Kulturerbe zum Mitmachen in Niedersachsen
Do it yourself in Niedersachsen: Blaudruck, Porzellanmalerei und Ostfriesentee
Zwischen Harz und Heide, Nordsee und Weser wird ein reiches kulturelles Erbe gepflegt. Einige niedersächsische Bräuche und Traditionen sind sogar von der Unesco als immaterielles Kulturerbe geschützt, wie der Blaudruck, die Porzellanmalerei oder die ostfriesische Teezeremonie. An schönen Reise- und Ausflugszielen kann man diese alten Kulturtechniken in Niedersachsen selbst ausprobieren.
Blaudruck
In der südniedersächsischen Fachwerkstadt Einbeck befindet sich die älteste Blaudruckerei Europas. Hier können Besucher im wahrsten Sinne des Wortes ihr blaues Wunder erleben - denn von dieser alten Technik leitet sich das Sprichwort ab: Beim Färben mit der Indigopflanze verwandelt sich das Druckmuster auf weißem Stoff von Gelb über Grün zu Blau. Bis ins 19. Jahrhundert war der Blaudruck weit verbreitet, heute gibt es nur noch wenige Werkstätten.
Drei davon befinden sich in Niedersachsen: Die Blaudruckerei in Einbeck bietet Besichtigungen und Workshops an. In Jever an der Nordsee gibt es offene Handwerksvorführungen. Und im Heimatmuseum Scheeßel am Rande der Nordheide ist die Ausstellung "Blaudruck - ein Megatrend über 200 Jahre" mit einem audiovisuellen Rundgang zu sehen. Unter www.reiseland-niedersachsen.de sind diese und andere Traditionen zum Anschauen und Mitmachen zu finden.
Weißes Gold bemalen
Porzellan wird auch "weißes Gold" genannt, und die handwerkliche Herstellung eines Unikats kann Monate dauern. In der Besucherwerkstatt des Museums Schloss Fürstenberg zeigen die Porzelliner, wie man Teller dreht, Figuren gießt oder Tassenhenkel verziert - und am Ende kann jeder selbst ein Porzellanstück bemalen. In Gruppenkursen kann man sich sogar im Töpfern, Modellieren und in der Durchbruchtechnik versuchen. Die Porzellanmanufaktur in Fürstenberg an der Weser gehört zu den ältesten Europas. Das Museum bietet Dauer- und Sonderausstellungen, eine Besucherwerkstatt, ein Schaumagazin und Veranstaltungen für die ganze Familie.
Mit Ostfriesentee die Zeit anhalten
Wer Ostfriesland kennen lernen will, muss die echte ostfriesische Teezeremonie erleben: Zuerst kommt der Kandiszucker "Kluntje" in die Tasse, dann die kräftige Ostfriesenmischung. Mit einem kleinen Schöpflöffel wird die Sahne aufgegossen, immer gegen den Uhrzeigersinn und ohne zu rühren.
So entstehen die Sahnewölkchen, die "Wulkjes", und halten die Zeit fest, bis der Genießer sich durch die drei Schichten trinkt: erst die Sahne, dann den bitteren Tee und zum Schluss den süßen Kandis. Tatsächlich trinkt jeder Ostfriese im Durchschnitt zehnmal so viel Tee wie andere Deutsche. Tee gehört zum Alltag, denn "Dree is Ostfresen Recht": Drei Tassen sind Ostfriesenrecht.
Quelle: TourismusMarketing Niedersachsen GmbH c/o DJD Deutsche Journalisten Dienste GmbH & Co. KG
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