Wallfahrer pilgern 2023 in den Schwarzwald

Die beeindruckende Wallfahrtskirche Mater Dolorosa im Wolftal lädt jedes Jahr am Freitag vor Palmsonntag zur Wallfahrt ein. - Wallfahrer pilgern 2023 in den Schwarzwald

Vor 300 Jahren wurde sie als „Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes“ erstmals urkundlich erwähnt. Über die Jahrhunderte hat sich der katholische Brauch erhalten, immer am Freitag vor Palmsonntag ins Wolftal zu pilgern, um zu Maria zu beten. Auch am 31. März 2023 werden wieder viele Gläubige in Bad Rippoldsau erwartet, wenn Dekan Anton Bock aus Freudenstadt um 9.30 Uhr den Wallfahrtsgottesdienst zelebriert und auch die Festpredigt im historischen Gotteshaus hält.

Wie lange die Rippoldsauer Marienwallfahrt tatsächlich zurückreicht, darüber gibt es keine genauen Aufzeichnungen. Erhalten sind lediglich Protokolle, in denen die Prioren des damaligen „Klösterle“ St. Nikolaus seit 1721 von Wundern berichten, die sich im Wolftal ereignet haben sollen. Nikolaus seit 1721 von Wundertaten berichten, die sich im Wolftal ereignet haben sollen und die offenbar Auslöser für die Wallfahrt waren. So wird von der wundersamen Heilung eines blind geborenen Mädchens berichtet.

Bis zur Säkularisation soll die Wallfahrt eine erste Blütezeit erlebt haben. Im Mittelpunkt stand schon damals die über 500 Jahre alte Wallfahrtsstatue. Ein unbekannter Meister wollte mit seinem Werk, das im 18. Jahrhundert zum Entsetzen der Kunstkenner umgestaltet wurde, an das Leiden der Gottesmutter erinnern, die ihren Sohn nach dessen Tod am Kreuz sorgenvoll in den Armen hält. Die Pieta übt bis heute eine große Anziehungskraft auf die Menschen aus.

500 Jahre alt ist die Pieta über dem Altar in der Bad Rippoldsauer Wallfahrtskirche, zu der jedes Jahr die Gläubigen pilgern.

Obwohl die Marienwallfahrt im Laufe der Jahrhunderte viele Höhen und Tiefen erlebt hat, gehört sie noch heute zum festen Terminkalender der katholischen Pfarrgemeinde. Dies ist vor allem dem ehemaligen Pfarrer Albert Reiser zu verdanken, der sich 1886 für die Wiederbelebung einsetzte.

Die Wallfahrtskirche selbst ist eine bedeutende historische Stätte. Um 1140 errichtete die Abtei St. Georgen im Schwarzwald an dieser Stelle das Benediktinerpriorat St. Nikolaus, das bis 1306 unter dem Schutz der Herren von Wolva (heute Wolfach) stand. Während der Reformation im 16. Jahrhundert wurde das „Klösterle“, wie es heute noch im Volksmund heißt, jedoch für neun Jahre aufgehoben. Erst 1549 kehrten die Mönche zurück und das Wolftal wurde wieder katholisch. Im Stil des Barock wurde 200 Jahre später sogar ein neues Klostergebäude mit Kirche errichtet.

Anfang des 19. Jahrhunderts ging das Kloster in den Privatbesitz der Fürstenberger über, was wohl das Ende des klösterlichen Lebens im Wolftal bedeutete. St. Nikolaus wurde weltliche Pfarrkirche, die barocke Pfarr- und Wallfahrtskirche wurde abgerissen und durch einen spätklassizistischen Neubau des Weinbrenner-Schülers Christoph Arnold ersetzt. Der Eingang wird von einem Triumphbogen und einem wertvollen klassizistischen Fries überspannt. Eine Rarität ist der Doppelturm.

Der Reiz des Gotteshauses liegt im Kontrast zwischen der strengen architektonischen Formensprache im Tal und der weichen Natur. Im Inneren sind bis heute das Kruzifix von Alois Knittel und die Heiligenfiguren von Heinrich Reich erhalten. Mit der Kirchenrestaurierung 1956 erhielt die Wallfahrtskirche, die bis dahin nach ihrem Patron St. Nikolaus benannt war, den Titel „Mater Dolorosa“, also „Rippoldsauer Schmerzensmutter“. Zuvor war das Geläut erweitert und eine neue Orgel eingebaut worden. Weitere Kunstschätze sind der Kreuzweg in Fresco-Secco-Technik, ein Mosaik über dem Eingangsportal, das Maria mit dem Jesuskind, den Heiligen Meinrad und den Gelehrten Hermann den Lahmen von der Insel Reichenau zeigt, sowie die „Jünglinge am Feuerofen“, alle von Rainer Dorwarth. Über den Seitenaltären befinden sich Natursteinreliefs von Willi Dorn, die die Heilige Familie sowie Luitgard von Wittichen, Bernhard von Baden und Suso von Konstanz darstellen.

Kostenlosen Urlaubskatalog bestellen
Wolftal – entdecken, erleben, genießen

Wolftal - im Herzen des Schwarzwaldes

Schwarzwald | Baden-Württemberg | Deutschland

Direkt in der Nationalparkregion Schwarzwald gelegen, ist das Wolftal die ideale Oase für Menschen, die in unberührter Natur Kraft schöpfen wollen. Die Mittelgebirgslandschaft mit ihrem nebelfreien, milden Reizklima zieht vor allem Menschen an, die das Ursprüngliche lieben, einsame Wege suchen und sich von der Schönheit der Natur im Tal überraschen lassen wollen. Tanken Sie Kraft im Heilklima des Nordschwarzwaldes: Ob aktiv oder erholsam, das Wolftal bietet Ihnen ein unvergleichliches Naturambiente für Ihren Urlaub direkt in der Nationalparkregion Schwarzwald zwischen Freudenstadt und dem Kinzigtal.

Historische Kirche Mater Dolorosa seit Jahrhunderten Ziel von Gläubigen

Den Wallfahrtsgottesdienst am Freitag, 31. März 2023, um 9.30 Uhr in der Wallfahrtskirche Mater Delarosa in Bad Rippoldsau zelebriert Dekan Anton Bock aus Freudenstadt. Er wird in dem historischen Gotteshaus auch die Festpredigt halten. Der Karfreitag beginnt aber schon eine Stunde vorher, wenn die ersten Gläubigen die Beichtgelegenheit nutzen oder am Rosenkranzgebet teilnehmen. Den Abschluss des Wallfahrtstages bildet um 18.30 Uhr eine Andacht mit Lichterprozession und sakramentalem Segen, begleitet vom Chor „Belcanto“.

Die Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes in Bad Rippoldsau lässt sich auch mit einem Urlaub oder Ausflug ins Wolftal in der Nationalparkregion Schwarzwald verbinden. Informationen zu Wanderungen, Freizeitangeboten und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es bei Wolftal Tourismus in Bad Rippoldsau-Schapbach, Telefon 07839/9199-16.

Weitere Informationen zu Pauschalangeboten gibt es auch im Internet unter www.wolftal.de.

Quelle: Wolftal Tourismus c/o pr-agentur klein-wiele

Pilgerweg in der Region Mühlviertler Alm: der Johannesweg / Foto: © Österreich Werbung / Lukas Beck
24.05.2024

Top 10 Wanderneuigkeiten 2024 in Österreich: Die besten Wanderungen und Trails entdecken

Österreich bietet 2024 spannende Neuigkeiten für Wanderfreunde. Das Land ist ein Paradies für Naturliebhaber mit spektakulären Landschaften, gut gepflegten Wegen und innovativen Angeboten.
mehr erfahren
Die kleinen, gemütlichen Camping- und Reisemobilplätze sind von wilder Natur umgeben. / Foto: © djd/Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald
22.05.2024

Naturnaher Urlaub nur einen Katzensprung entfernt

Reisemobilisten, Wohnmobilfreunde und Camper, die ihren Urlaub abseits der Massen verbringen wollen, finden in der ostbayerischen Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald genau das Richtige.
mehr erfahren
Die über 1000 m lange Höllentalklamm bildet den Abschluss des Höllentals. / Foto: © Sebastian W auf Pixabay
22.05.2024

Frische Fluchten der Zugspitz Region

Wild wie die Isar, tosend wie die Höllentalklamm oder ruhig und kristallklar wie der Badersee - die Wasserwelten der Zugspitz Region haben viele Gesichter.
mehr erfahren
Einen energiereichen Start in den Tag bietet Ramona Mühlbacher beim Morgenyoga im Strandbad Tengling. / Foto: © djd/Waging am See/Axel Effner
21.05.2024

Rund um den Waginger See sorgen Natur und Mensch für Wohlbefinden und Entspannung

Wie geschaffen, um den Geist zur Ruhe und den Körper sanft in Bewegung zu bringen, scheint die sanft hügelige Bilderbuchlandschaft rund um den oberbayerischen Waginger See.
mehr erfahren
Selfie vor dem Hintergrund von Heilbad Heiligenstadt, der deutschen Wanderhauptstadt 2024. / Foto: © djd/www.dwt2024.de/HVE/Eichsfeld Touristik
21.05.2024

Grenzenloses Wandervergnügen auf dem Deutscher Wandertag 2024

Heilbad Heiligenstadt und das Eichsfeld im Dreiländereck Thüringen, Niedersachsen und Hessen sind vom 19. bis 22. September 2024 Gastgeber des 122. Deutschen Wandertages des Deutschen Wanderverbandes.
mehr erfahren
Urkundenübergabe an das Romantik Hotel I Restaurant Hirsch: v.l.n.r. Sarah Reinhardt, Gerd Windhösel, Silke Windhösel, Ulrike Müller / Foto: © Mythos-Schwäbische-Alb
17.05.2024

Romantik Hotel | Restaurant Hirsch erneut als Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland rezertifiziert

Das Romantik Hotel | Restaurant Hirsch in Sonnenbühl-Erpfingen wurde erneut als Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland zertifiziert.
mehr erfahren
Die EifelSpur „Soweit das Auge reicht“  ist Wanderweg des Jahres 2024 / Foto: © Nordeifel Tourismus GmbH
15.05.2024

EifelSpur Soweit das Auge reicht zum beliebtesten Wanderweg 2024 gewählt

Beliebtester Wanderweg 2024 in der Nordeifel ist mit über 18% aller Stimmen die EifelSpur Soweit das Auge reicht in Mechernich.
mehr erfahren
Robert Kürzinger (Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald), Elke Ohland (Nationalpark Bayerischer Wald), Alois Grobauer (Vorsitzender der Nationalpark-Partner) und Josef Wanninger (Nationalpark Bayerischer Wald) präsentieren das neue Erlebnisangebot mit zahlreichen Führungen für die Sommersaison sowie die Gutscheine der Nationalpark-Partnerbetriebe, welche an Gäste und Kunden der Partnerbetriebe ausgegeben werden. / Foto: © FNBW, Lisa Schuster
14.05.2024

Start in die Sommersaison 2024 in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald

Gäste und Kunden der Nationalpark-Partner erhalten in diesem Sommer Gutscheine für kostenlose Führungen aus dem Erlebnisprogramm des Nationalparks Bayerischer Wald.
mehr erfahren
Gruppenwanderung in Oberwiesenthal / Foto: © TVE, Dirk Rueckschloss
07.05.2024

Zum Tag des Wanderns am 14. Mai 2024 im Erzgebirge unterwegs

Zum Tag des Wanderns am 14. Mai 2024 laden neun geführte Touren im Erzgebirge dazu ein, die Wanderschuhe zu schnüren und die herrliche Natur im Frühling zu erkunden.
mehr erfahren
Schluchting im Murgtal / Foto: © TMBW / Lengler
06.05.2024

Wildes Wasserreich: Erfrischende Mikroabenteuer in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist es nie weit zum nächsten Wassererlebnis. Ob Flusshöhlenexpedition auf der Schwäbischen Alb, Canyoning im Schwarzwald oder SUP-Yoga am Bodensee.
mehr erfahren