Wandern und genießen: Goldener Herbst in Bayerisch-Schwaben

Die Wörnitz in der Herbstsonne - Wandern und genießen: Goldener Herbst in Bayerisch-Schwaben

Vom Nördlinger Ries über die Donauauen bis zum Naturpark Westliche Wälder vor den Toren der Fuggerstadt Augsburg sind Genusswanderer in ihrem Element. Auf den abwechslungsreichen Wanderwegen in Bayerisch-Schwaben werden die Touren auch zu kulinarischen Entdeckungsreisen.

Wer im Herbst nach Bayerisch-Schwaben kommt, sollte unbedingt die Wanderschuhe einpacken. Denn vom Nördlinger Ries über die Flusstäler rund um die Donau bis ins Alpenvorland lässt sich die Region auf abwechslungsreichen Fern-, Rund- und Premiumwanderwegen entdecken - im eigenen Tempo und mit allen Sinnen. Goldgelb und rostrot leuchten jetzt die Bäume und Sträucher. Der Duft von Pilzen, Moos und reifen Äpfeln liegt in der Luft. Und die Sonnenstrahlen ringen dem Herbst noch ein paar warme Tage ab. Der Weg ist das Ziel, das kann man hier mit Fug und Recht behaupten. Genusswanderer und kulinarische Entdecker freuen sich besonders auf die Verschnaufpausen, denn für die Stärkung zwischen den Wanderetappen sorgen urige Gasthäuser, deftige Schmankerl und ehrliche Lebensmittel aus der Region.

Ries-Panoramaweg: Genusswandern rund um den Krater

Ries-Panoramaweg E3 - Ries-Panoramaweg: Genusswandern rund um den Krater

Mit 70.000 Kilometern pro Stunde raste vor 15 Millionen Jahren ein gigantischer Asteroid auf die Erde zu und hinterließ einen 25 Kilometer großen Krater - das heutige Nördlinger Ries. Die Region ist seit 2022 UNESCO Global Geopark und ein Paradies für Naturliebhaber, Geologiefans und gemütliche Genusswanderer. Wo einst der gigantische Himmelskörper einschlug, führt heute der Ries-Panoramaweg rund um den Meteoritenkrater. Die weite Kraterlandschaft lässt sich am besten von oben überblicken, zum Beispiel vom Riegelberg bei den ebenfalls sehenswerten Ofnethöhlen. Auch vom Wallersteiner Felsen direkt am inneren Kraterring eröffnet sich ein spektakuläres Panorama.

Durch Bilderbuchlandschaften mit dichten Wäldern, Streuobstwiesen und bewirtschafteten Feldern geht es auf breiten Schotterstraßen oder kleinen Wald- und Wiesenwegen, vorbei an malerischen Städtchen mit Fachwerkhäusern, Kirchtürmen und markanten roten Ziegeldächern. Für einen Altstadtbummel lohnt sich zum Beispiel ein Abstecher in das reizvolle Harburg an der Wörnitz mit seiner trutzigen Burg hoch über der Stadt. Das Barock- und Fachwerkstädtchen Oettingen ist berühmt für sein fürstliches Residenzschloss und die Störche, die hier überall auf Dächern und Schornsteinen nisten. In Nördlingen erwartet den Wanderer vom „Daniel“, dem Glockenturm der spätgotischen Kirche St. Georg, ein herrlicher Rundblick über die Stadt und das Ries.

Und auch Feinschmecker kommen auf ihre Kosten: Die deftigen Nördlinger Stabenwürste haben hier eine lange Tradition und schmecken am besten heiß und knusprig direkt vom Holzkohlegrill. Naschkatzen stärken sich nach einem anstrengenden Wandertag mit einem großen Stück Rieser Bauerntorte, einem gedeckten Apfelkuchen aus Hefeteig, der hier zur Glaubenssache erklärt wurde: Die katholische Bauerntorte ist mit einem Rautenmuster verziert, die evangelische Variante hat einen geschlossenen Teigdeckel.


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DonAUwald-Wanderweg: Entschleunigung im schwäbischen Urwald

DonAUwald-Wanderweg: Steg bei Offingen - DonAUwald-Wanderweg: Entschleunigung im schwäbischen Urwald

Auf knapp 60 Kilometern erschließt der Premiumwanderweg DonAUwald zwischen Günzburg und Schwenningen eines der größten zusammenhängenden Auwaldgebiete Deutschlands. Dabei kommt niemand außer Atem, denn der Weg weist keine nennenswerten Steigungen auf. So kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren: Waldluft schnuppern, Stille genießen und gemütlich durch einen einzigartigen Naturraum mit bemerkenswerter Artenvielfalt wandern. Mit etwas Glück und Geduld begegnet man dem scheuen Eisvogel mit seinem farbenprächtigen Gefieder oder dem Biber, der an den Ufern seine Dämme und Höhlen baut. Auch seltene Orchideenarten wie der Frauenschuh oder Narzissengewächse wie der Märzenbecher sind in den Donauauen zu finden.

Der Weg führt über trockene Magerrasen, sogenannte Brennen, vorbei an ehemaligen Flussschlingen, Schilfröhrichten und Altarmen mit Schlingpflanzen und Seerosen. Beim Blick in die mächtigen Kronen alter Stieleichen, Eschen und Schwarzpappeln fühlt man sich fast wie im Urwald. 5 Etappen umfasst der DonAUwald-Wanderweg und jedes Zwischenziel kann bequem und klimafreundlich mit der Donautalbahn erreicht werden.

Wer hungrig ist, hat in der malerischen Altstadt von Günzburg die Qual der Wahl. Denn der 250 Meter lange Marktplatz wird liebevoll „das längste Straßencafé Schwabens“ genannt. Weißwurstfrühstück mit Blick auf den Stadtturm? Würzige Kässpätzle in einem gemütlichen Wirtshaus? Immer ein Geheimtipp sind natürlich Maultaschen nach Originalrezept mit Spinatfüllung - echtes schwäbisches Soulfood.

Rieser Bauerntorte

Stauden-Meditationsweg: Innere Einkehr in den "Westlichen Wäldern

Durch die hügelige Landschaft im Südwesten des Naturparks „Augsburg - Westliche Wälder“ schlängelt sich der „Stauden-Meditationsweg“. Wer gerne zu Fuß auf Sinnsuche geht, kann die 36 Kilometer lange Strecke als Achtsamkeitswanderung nutzen, um in herrlicher Natur über Gott und die Welt nachzudenken.

Auf fünf Tagesetappen von Fischach nach Kirch-Siebnach lässt sich die Hektik des Alltags ausblenden, die Gedanken ordnen sich neu und im gemächlichen Schritttempo kommt man gut zur eigenen Mitte. 9 Meditationsstationen mit Weisheiten und Denkanstößen aus den großen Weltreligionen regen zum inneren Dialog an. Die meditativen Übungen aus Christentum, Islam und Zen-Buddhismus bauen inhaltlich aufeinander auf, lassen sich aber auch gut einzeln erleben. An zwei Stellen kreuzt der Stauden-Meditationsweg den überregionalen Jakobsweg von Augsburg nach Lindau.

Und weil Spiritualität und himmlische Genüsse zusammengehören, warten entlang des Weges gemütliche Einkehrmöglichkeiten mit schwäbischen Köstlichkeiten auf hungrige Wanderer. Süße Versuchung: Zwetschgendatschi. Der regionaltypische Blechkuchen aus spät reifenden Zwetschgen schmeckt lauwarm mit Zimt bestreut und einem Klecks Schlagsahne am besten.

Spezialitäten aus Bayerisch-Schwaben gibt es übrigens auch zum Nachkochen und Nachbacken. Rezepte zum Beispiel für Augsburger Zwetschgendatschi, Rieser Bauerntorte, Schwäbische Maultaschen oder Spätzle gibt es online unter www.bayerisch-schwaben.de/kulinarisches-erbe - meist sogar mit Videoanleitung.

Mehr Inspiration gesucht? Tipps für alle Top-Reiseziele findest du beim Tambiente Urlaubsmagazin.

Quelle: Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V. c/o FEUER & FLAMME. DIE AGENTUR

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