Allergikerfreundliche Konditorei mit Familientradition

Café-Inhaber Matthias König ist jeden Tag aufs Neue überrascht, wie einfach sich Rezepte allergikergerecht abwandeln lassen und wie gut zum Beispiel allergenarmer Kuchen schmeckt. Wir bieten täglich immer zwei bis drei Torten an, die glutenfrei sind. - Allergikerfreundliche Konditorei mit Familientradition

Unbeschwert einen leckeren Kuchen genießen ist ein kulinarischer Hochgenuss. Wer auf Nüsse, Eier, Milch, Getreide oder andere Inhaltsstoffe mit einem allergischen Schock reagiert, macht hingegen um Konditoreien gerne einen großen Bogen. Auf das Café König in Schmallenberg in Nordrhein-Westfalen trifft dies nicht zu – hier ist allergikerfreundlicher Service Chefsache. Das traditionsreiche Familienunternehmen, das seit 1884 besteht, hat sich auf die stetig wachsende Zahl von Allergikern und Menschen mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit wie Zöliakie schon vor Jahren eingestellt und bietet betroffenen Gästen täglich eine große Auswahl selbstgemachter Torten, Kuchen oder anderer süßer Köstlichkeiten.

„Vor acht Jahren fing alles an. Seitdem beliefern wir die Allergiestation einer Klinik mit allergenfreiem und allergenarmem Kuchen und Gebäck. In der Folge haben wir uns weiter informiert, Neues ausprobiert und für an Zöliakie erkrankte Menschen regelmäßig glutenfreie Nahrungsmittel hergestellt. Mittlerweile nehmen Gäste sogar einen längeren Anfahrtsweg in Kauf, weil sie wissen, dass wir leckere allergikerfreundliche Produkte anbieten, die es woanders nicht gibt“, sagt der Inhaber des Cafés und der Konditorei, Matthias König, und ergänzt: „Wir bieten täglich immer zwei bis drei Torten an, die glutenfrei sind.“

Als Pionier sieht sich der verheiratete Familienvater von drei Kindern, der das Café (100 Plätze) mit seiner Ehefrau Birgit seit 1989 in 4. Generation betreibt nicht. Der 55-Jährige ist jedoch überzeugt davon, dass Allergikerfreundlichkeit für Gastronomie und Hotellerie ein Zukunftsthema sein wird: „Man muss ja kein Prophet sein, um zu erkennen, dass dieser Markt weiter wachsen wird – medizinische Statistiken belegen das regelmäßig.“

Viele betriebliche Abläufe, die das Thema Allergie tangieren, haben sich im Café König mittlerweile automatisiert. Mitarbeiter sind sensibilisiert, wenn es darum geht, Inhaltsstoffe zu Kuchen oder Gebäck zu verarbeiten, die allergische Reaktionen auslösen könnten.

Matthias König ist dennoch jeden Tag aufs Neue überrascht, wie einfach sich Rezepte allergikergerecht abwandeln lassen. Zutaten ersetzen oder weglassen lautet Königs Devise, der Weizenpuder zum Beispiel durch Kartoffelpuder ersetzt oder bei glutenfreien Torten gerne auf den Mürbeteigboden verzichtet. „Mir ist klar, dass Weizenpuder zwar glutenfrei ist, dennoch kann er vereinzelt Spuren enthalten – und das genügt ja teilweise schon, um bei Betroffenen allergische Reaktionen hervorzurufen. Auf gar keinen Fall will ich ein Risiko eingehen.“

„Dass das 2013 zur Allergikerfreundlichen Kommune ausgezeichnete Schmallenberger Sauerland in den vergangenen Jahren verstärkt an Profil gewonnen hat, das ist auch dem Café König und allen anderen rund 60 Unternehmern und Selbstständigen aus Tourismus und Einzelhandel zu verdanken“, sagt Hubertus Schmidt, Tourismusdirektor der Gästeinformation Schmallenberger Sauerland und fügt hinzu: „Allesamt haben sie die Qualitätskriterien Schritt für Schritt allergikerfreundlich optimiert und verfeinert. Das Café König ist ein Paradebeispiel dafür, wie man mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft eine neue Herausforderung annehmen kann – das ist allergikerfreundlicher Service in Reinkultur.“

Über die „Allergikerfreundliche Kommune“

Die Allergikerfreundliche Kommune ist ein Urlaubsort, der nach medizinischen Kriterien als allergikerfreundlich zertifiziert ist. Er bietet Allergikern und Mitreisenden Unterkünfte aller Art, Restaurants, Bäckereien, Metzgereien, Cafés und Lebensmittelgeschäfte, die den Standard der Allergikerfreundlichkeit erfüllen. Dieser Standard ist in den medizinisch gesicherten Kriterien festgelegt. Alle teilnehmenden Betriebe werden mindestens alle zwei Jahre vom Deutschen Heilbäderverband e.V. (DHV) überprüft und geschult. Hierfür kooperiert der DHV seit 2014 mit der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF), die das Siegel für Allergikerfreundlichkeit vergibt. Die beteiligten Betriebe sind an der DHV-ECARF-Logokombination zu erkennen. Dieser deutschlandweit einmalige Tourismusverbund hat sich zu einer Interessengemeinschaft (IG) zusammengeschlossen, die die ganze Republik abbildet und einen riesigen gesellschaftlichen Trend positiv besetzt: das barrierefreie Reisen für die rund 25 Millionen Allergiker, die es alleine in Deutschland gibt. Internet: www.allergikerfreundlich.de

Diese sechs zertifizierten Urlaubsregionen bilden aktuell in Deutschland die IG Allergikerfreundliche Kommunen:

  • Schmallenberger Sauerland mit der Ferienregion Eslohe
  • Bad Salzuflen (beide Nordrhein-Westfalen)
  • Ostseebad Baabe (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Ferienland Schwarzwald (Baden-Württemberg)
  • Bad Hindelang in den Allgäuer Alpen (Bayern)
  • Nordseeinsel Borkum (Niedersachsen)

​Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft ist auch Freudenstadt (Baden-Württemberg), das 2017 zertifiziert werden soll.

Über das Schmallenberger Sauerland

Das „Schmallenberger Sauerland mit der Ferienregion Eslohe“ zählt seit dem 9. April 2013 zu den „Allergikerfreundlichen Kommunen“. Mehr als 60 Unternehmer und Selbstständige aus Tourismus und Einzelhandel haben ihre Qualitätskriterien angepasst und die touristische Infrastruktur in der Region Schritt für Schritt allergikerfreundlich ausgebaut. Die Zertifizierung fügt sich ideal ein in das Konzept für die gesundheitstouristische Entwicklung der einzigartigen Ferienregion: Mit 303 Quadratkilometern ist Schmallenberg im Sauerland, in dem ein mildes Reizklima herrscht, eine der flächengrößten Städte Deutschlands.

„Unsere exponierte Stellung als Tourismusregion in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus war bereits ein Alleinstellungsmerkmal. Dass wir mit dem Gütesiegel für Allergikerfreundlichkeit zertifiziert wurden, ist das Sahnehäubchen obendrauf“ erklärt Tourismusdirektor Hubertus Schmidt. Rund zwei Autostunden entfernt von den Metropolen an Main, Rhein und Ruhr finden sich Kunst, Kultur und schier endlose Routen, die zu Fuß oder per Rad durch eine atemberaubende Natur führen. Die Region umfasst mehrere Teilgebirge, die höchsten Erhebungen finden sich im Rothaargebirge, in dem die Ruhr entspringt. Die Gastgeber dieser Urlaubsregion bieten Tradition und Moderne in perfekter Harmonie an. Nicht nur für Allergiker wohltuend sind Ausflüge auf den Sauerland-Seen.

Die Urlaubsregion verfügt über eine Kurortkompetenz, die ihresgleichen sucht: Mit Bad Fredeburg, Nordenau, Grafschaft und Schmallenberg verfügen gleich vier Kurorte über medizinisches und präventiv-medizinisches Know-how.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sind der „Abela Heilstollen“ und der Heilstollen in Nordenau, in denen Allergiker, Neurodermitiker oder Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis Linderung erfahren. Das auf Lungenheilkunde und die Versorgung von Allergikern spezialisierte Fachkrankenhaus „Kloster Grafschaft“ berät und unterstützt im Bereich „Allergikerfreundlicher Urlaub“. Das international anerkannte Klinikum deckt das komplette Fachgebiet der Allergologie ab. Etwa 3000 Patienten werden hier jährlich ambulant oder stationär behandelt. In Notfällen bietet die Fachklinik eine Krisenintervention an.

Quelle: Gästeinformation Schmallenberger Sauerland und Ferienregion Eslohe

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