisse, unterscheiden Pflanzen und bearbeiten den Boden.

Quelle: phaeno gGmbH

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