Wandern im Naturparadies Mecklenburg-Vorpommern

Diejenigen, die die Natur am liebsten per Pedes erkunden, erwartet das aufstrebende Wanderland Mecklenburg-Vorpommern mit zahlreichen Wanderwegen und Rundtouren, die zu Steiküsten, durch dichte Buchenwälder oder zu geheimnisvollen Mooren führen. Drei der deutschen Nationalparke, so viele wie in keinem anderen Bundesland, können Wanderer durchstreifen, entlang einer kreideweißen Steilküste im Nationalpark Jasmund, am Ufer des größten deutschen Binnensees, der Müritz, oder im Darßer Urwald direkt an der Ostsee. Sie nehmen ein Fünftel der gesamten Landesfläche ein.

Auf Fernwander- und Pilgerwegen durch Mecklenburg-Vorpommern

Drei Europäische Fernwanderwege führen durchs Land. Entlang weißer Sandstrände, mondäner Seebäder und romantischer Fischerdörfer oder über goldgelbe Felder, vorbei an glitzernden Seen und durch prächtige Hansestädte weisen sie Wanderern den Weg durch den Nordosten. Der Ostseeküsten-Wanderweg ist eine Teilstrecke des Fernwanderweges E9, der Wanderer von Estland nach Portugal geleitet. Auf 400 Kilometern von Travemünde bis Ahlbeck lernen Wanderer die Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns kennen. Die Strecke führt unter anderem durch die Hansestädte Wismar und Stralsund, mondäne Seebäder wie das Seeheilbad Heiligendamm, durch den Rostocker Stadtteil Warnemünde und zu den malerischen Villen der Bäderarchitektur in den drei Kaiserbädern auf Usedom. Auch das Binnenland Mecklenburg-Vorpommerns lässt sich per Fernwanderweg entdecken: Die zweite Variante des E9 verläuft quer durch das Binnenland Mecklenburg-Vorpommerns – vom Biosphärenreservat Schaalsee und dem Schweriner See durch die Naturparke Sternberger Seenland sowie Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See bis zum Naturpark Am Stettiner Haff. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/ostseekuestenwanderweg, www.auf-nach-mv.de/wandertour-naturparkweg

Der von Finnland nach Spanien führende E10 schlängelt sich über Deutschlands größte Insel Rügen: Vom Kap Arkona, durch den Nationalpark Jasmund mit dem Unesco-Welterbe der Buchenwälder und den Kreidefelsen, vorbei an Putbus, der aufgrund ihrer Architektur so genannten weißen Stadt, bis nach Stralsund. Von dort aus geht es weiter in die Mecklenburgische Schweiz und die alte Residenzstadt Güstrow bis in die Mecklenburgische Kleinseenplatte.

Wer in Mecklenburg-Vorpommern pilgern möchte, kann sich auf dem Jacobus-Pilgerweg auf die Spuren der heiligen Birgitta von Schweden begeben, die im Jahr 1341 eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela unternahm. Ausgangspunkt im Nordosten ist die Perle der Backsteingotik Stralsund. Nicht weit entfernt liegt das größte pommersche Kloster Franzburg, und über Tribsees und Laage führt der Weg nach Güstrow mit dem im 13. Jahrhundert als Kollegiatstiftskirche erbauten Dom, und in die ehemalige bischöfliche Residenz Bützow. Im weiteren Verlauf bringt er Gäste zum Nonnenkloster Rühn und zur Antoniter-Präzeptorei in Tempzin. Der „Jakobsweg Via Baltica“ beginnt auf der Insel Usedom an der Grenze von Polen und Deutschland und wirkt daher als Brücke von den baltischen Ländern nach Santiago de Compostela in Spanien. Die Via Baltica verläuft von Usedom kommend weiter über Greifswald, Rostock und Wismar. Insgesamt 380 Kilometer können Pilger in Mecklenburg-Vorpommern zurücklegen. Unterkünfte finden sich beispielsweise in Gemeindehäusern oder ähnlichen Einrichtungen. www.deutsche-jakobswege.de

Auf den Spuren der Romantik – Wanderherbst auf der Insel Rügen

Zu den Höhepunkten des Rügener Wanderjahres gehören seit 2013 der Wanderfrühling und der Wanderherbst, die Aktive mit einer Vielfalt geführter Wanderungen locken. Der Wanderherbst findet vom 17. bis 26. Oktober 2014 auf der Insel Rügen der statt und steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des landesweiten Themenjahres „Natürlich romantisch“.

Urlauber, Gäste und Einheimische begeben sich mit Rügen-Kennern zu Fuß auf die Spuren der Romantik und lassen sich ebenso wie die Maler des 19. Jahrhunderts von der intensiven Faszination, die Licht und Landschaft auf der Insel Rügen ausstrahlen, verzaubern. Zu entdecken gibt es dabei die weiten, ursprünglichen Insellandschaften, die einst Künstler wie Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge oder Carl Gustav Carus inspirierten. Die Wanderungen starten jeweils von verschiedenen Standorten und zu verschiedenen Tageszeiten. Informationen: www.ruegen.de/wanderherbst

Auch in allen anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns können Besucher die Wanderschuhe schnüren. Auf einer geführten Moorwanderung durch das Peenetal beispielsweise können Besucher den Reiz von Vorpommerns Naturpark Flusslandschaft Peenetal erleben. Die zehn Kilometer lange Rundtour, die ein zertifizierte Naturparkführer begleitet, startet in der Hansestadt Anklam, wo die Wanderer mit einem Shuttle abgeholt und ins Mündungsgebiet der Peene gebracht werden. Mit etwas Glück beobachten Gäste Seeadler, Silberreiher und Fischotter, und besichtigen eine Biberburg. Bei einem rustikalen Picknick und heißen Getränken können sich Teilnehmer für die nächsten Etappen stärken. Die Wandertour wird ganzjährig angeboten, findet immer samstags um 15.00 Uhr statt und kostet 35 Euro pro Person inklusive Picknick und Shuttle. Mehr Informationen zu dieser und weiteren Wanderungen durch Vorpommern sind auf www.vorpommern.de/wandertouren.html zu finden.

Wandernd Tiere entdecken

Auf ihrem Weg durch die Großschutzgebiete können Wanderer an zahlreichen Tierbeobachtungsplätzen Halt machen. Mit Fernglas und Kamera ausgerüstet, können geduldige Naturfreunde an vielen Beobachtungsstationen in den Nationalparken des Landes Bibern beim Bau ihrer Burgen im Flusslauf zusehen oder Hirsche und Rehe entdecken. Mit etwas Glück lassen sich sogar Kegelrobben in der Ostsee beobachten. Großvögel – die Seeadler – sind ganzjährig in Mecklenburg-Vorpommern anzutreffen. Etwa 300 Paare können Gäste mit etwas Glück im Müritz Nationalpark beobachten. Auf geführten Adlersafaris zeigen Nationalpark-Ranger Besuchern den Lebensraum der mächtigen Vögel. Während Seeadler das ganze Jahr über an Mecklenburg-Vorpommerns Himmel ihre Kreise ziehen, sind Fischadler hier nur in den Sommermonaten heimisch. Einem Fischalder-Paar können Besucher in der Nationalpark-Information Federow sogar direkt ins Nest schauen. Eine Kamera, die auf den Horst gerichtet ist, überträgt live aus dem Adlerleben. www.auf-nach-mv.de/natur-und-tierbeobachtungen, www.auf-nach-mv.de/naturfuehrungen

Auch im „Wildtierland“, einem Naturerlebnisprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung östlich von Neubrandenburg, bestaunen Besucher beispielsweise den Artenreichtum der heimischen Flora und Fauna ganz ohne Zäune und Gehege. In dem 1.000 Hektar großen Areal halten Tierliebhaber von einem der Hochsitze unentdeckt nach Rothirsch, Reh, Schwan oder Storch Ausschau. www.wildtierland.de

Quelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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